Frankreichs Plan für einen Wirtschaftsboom

Emmanuel Macron will Frankreich mithilfe der Technologiebranche in eine „Start-Up“-Nation umwandeln. Mit der Schaffung von über 200.000 neuen Arbeitsplätzen sollen vor allem junge Digitalfirmen unterstützt werden.

Als symbolischen Ausgangsort für diesen Paradigmenwechsel zur massiven Förderung von Unternehmensgründungen hat der französische Präsident die Station F in Paris, dem nunmehr größten Gründerzentrum der Welt, bewusst gewählt. Dies überrascht nicht, da von den insgesamt bis zu 10.000 französischen jungen Unternehmen allein 5.000 sich in der französischen Hauptstadt befinden. Darunter fallen viele Unternehmen, die im E-Commerce aktiv sind.
 

Frankreich daher bald der führende Standort in Europa?
Der Leiter der Innovation, Paul-François Fournier, begrüßt das Vorhaben Macrons, da er die Gründung vieler neuer Start-ups für überfällig und notwendig hält. Während 2013 noch 300 Unternehmen finanziell unterstützt worden sind, werden es dieses Jahr mehr als 1200 sein.

So sieht der Plan vor in den nächsten drei Jahren 2 Milliarden Euro in Fonds für Deep-tech zu investieren, von denen viele neu gegründete Unternehmen aus dieser Branche profitieren können. Bis zum Jahr 2025 soll es mindestens 25 große private Tech-Unternehmen mit einem Gesamtwert von über einer Milliarde US-Dollar geben.

Bereits im Jahr 2019 soll die Stadt laut einer Studie Berlin als größte Gründermetropole abgelöst haben, da die dortigen Start-ups 2,2 Milliarden Euro von Investoren eingenommen haben sollen, während es verglichen in Berlin 2,0 Milliarden Euro gewesen sind. Darüber hinaus bietet Paris eine ganze Palette an attraktiven Coworking-Spaces, wie mit LÁrchipel Café, Draft, Hubsy oder Le Lawomatic. Der französische Digitalminister Cedric O geht davon aus, dass London sich bei Frankreichs Erhalt der bisherigen guten Entwicklungen in der Start-up Szene langfristig Sorgen machen muss nicht überholt zu werden.

 

Quellen:  Bloomberg  Businessinsider  Gruenderkueche  Handelsblatt IHK zu Dortmund