New Space – Gemeinsam über Grenzen hinweg in Raumfahrt investieren

Die deutsche Luft- und Raumfahrt profitiert vom Boom der „New Space“-Bewegung. Die Branche wird belebt durch die wachsende Anzahl von Start-ups und KMUs...

Die deutsche Luft- und Raumfahrt profitiert vom Boom der „New Space“-Bewegung. Die Branche wird belebt durch die wachsende Anzahl von Start-ups und KMUs, die innovative Ideen und Lösungen für die kommerzielle Weltraumnutzung anbieten. Die Kombination von Raumfahrt und digitaler Informationstechnologie bezeichnen Experten als „New Space“. Start-ups wie Isar Aerospace, Rocket Factory Augsburg und HyImpusle wollen „New Space“ vorantreiben und arbeiten an Projekten, die Satelliten in eine niedrige Umlaufbahn bringen können.

Um dem wachsendem New-Space Standort einen deutschen „Weltraumbahnhof“ zu bieten, haben sich  Ende 2020 mehrere deutsche Unternehmen aus Luft- und Raumfahrt zusammen geschlossen und die „German Offshore Spaceport Alliance“ (GOSA) gegründet. Ziel ist es, dass Miniraketen Satelliten von Deutschlands Hoheitsgewässern in der Nordsee ins All schicken. Die Gosa möchte ab 2023 Starts aus der Nordsee anbieten.


Auch die Politik will dieses Vorhaben unterstützen. Da kleine Satelliten bei der Umwelt- und Klimaforschung, sowie bei Big Data Projekten immer mehr an Bedeutung gewinnen, möchte die CSU Deutschland zum europäischen Startplatz für Mircosatellites und -launcher machen. Deswegen möchte die CSU das Projekt der GOSA unterstützen.


Der Österreicher Dr. Josef Aschbacher wird zum 01.07.2021 neuer Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Damit Europa weltweit bei Raumvorhaben an der Spitze bleibt, entwickelt die ESA gemeinsam mit 22 europäischen Mitgliedstaaten Raumfahrzeugträger, Satelliten- und Bodenanlagen. Ziel von Dr. Aschbacher ist es, die Zusammenarbeit zwischen der ESA und der Europäischen Kommission zu verbessern und die Kommerzialisierung der Raumfahrt „intensiv voranzutreiben“.


Das neue Programm der Europäischen Kommission „Horizon Europe“ ist weltweit eines der größten Förderprogramme für Forschung und Entwicklung. Das EU-Rahmenprogramm ruht auf drei Pfeilern, der zweite Pfeiler sieht vor globale Herausforderungen und die industrielle Wettbewerbsfähigkeit Europas zu meistern. Unter anderem, werden Projekte im Bereich Digitalisierung, Industrie und Weltraum gefördert. Manche der Projekte könnten sich dabei auch auf „New Space“ beziehen. Genauere Informationen zu Fördermöglichkeiten und Ausschreibungen werden in den nächsten Monaten bekannt gegeben.

 

Le Mittelstand BVMW möchte einen grenzübergreifenden Rahmen anbieten, um über weitere Entwicklungen, Ausschreibungen und Fördermöglichkeiten im Bereich Luft- und Raumfahrt zu informieren. Außerdem möchten wir Raum für Austausch und Partnerschaften zwischen deutschen, französischen und luxemburgischen Unternehmen schaffen. Das Ziel ist es, gemeinsam Projekte zu entwickeln um die Wettbewerbsfähigkeit Europas in der Raumfahrt weiter voranzutreiben.

 

Le Mittelstand BVMW trifft Claudie Haigneré, französische Astronautin und Politikerin. 04.09.2020, SIDO Messe