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Fachkräfteengpässe in Unternehmen 2015 - Geschlechterunterschiede in Engpassberufen

Fachkräfteengpässe verfestigen sich: Anhaltende Fachkräfteengpässe sind in 96 Berufsgattungen zu verzeichnen

Zwischen August 2011 und April 2015 bestanden in 96 von 619 analysierten Berufsgattungen anhaltende Fachkräfteengpässe. Die meisten dieser dauerhaft durch Engpässe charakterisierten Berufe gab es mit 20 Berufsgattungen im Berufsfeld „Gesundheit, Soziales und Bildung“. In den Berufsfeldern „Bau- und Gebäudetechnik“ sowie „Energie, Elektro und Mechatronik“ bestanden mit 15 beziehungsweise 13 Engpassberufen ebenfalls viele Knappheiten. Anhaltende Engpässe bestehen, wenn die Zahl an registrierten Arbeitslosen mit diesem Zielberuf im gesamten Betrachtungszeitraum nicht ausreicht, um alle offenen Stellen zu besetzen.

Weitere Erkenntnisse aus der Studie:

  • Männertypische Berufe sind stärker von Engpässen betroffen als frauentypische Berufe
  • In frauentypischen Berufen bestehen die größten Engpässe im Gesundheitswesen
  • Engpässe in Gesundheitsberufen könnten durch eine Ausweitung der Arbeitszeiten gemildert werden …
  • … und durch eine stärkere Einbindung von männlichen Beschäftigten
  • In männertypischen Berufen bestehen die größten Engpässe im naturwissenschaftlich-technischen Bereich
  • Die Ausweitung der Arbeitszeit bietet in naturwissenschaftlich-technischen Berufen nur wenig Potenzial zur Reduzierung von Engpässen …
  • … während eine stärkere Erwerbsbeteiligung von Frauen Engpässe mildern könnte
  • Harter Kern von Engpassberufen: 41 Berufsgattungen waren anhaltend sogar von starken Engpässen betroffen