Statements

„Niedersachsens Wirtschaftspolitik lässt Wünsche offen“

Diese Beurteilung gibt Jörn Kater, Leiter der Metropolregion Hannover und Landesbeauftragter für Politik des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), der Landesregierung mit in die Sommerpause. „Die über Jahre hinweg rückläufigen Betriebsgründungen stiegen zwar im vergangenen Jahr leicht um 1,2 Prozent gegenüber 2016 an. Von einer Trendwende oder gar einem zukunftswichtigen positiven Gründungsklima, kann aber noch längst nicht die Rede sein. Als Begründung den mangelnden Drang zur Selbständigkeit dafür zu nennen, kann bei der oft zitierten guten Lage am Arbeitsmarkt nur teilweise geltend gemacht werden. Nicht weniger Einfluss haben auch die von der Wirtschaftspolitik zu steuernden Rahmenbedingungen für Gründer. Hier ist leider noch so manches Manko auszumachen.

Anschauliches Beispiel hierfür ist die Digitalisierung. Der avisierte „Masterplan Digitalisierung“ ist beispielsweise bisher nicht in Sicht. Stattdessen sollen 100 Millionen Euro in den Breitbandausbau fließen. Wegen mangelnder Planungskapazitäten werden sie aber wahrscheinlich kaum den gewünschten Effekt erzielen können. Gefragt wäre hier, wie bei vielen anderen für Unternehmer wichtige Rahmenbedingungen, ein enges Zusammenspiel der zuständigen Stellen auf allen Ebenen. Als Stimme des Mittelstands fordern wir die Landesregierung darum auf, für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Niedersachsen alle erforderlichen Kräfte zu bündeln. Nur so lassen sich Defizite, etwa in der digitalen Infrastruktur, beim Bürokratieabbau oder der Kinderbetreuung nachhaltig beheben. Auch die Modernisierung der viel zu lange sträflich vernachlässigten Einrichtungen der dualen Ausbildung, könnte dabei in Angriff genommen werden.

Der Zeitpunkt für ein solches Zukunfts-Team wäre jetzt, wo die Steuereinnahmen sprudeln, ideal. Nur wenn die Rahmenbedingungen künftig stimmen, kann der Mittelstand auch in Zukunft seinen nicht unerheblichen Teil dazu beitragen.“

Kontakt: Jörn Kater, Leiter Metropolregion Hannover des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), Telefon: +49 5571 9169981, E-Mail: joern.kater@bvmw.de

Veraltete Verwaltung bremst den Mittelstand aus

Diese Mahnung richtet Jörn Kater, Leiter der Metropolregion Hannover und Landesbeauftragter für Politik des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), im Namen aller Mittel-ständler an die niedersächsische Landesregierung. „Die Tatsache, dass in Niedersachsen noch immer vielerorts das Prinzip der „IT zu Fuß“ praktiziert wird, scheint bei den ehrgeizigen Digita-lisierungsplänen von Wirtschaftsminister Bernd Althusmann leider unter zu gehen“, klagt der Mittelstandvertreter.

Die ernsten Folgen der veralteten Behörden-Kommunikation bekommen Mittelständler beinahe täglich schmerzlich zu spüren. Bei Anträgen, an denen mehrere Behörden beteiligt sind, müssen schriftliche Unterlagen oft noch immer auf Papier in zigfacher Ausfertigung eingereicht werden. Grund dafür ist unter anderem, dass es keine Vernetzung zwischen den einzelnen Instanzen und kein modernes Dokumentenmanagement gibt. Dies führt auch zu viel zu langen Genehmi-gungszeiten. Gepaart mit oft überflüssigen bürokratischen Hürden, wie beispielsweise im Um-weltrecht, werden Mittelständler dadurch in ihrer Entwicklung massiv behindert.

Als Stimme des Mittelstands fordern wir deshalb den Wirtschaftsminister auf, beim wichtigen Thema Digitalisierung sich nicht Glasfaserkabeln, sondern einer zügigen Realisierung des  E-Governments zu widmen. Und wenn auch das Versprechen vom Bürokratieabbau in die Tat umgesetzt würde, können niedersächsische Mittelständler endlich ihre volle Energie sinnvoll für den wirtschaftlichen Erfolg des Landes einsetzen.“

Kontakt: Jörn Kater, Leiter Metropolregion Hannover des Bundesverbands mittelständische Wirt-schaft (BVMW), Telefon:    +49 5571 9169981, E-Mail: joern.kater@bvmw.de

Nein, nicht einfach weiter so

Auf diese einfache Formel bringt Jörn Kater, Leiter Metropolregion Hannover und Landesbeauftragter für Politik des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), die Haltung des niedersächsischen Mittelstands zu der kontrovers ge-führten Diskussion über eine Ampel-Koalition auf Landesebene. „Natürlich sollte keine demokratische Partei die Zusammenarbeit mit anderen kategorisch ableh-nen“, erklärt Kater weiter. „Wenn aber die Voraussetzung für eine solche Koalition die Aufgabe nahezu sämtlicher Wahlversprechen erfordert, kann sie wohl kaum guten Gewissens eingegangen werden.

Der BVMW appelliert daher an die FDP-Landtagsfraktion, keine Rolle rückwärts bei ihrem „Nein“ zu einer Ampelkoalition zu vollziehen. Viele Unternehmerinnen und Unternehmer haben der FDP gerade deswegen ihre Stimme gegeben, weil sie ein „Weiter so“ in der Wirtschafts-, Finanz- und Bildungspolitik des Landes ablehnen. Als kleinster Partner einer von der SPD geführten Landesregierung droht ihr das Schicksal eines liberalen Feigenblattes. Die zurückgewonnene Glaubwürdigkeit gebietet es der FDP, keinen Wortbruch zu begehen und damit Standfestigkeit zu beweisen. Nur so kann die Chance bestehen, einen dringend erforderlichen Kurs-wechsel in der Landespolitik herbeizuführen und die neue Landesregierung mit ei-nem klar erkennbaren marktwirtschaftlichen Kompass auszustatten.“

Kontakt: Jörn Kater, Leiter Metropolregion Hannover des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), Telefon: +49 5571 9169981, E-Mail: joern.kater@bvmw.de

Die Zukunft des Landes ist wichtiger als persönliche Animositäten

Dies gibt Jörn Kater, Leiter Metropolregion Hannover und Landesbeauftragter für Politik des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), den Parteien, angesichts der unklaren Mehrheitsverhältnisse nach der niedersächsischen Landtagswahl zu bedenken. „Bei den nun ohne Frage schwierigen Koalitionsverhandlungen, muss das Wohl des Landes im Mittelpunkt stehen“, erklärt Kater weiter. „Denn um die Zukunftsfähigkeit Niedersachsens sicherzustellen, gibt es mehr als genug zu tun.

Eines der größten Probleme aus Sicht des Mittelstands ist der Fachkräftemangel. Jüngsten Umfragen zufolge sehen 54 Prozent der Unternehmer darin das größte Risiko für ihre weitere Geschäftsentwicklung. Hauptgrund für die fehlenden Fachkräfte, ist die zu geringe Zahl qualifizierter Berufseinsteiger. Vor diesem Hintergrund wiegt der miserable Zustand der Berufsbildenden Schulen in Niedersachsen doppelt schwer. Hier ist die Unterrichtsversorgung seit dem Jahr 2005 von schlechten 91,5 Prozent auf nun unverantwortliche 88,1 Prozent gesunken. Als Stimme des Mittelstands fordern wir deshalb von der sich neu gründenden Landesregierung, diesen wirtschaftsschädigenden Bildungsmissstand umgehend zu beheben.

Nicht minder dringend ist eine Beendigung der Blockaden beim Ausbau des Verkehrsnetzes. Nur ein schnellstmöglicher Straßen- und Autobahnbau kombiniert mit einem digitalen Infrastrukturausbau kann verhindern, dass Niedersachsen den Anschluss an wirtschaftliche Entwicklungen verliert.

Mit seiner Innovationskraft und seinem Unternehmergeist, ist der Mittelstand traditionell der gute laufende Motor für Niedersachsens Wirtschaft. Nun ist die Politik gefordert mit zielorientiertem Handeln und gegebenen Falls mit pragmatischen Bündnissen ihren Teil dazu beizutragen, damit dieser Mittelstandsmotor nicht ins Stocken gerät.“

Kontakt: Jörn Kater, Leiter Metropolregion Hannover des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), Telefon: +49 5571 9169981, E-Mail: joern.kater@bvmw.de

 

 

Zukunft verlangt nach aktiver Wirtschaftspolitik

Hannover: Diese Forderung stellt Jörn Kater, Leiter Metropolregion Hannover und Landesbeauftragter für Politik des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), an die neugewählten Abgeordneten des Bundestages und die künftige Bundesregierung. „Statt die Weichen für die Zukunft zu stellen wurde unter der Großen Koalition der wirtschaftliche Erfolg nur verwaltet“, so Kater weiter. „Da wundert es wenig, dass in einer aktuellen bundesweiten Umfrage unter 2.400 Mittelständlern des BVMW, mehr als die Hälfte der Unternehmer die Arbeit der schwarz-roten Bundesregierung nur „ausreichend“ oder gar „ungenügend“ bewerteten.

Als Stimme des Mittelstands fordern wir die neue Bundesregierung deshalb dringend auf, den radikalen Umwälzungen durch den Demografischen Wandel und die Digitalisierung Rechnung zu tragen. Den Wirtschaftsstandort fit für die Zukunft zu machen, muss ein Kernpunkt der künftigen Regierungsarbeit sein. Die Senkung der Bürokratiekosten, die im vergangenen Jahr erstmals die Grenze von 45 Milliarden Euro überschritten haben, steht für den Mittelstand weit oben auf der Agenda für die neue Bundesregierung. Ebenso wichtig ist den Unternehmern das Thema Bildung. Jeder zweite Mittelständler erwartet wirksamere Investitionen in die Aus- und Weiterbildung. Darüber hinaus sollten Maßnahmen zur steuerlichen Forschungsförderung zielgenau innovative Mittelständler stärken.

Mit seiner Innovationskraft ist der Mittelstand traditionell der starke Motor der deutschen Wirtschaft. Damit dies auch so bleibt, muss die Politik Unternehmer jetzt besonders aktiv bei ihrer Arbeit unterstützen.“

Kontakt: Jörn Kater, Leiter Metropolregion Hannover des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), Telefon: +49 5571 9169981, E-Mail: joern.kater@bvmw.de

 

Wunschdenken ist kein Ersatz für effektive Wirtschaftspolitik

Mit diesen Worten kommentiert Jörn Kater, Leiter Metropolregion Hannover des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), die jüngste Regierungserklärung von Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies. „Es hat den Mittelstand schon sehr überrascht, welch fantastische Zukunft der Minister für Niedersachsen sieht. Als ebenso wundersam empfanden es die Unternehmer, dass Olaf Lies scheinbar den derzeitigen wirtschaftlichen Erfolg als Ergebnis der Arbeit seines Ministeriums verbucht.

Die Realität im Land unterscheidet sich allerdings deutlich vom Wunschdenken des Ministers. Wer, wie Lies in seiner Erklärung avisiert, Niedersachsen als „Tor zur Welt“ und als „logistisches Herz Europas“ stärken will, muss zunächst die entsprechende Infrastruktur dafür schaffen. Derzeit bleibt der Verkehr in dem propagierten „Tor zur Welt“ leider im Stau stecken. Versprochene Abhilfen, wie der Bau der Autobahnen A 20 und A 39, lassen weiterhin auf sich warten.

Nicht minder irreführend ist die in der Regierungserklärung erwähnte positive Entwicklung am Arbeitsmarkt. Hier wird der Anschein erweckt, der hohe Beschäftigungsgrad sei ein Resultat der Regierungsarbeit. Ein Blick in den jüngsten Mittelstandsbericht 2012 – 2016 des Wirtschaftsministeriums eröffnet jedoch andere Einsichten. Danach schufen Niedersachsens Mittelstand und Handwerk zwischen 2010 und 2015 rund 180.000 neue sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse. In 2015 wurden zudem etwa Dreiviertel aller Ausbildungsplätze im Land von Betrieben mit weniger als 250 Mitarbeitern gestellt.

Die mittelständische Wirtschaft hat also ihre Aufgabe als Wirtschaftsmotor voll erfüllt. Damit dies auch in Zukunft geschehen kann, fordern wir als Stimme des Mittelstands die Landesregierung auf, sich mehr der Realisierung dringend notwendiger Rahmenbedingungen – etwa der flächendeckenden Breitbandanbindung - zu widmen, statt mit fantastischen Ideen hausieren zu gehen.“

Kontakt: Jörn Kater, Leiter Metropolregion Hannover des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), Telefon: +49 5571 9169981, E-Mail: joern.kater@bvmw.de

 

Viel Wind und wenig Energiewende

So beschreibt Jörn Kater, Leiter Metropolregion Hannover des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), die bisherigen Arbeitsergebnisse der rot-grünen Landesregierung Niedersachsens in Sachen Energiewende. „In der sich dem Ende zuneigenden Legislaturperiode wurden zwar Fortschritte beim Wechsel von konventioneller zu regenerativer Energiegewinnung erzielt; die einmaligen Chancen der Energiewende, etwa die Dezentralisierung der Stromversorgung, wurden jedoch nicht einmal ansatzweise genutzt.

Nach wie vor ist die Energiewende in Niedersachsen eine windige Sache. Genauer gesagt ist die Windkraft mit einem Anteil von 60,6 Prozent der Hauptlieferant der im Jahr 2015 im Land produzierten regenerativen Energie. Der Strom von den zwischen Harz und Küste verteilten Windkraftanlagen wird aber nicht etwa vor Ort genutzt, sondern ins allgemeine Stromnetz eingespeist. Damit werden die Vorteile einer regionalen Energieversorgung schlichtweg ignoriert. Als Stimme des Mittelstands fordern wir darum erneut alle Verantwortlichen in Politik und Verwaltung auf, die Energieversorgung so dezentral wie möglich und so zentral wie nötig zu gestalten. Der Grund: Ein dezentrales Energiesystem wirkt preisdämpfend, weil es den Wettbewerb fördert, verbrauchsnah produziert wird, und somit weniger Übertragungsleitungen errichtet werden müssen. Insgesamt senkt dies die Stromkosten, erhöht die Versorgungssicherheit und steigert die Akzeptanz der Energiewende durch regionale Wertschöpfung.

Ebenso vergeblich wartet der niedersächsische Mittelstand bisher auf Maßnahmen der Landesregierung, die den rasant steigenden Strompreis senken könnten. So lassen die Rahmenbedingungen für die Eigenstromversorgung noch viel zu wünschen übrig. Dabei handelt es sich hier um einen wichtigen Baustein für künftige Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstands. Schon heute warnt die Bundesnetzagentur vor rapide steigenden Energiepreisen. Denn die Kosten für den Ausbau des Stromnetzes, um Ladesäulen für Elektroautos mit Strom zu versorgen, sollen alle Verbraucher über die Netzentgelte zahlen.

Doch auch wenn es einiges zu verbessern gilt, grundsätzlich begrüßt der Mittelstand natürlich die Energiewende und damit verbundenen Entwicklungen. Wer die daraus entstehenden Potentiale aber wirklich sinnvoll nutzen will, muss die Energiewende vom reinen Wechsel der Energieträger hin zum echten Paradigmenwechsel in Sachen Energieversorgung entwickeln.“

Kontakt: Jörn Kater, Leiter Metropolregion Hannover des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), Telefon:+ 49 5571 9169981, E-Mail: joern.kater@bvmw.de

 

Unternehmergeist ist gefordert

Zu dieser Überzeugung gelangt Jörn Kater, Leiter Metropolregion Hannover des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), bei der Prognose für den niedersächsischen Mittelstand für das Geschäftsjahr 2017. „Den nach wie vor guten Konjunkturdaten stehen auch neue und alte Herausforderungen gegenüber, die nach den Stärken des Mittelstands verlangen.“

Dazu zählt Kater unter anderem den Paradigmenwechsel vom Diesel- zum Elektromotor bei VW. „Hier wird die Innovationskraft von zahlreichen mittelständischen Zulieferern gefordert sein, um diese für alle Beteiligten große Aufgabe erfolgreich zu meistern. Exportorientierte Unternehmer werden sich zudem mit den Folgen des Brexit beschäftigen müssen. Schließlich ist Großbritannien laut dem Landesamt für Statistik Niedersachsen das zweitwichtigste Bestimmungsland niedersächsischer Exportgüter. Der Wandel vom EU-Mitglied zum nichteuropäischen Handelspartner wird für unsere mittelständischen Unternehmen viele bürokratische, aber auch finanzielle Konsequenzen nach sich ziehen.
Außerhalb der Metropolen leiden zudem noch immer viele Unternehmen unter einer mangelhaften digitalen und verkehrstechnischen Infrastruktur. Das mindert nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit der dort ansässigen Firmen, sondern steigert auch den Fachkräftemangel. Als Stimme des Mittelstands fordern wir deshalb die Politik auf, mehr in die Infrastruktur in der Fläche zu investieren und einer Verödung des ländlichen Raums entgegen zu wirken. Denn mit dem Unternehmergeist des Mittelstands lassen sich die meisten anderen Herausforderungen bestens meistern.“

Kontakt: Jörn Kater, Leiter Metropolregion Hannover des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), Telefon: +49 5571 9169981

 

Notwendige  Impulse für Niedersachsens Wirtschaft

Vor dem Hintergrund der jüngsten Wirtschaftszahlen schickt Jörn Kater, Leiter Metropolregion Hannover des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), diese Forderung in Richtung Landespolitik. Niedersachsen verzeichnete im ersten Halbjahr 2016 laut Landesamt für Statistik ein preisbereinigtes Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von nur 1,7 Prozent – der Bundesschnitt lag hingegen bei 2,3 Prozent. „Die Gründe für dieses schlechte Abschneiden sind neben den die Zulieferer stark belastenden Sparplänen von Volkswagen, vor allem ungünstige Parameter für den Mittelstand“, erklärt Kater.

„Dazu zählt die für Januar 2017 angekündigte Erhöhung der Umlage für Erneuerbare Energien (EEG) von derzeit 6,35 auf 6,88 Cent. Spätestens diese Rekorderhöhung sollte jedem Wirtschaftspolitiker verdeutlichen, dass eine tiefgreifende Reform des EEG dringend nötig ist. Bereits jetzt sind die deutschen Unternehmen durch die zweithöchsten Strompreise Europas beim Wettbewerb gehemmt. Als Stimme des Mittelstands fordert der BVMW darum die niedersächsische Landesregierung auf, sich intensiv für die Abschaffung der garantierten Vergütung einzusetzen und stattdessen für eine marktorientierte Preisgestaltung zu plädieren.

Ebenso belastend für das Wachstum wirkt sich inzwischen der Fachkräftemangel in niedersächsischen Betrieben aus. Jeder dritte Unternehmer hat Probleme, Stellen neu zu besetzen. Verstärkte Aus-und Weiterbildungsmaßnahmen können jetzt nicht mehr nur allein Sache der Unternehmer sein. Auch hier ist die Politik gefordert, geeignete Schritte zügig in die Wege zu leiten.“

Kontakt: Jörn Kater, Leiter Metropolregion Hannover des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), Telefon: +49 5571 9169981

 

Wirtschaftliches Wachstum verlangt nach einer klugen Kommunalpolitik

Dies gibt Jörn Kater, Leiter Metropolregion Hannover des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), anlässlich der in Niedersachsen am 11. September 2016 anstehenden Kommunalwahl, zu bedenken. „Auch die Ratsmitglieder kleinerer Gemeinden haben heute weit mehr zu entscheiden, als die Einrichtung verkehrsberuhigter Zonen. Unabhängig von den neugewählten politischen Mehrheiten sind darum auf die regionalen Verhältnisse abgestimmte, zukunftsweisende Konzepte gefragt.

In dem nach der Sommerpause nun langsam beginnenden Wahlkampf stehen jedoch Themen wie Bildungs-, Betreuungs- und Freizeitangebote im Vordergrund. Welche Rahmenbedingungen die Parteien für lokale Unternehmen schaffen wollen, wird hingegen kaum angesprochen. Als Stimme des Mittelstands fordern wir deshalb die Kandidaten auf, der enormen Wichtigkeit kommunaler Wirtschaftspolitik Rechnung zu tragen und im Wahlkampf konkrete Aussagen über ihre Wirtschaftskonzepte zu machen. Dabei erwarten wir unter anderem Pläne für lokale Anstrengungen, die dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Ebenso wichtig sind schlüssige Konzepte für eine sichere, kostengünstige Energieversorgung. Außerdem gilt es Fragen nach der Entwicklung der lokalen Infrastruktur, inklusive Breitbandausbau, zu beantworten.

Die Wahlkämpfer in den Städten und Gemeinden müssen sich einem breit gefächerten Themenfeld widmen. Doch nur mit einer klugen Standortpolitik können sie im Falle eines Wahlsieges auch auf die Unterstützung des Mittelstands, dem starken Motor unserer Wirtschaft setzen.“

Kontakt: Jörn Kater, Leiter Metropolregion Hannover des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), Telefon: +49 5571 9169981

 

Moderne Verkehrswege sind zukunftsentscheidend

Dies gibt Jörn Kater, Leiter Metropolregion Hannover des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), den Kritikern der für Niedersachsen relevanten Projekte im Bundesverkehrswegeplan 2030 zu bedenken. „Der Mittelstand jedenfalls ist hoch erfreut über die längst überfälligen Milliardeninvestitionen in den Aus- und Neubau wichtiger Verkehrswege.

Besonders positiv zu werten ist, dass Berlin zentrale Projekte wie die Küstenautobahn A20, die A39 Wolfsburg-Lüneburg und den vierspurigen Ausbau der Europastraße 233 von der niederländischen Grenze bei Meppen Richtung Cloppenburg in die Kategorie ‚vordringlicher Bedarf‘ aufgenommen hat. Der Ausbau dieser wichtigen Verkehrsadern kommt nicht nur der Wirtschaft zugute, sondern erleichtert auch tausenden Pendlern künftig ihren Arbeitsweg. Ebenso erfreulich sind die geplanten Investitionen von 2,5 Milliarden Euro für den Güterverkehr auf der Schiene von den Häfen ins Hinterland.

So positiv die Berliner Pläne auch sind, so darf darüber jedoch nicht vergessen werden, dass auch auf Landesebene die entsprechenden Hausaufgaben zu erledigen sind, um moderne Verkehrswege in Niedersachsen Realität werden zu lassen. Als Stimme des Mittelstands fordern wir die niedersächsische Regierung darum auf, Einigkeit über den in der Koalition strittigen Bau der Autobahnen 20 und 39 zu schaffen. Außerdem müssen zeitnah ausreichende Planungsmittel bereitgestellt werden, damit die Landesstraßenbauverwaltung die Projekte vorantreiben kann. Gelingt dies nicht, könnte Niedersachsens wirtschaftliche Zukunft dabei auf der Strecke bleiben.“

Kontakt: Jörn Kater, Leiter Metropolregion Hannover, E-Mail: joern.kater@bvmw.de Tel.:  05571/9169981

 

Energiewende bleibt im Kabelnetz hängen

Diese Befürchtung äußert Jörn Kater, Leiter Metropolregion Hannover des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), stellvertretend für zahlreiche Unternehmer Niedersachsens. „Das Mahnschreiben, welches Bundeswirtschaftsminister Gabriel kürzlich an die Landesregierung in Sachen Netzausbau sandte, bestätigt diese Vermutung unglücklicherweise“, so Kater.

Laut dem Schreiben des Ministers sollen Thüringen und Sachsen hundertprozentig, Schleswig-Holstein zu 42 Prozent, Niedersachsen jedoch gar nicht im Plan für das zu errichtende Kabelnetz sein. „Für Niedersachsen als Küsten- und Transitland ist diese Verzögerung nicht nur ein Armutszeugnis, sondern langfristig auch eine enorme wirtschaftliche Belastung“, meint der Vertreter des Mittelstands. „Wegen des fehlenden Netzanschlusses fehlt beispielsweise für die gesamte Windenergiebranche die erforderliche Planungssicherheit für größere Projekte. Zudem entstehen durch sich ständig ändernde Vorgaben beim  Stromnetzausbau erhebliche Kosten, die Unternehmer in Form eines höheren Strompreises belasten werden. Bestes Beispiel dafür: Die Stromtrasse Südlink. Sie soll die Hauptschlagader der Energiewende werden und den Strom von der Küste in den Süden bringen. Ihre Route führt quer durch Niedersachsen und rief heftige Proteste hervor. Wegen einer gesetzlichen Änderung soll nun dem Erdkabel, vorher nur als Ausnahme gedacht, gegenüber überirdischen Strommasten der Vorrang eingeräumt werden. Folge davon: Die Planer müssen ihre Trassenverläufe nun neu zeichnen. Die Kriterien dafür haben die Genehmigungsbehörden jedoch noch nicht festgelegt.

Als Stimme des Mittelstands fordern wir die politisch Verantwortlichen auf, den benötigten Netzausbau massiv voranzutreiben und etwaige Hindernisse schnellstens zu beseitigen. Anderen Falls wird die vielbeschworene Energiewende im nicht vorhandenen Kabel steckenbleiben.“

Kontakt: Jörn Kater, Leiter Metropolregion Hannover, E-Mail: joern.kater@bvmw.de Tel.:  05571/9169981

 

Niedersachsens Mittelstand sieht die Zukunft positiv

So beschreibt Jörn Kater, Leiter Metropolregion Hannover des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), die Stimmung der Mehrheit der Unternehmer. „Grund für die positiven Einschätzungen der Wirtschaftsentwicklung ist neben dem niedrigen Ölpreis und dem schwachen Euro, vor allem die unvermindert starke Binnennachfrage“, erklärt er weiter. „Doch der Mittelstand ist natürlich beim Blick in die Zukunft nicht blauäugig und ist sich auch der ernst zu nehmenden Risiken bewusst.“

Dazu zählen laut Kater vor allem die schwächelnde Konjunktur in Schwellenländern wie China und Brasilien sowie die schwierige Lage im Russlandgeschäft. „Unsere deutschsprachigen Auslandsbüros helfen unseren Mitgliedern jedoch auch in diesen schwierigeren Zeiten bei der Herausforderung ihre Marktpräsenz zu etablieren, zu festigen oder auszubauen, indem wir erfolgreiche Geschäftsverbindungen ermöglichen, wertvolle Informationen beschaffen und wichtige Kontakte knüpfen“, so der Vertreter des Mittelstands.

„Neben den Einwirkungen von außen, müssen sich einige Branchen auch den Herausforderungen eines Strukturwandels stellen. Beispielsweise gilt es für traditionelle Ladengeschäfte im Einzelhandel neue Wege zu finden, um neben dem boomenden Online-Handel weiter bestehen zu können. BVMW-Mitglieder können sich dabei professioneller Unterstützung sicher sein. Auch das IBWF-Institut, das größte fachübergreifende und flächendeckende Beraternetzwerk (Unternehmensberater, Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer) und Partner des BVMW unterstützt den Mittelstand in Deutschland.

Alles in allem können Mittelständler also in Niedersachsen der Zukunft positiv entgegen sehen. Und wenn es doch zu unerwarteten Problemen kommen sollte, wissen sie ja mit dem BVMW einen starken Partner an ihrer Seite.“

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Konjunkturaufschwung festigt sich

Zu dieser Feststellung gelangt Jörn Kater, Leiter des Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) in der Metropolregion Hannover, beim Blick auf die Entwicklungen im Mittelstand. „Zum Jahreswechsel sahen viele Unternehmer nur mit verhaltenem Optimismus in die Zukunft, jetzt ist die Stimmung deutlich positiver“, erklärt Kater.

„Die Ursachen für diesen Wandel sind vielfältig. So belebt beispielsweise der schwache Euro den Export, der niedrige Ölpreis hält Produktionskosten im Rahmen und die hohe Beschäftigungsquote sorgt für eine lebhafte Binnennachfrage. Die positive Konjunkturentwicklung zeugt aber auch von der Fähigkeit des Mittelstands, schwierige Situationen, wie die Ukraine-Krise und die nur langsam wieder Fahrt aufnehmende Wirtschaft in der Eurozone, bewältigen zu können und gestärkt daraus hervorzugehen. Das belegt unter anderem die deutlich geringere Zahl der Insolvenzen von Unternehmen in der Region Hannover. Laut statistischem Landesamt ist die Zahl der Firmenpleiten im ersten Quartal 2015 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund ein Drittel auf 137 Fälle gesunken. Gleichzeitig wurden 545 Firmen neu im Handelsregister eingetragen.

Diese positiven Entwicklungen lassen jedoch manch anderes Problem, etwa den Fachkräftemangel, noch deutlicher hervortreten. Trotz des hohen Engagements der mittelständischen Unternehmer werden sie diese und ähnliche Herausforderungen nicht ohne tatkräftige Unterstützung seitens der Politik bewältigen können. Als Stimme des Mittestands appellieren wir deshalb an die politisch Verantwortlichen, sich nicht von den positiven Zahlen blenden zu lassen. Ein nachhaltiger Wirtschaftserfolg lässt sich nur erreichen, wenn heute die richtigen Maßnahmen für zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten eingeleitet werden.

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Der flächendeckende Mindestlohn schadet mehr als er nützt

Zu diesem Schluss kommt Jörn Kater, Leiter des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW) in der Metropolregion Hannover, beim Blick auf die spürbar negativen Folgen des seit Anfang des Jahres vorgeschriebenen Mindestlohns. Zahlreiche mittelständische Betriebe sehen sich bereits jetzt gezwungen, Hilfskräfte durch Maschinen zu ersetzen.

„Lebensmittelproduzenten, die bisher beispielsweise für die Spargelernte Saisonkräfte engagierten, können nur durch solch drastische Maßnahmen ihre Konkurrenzfähigkeit erhalten“, so Kater. „Für mittelständische Betriebe bedeutet dies eine übermäßige Belastung. Gleichzeitig werden durch den überhöhten Mindestlohn Beschäftigungsmöglichkeiten für minderqualifizierte Arbeitnehmer zerstört.“

Negative Auswirkungen des Mindestlohns sind aber auch in der Ausbildung von Fachkräften spürbar. „Solange auch Praktikumsstellen diesem gesetzlichen Eingriff in die Tarifautonomie unterliegen, werden Studenten es sehr schwer haben, Unternehmen zu finden, in denen sie ihre Bachelor- oder Masterarbeiten erstellen können“, betont der BVMW-Vertreter. „Neben den für den Mittelstand nahezu untragbaren finanziellen Belastungen, sind auch die mit dem Mindestlohn verbundenen Haftungsrisiken und neuen Überwachungsvorschriften entschieden zu umfangreich. Ein von der Politik vielbeschworener Abbau von Bürokratie sieht sicher anders aus.“

Kater sieht dringenden Handlungsbedarf, damit der Mindestlohn nicht noch weiteren Schaden anrichten kann: „Als Stimme des Mittelstands fordern wir die politisch Verantwortlichen auf, schnellstmöglich unverzichtbare Korrekturen am Mindestlohngesetz vorzunehmen. Beispielsweise müssen Ausnahmeregelungen, etwa für Praktikanten und Saisonarbeiter, geschaffen werden. Zudem muss der bürokratische Aufwand für die Unternehmer minimiert und das Haftungsrisiko an den Realitäten der Geschäftswelt angepasst werden.“

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Niedersachsens Innovationskraft wird schwächer

Diese Befürchtung äußert Jörn Kater, Leiter des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW) in der Metropolregion Hannover, angesichts der zurückgehenden Patentanmeldungen in Niedersachsen. Bereits zum zweiten Mal in Folge sank hier die Zahl der Erfindungen, wie dem Jahresbericht 2013 des Deutschen Patent- und Markenamt zu entnehmen ist.

„Im Klartext bedeutet dies nichts anderes, als dass Niedersachsen, das Land in dem mit der CeBIT und der HANNOVER MESSE die größten Innovationsmessen der Welt veranstaltet werden, stetig an Innovationskraft verliert“, erklärt Kater. Betrachtet man die pro Kopf Patentanmeldungen je 100.000 Einwohner, rangiert Niedersachsen im Vergleich mit den anderen Bundesländern derzeit im Mittelfeld. „Soll künftig der Anschluss an die anderen Bundesländer nicht verloren gehen, muss schnellstens gehandelt werden“, so Kater. „Als Stimme des Mittelstands fordern wir die Landesregierung darum auf, Maßnahmen zu ergreifen, die für einen besseren Wissenstransfer zwischen Forschung und Wirtschaft sorgen.“

Besonders starken Entwicklungsbedarf sieht Jörn Kater bei der Kooperation zwischen Kleinunternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten und der Wissenschaft. „Potentielle Erfolgsstorys von Tüftlern, die aus ihren Garagen heraus bahnbrechende Erfindungen gemacht haben, bleiben oft wegen mangelnder Unterstützung in den Anfängen stecken“. Allerdings reicht es laut dem Mittelstands-Vertreter nicht aus, Kleinunternehmen stärker mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen zu vernetzen. „Es müssen auch Anstrengungen unternommen werden, um mögliche Vorurteile und Schwellenängste zu überwinden“, rät Jörn Kater. „Nur dann können Tüftler und Forscher zu einer neuen Innovationskraft verschmelzen.“

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