Unternehmensnachfolge erfolgreich gestalten

Auf zehntausende deutsche Unternehmen kommt in den nächsten Jahren das Thema des Generationswechsels in der Führungsetage zu. Häufig schauen Unternehmer mit Sorge darauf, da es immer schwieriger wird, einen passenden Nachfolger zu finden.

Generationswechsel im Mittelstand – So gestalten Sie eine erfolgreiche und kontrollierte Altersnachfolge

 

Auf zehntausende deutsche Unternehmen kommt in den nächsten Jahren das Thema des Generationswechsels in der Führungsetage zu. Häufig schauen Unternehmer mit Sorge darauf, da es immer schwieriger wird, einen passenden Nachfolger zu finden. Dennoch gibt es einige Ansatzpunkte, um den Übergang möglichst erfolgreich zu gestalten.

 

Die Facetten der Nachfolgeproblematik

Der Anteil der Unternehmen, die zum Mittelstand gehören, liegt bundesweit bei 99,5 Prozent. Mit 93 Prozent davon bilden Familienbetriebe die absolute Mehrheit. Aus unterschiedlichen Gründen wird es allerdings gerade in diesen immer schwieriger, einen geeigneten Nachfolger zu finden. Zum einen war es in der Vergangenheit Gang und Gäbe, dass die Nachkommen eines Eigentümers nach dessen Ruhestand das laufende Unternehmen weiterführen. Veränderte Rahmenbedingungen lassen aber die Nachfolge im traditionellen Mittelstandsunternehmen teilweise nicht mehr so attraktiv erscheinen bzw. kommt es häufiger dazu, dass die jüngere Generation lieber andere berufliche Wege einschlagen möchte.

Zum anderen beeinflusst der allgemein um sich greifende demografische Wandel auch die Altersstruktur in den Unternehmen. Auf immer mehr ältere Inhaber kommen immer weniger jüngere Menschen, die potenziell eine Nachfolge anstreben würden. Seit 2002 hat sich die Anzahl der Eigentümer über 55 Jahre verdoppelt, während sich die Zahl der jüngeren Unternehmer im selben Zeitraum halbiert hat. Diese Problematik wird sich perspektivisch sogar noch verschärfen, da sich zwischen 2025 und 2035 die geburtenstarken Jahrgänge vermehrt in den Ruhestand verabschieden werden.

Sowohl innerhalb als auch außerhalb der Familie gestaltet sich demnach die Suche nach geeigneten Nachfolgern nicht immer einfach. Auch ein innerbetriebliches Kaufszenario -  beispielsweise durch eine beschäftigte Führungskraft (ein sog. Management-Buy-Out, kurz MBO) - lässt sich im Zuge des in einigen Branchen herrschenden Fachkräftemangels mitunter schwieriger realisieren.

 

 

Arten Der Unternehmensnachfolge

Die Varianten der internen Nachfolgeregelung wurden bereits erläutert. Hier wird das Unternehmen entweder an Familienmitglieder übergeben oder es wird durch bereits im Betrieb tätige Personen (MBO) weitergeführt.

Gibt es innerhalb dieses Kreises keine geeigneten oder interessierten Kandidaten, wird eine externe Nachfolge angestrebt. Hierbei kann zwischen drei Käufer- bzw. Investorentypen unterschieden werden: Kauft eine externe Privatperson das Unternehmen und macht sich damit selbstständig, spricht man von einem Management-Buy-In (MBI). Dieses Szenario stellt eine eher langfristige Investition dar, bei der auch die stabile Fortführung des bestehenden Unternehmens im Fokus steht.

Strategische Investoren können sowohl Lieferanten, Kunden, Kooperationspartner als auch Wettbewerber sein. Meist handelt es sich bei ihnen um andere (mittelständische) Unternehmen, die aus derselben oder aus verwandten Branchen stammen und das eigene Firmenprofil durch den Zukauf von Know-how, Produkten oder Dienstleistungen festigen oder erweitern wollen. Strategische Investoren aus dem Ausland, die in der deutschen Unternehmenslandschaft Fuß fassen wollen, sind mittlerweile ebenfalls nicht unüblich.

Finanzinvestoren nutzen in der Regel Fremdkapital, um Unternehmensanteile zu kaufen. Hierbei verfolgen sie vor allem profitorientierte Ziele, da das eingesetzte Kapital möglichst schnell und erfolgreich verzinst werden soll. Sie sind vor allem an aussichtsreichen und stabilen Unternehmen interessiert, die das Potenzial haben, auch zukünftig gute Erträge zu generieren. Häufig werden diese dann in einem Zeitraum von ca. fünf bis sieben Jahren gewinnbringend wieder weiterverkauft.

Welcher der drei externen Käufertypen für das eigene Unternehmen am sinnvollsten in Frage kommt, hängt von verschiedenen und individuellen Faktoren ab. Um diese Entscheidung fundiert treffen zu können, empfiehlt sich die Inanspruchnahme eines professionellen Nachfolgeberaters.

 

 

Die frühzeitige Vorbereitung ist der Schlüssel

Unabhängig davon, ob die Wahl auf eine interne oder eine externe Nachfolgeregelung fällt, müssen einige Vorbereitungen getroffen werden. Generell ist die zeitliche Komponente dabei nicht zu unterschätzen. Nach Einschätzung der Experten der IHK nimmt eine erfolgreiche Nachfolgeregelung eine Spanne von bis zu fünf Jahren in Anspruch. In der Praxis hat sich eine Vorlaufzeit von neun bis 24 Monaten etabliert. In dieser Zeit muss beispielsweise geplant werden, welche Form der Nachfolge zum Tragen kommen soll,  welcher Käufertyp sich ggf. anbietet oder wie der Unternehmensverkauf aus steuerlicher Perspektive ideal gestaltet werden kann. Soll es zu einem Verkauf an einen Externen kommen, muss zudem eine realistische Unternehmensbewertung vorgenommen werden. Diese ist sowohl die Grundlage für die zielorientierte Ansprache von Kaufinteressenten als auch für den erfolgreichen Abschluss des gesamten Verkaufsprozesses.

Darüber hinaus lässt sich mit entsprechendem Vorlauf die konkrete Übergabe gründlicher vorbereiten. Ein Nachfolger kann so bestenfalls Personal und Firmenabläufe bereits frühzeitig kennenlernen.

 

 

Typische Fallstricke beim Unternehmensverkauf

Wie beschrieben, hat sich in den vergangenen Jahren ein Ungleichgewicht zwischen dem Bedarf und der Verfügbarkeit von potenziellen Nachfolgern für die Führung eines mittelständischen Unternehmens entwickelt.

Wird nun ein Unternehmen zum Verkauf angeboten, am Markt allerdings nicht zufriedenstellend nachgefragt, kann dies verschiedene Gründe haben:

 

  • Hat der Eigentümer unrealistische und überzogene Preisvorstellungen, werden mögliche Kaufinteressenten davon abgeschreckt.
  • Gründet sich der Erfolg des Unternehmens zu stark auf die Personalie des bestehenden Inhabers, gestaltet sich ein Verkauf in der Regel sehr schwierig, da dessen Wegfall oft gar nicht oder nur langsam kompensiert werden kann.
  • Soll das Unternehmen zu einem Zeitpunkt übergeben werden, zu dem wenige Strukturen und Prozesse definiert sind oder beispielsweise ein Investitionsstau besteht, drückt dies entweder den Unternehmenswert erheblich oder erschwert grundsätzlich die Suche nach einem interessierten Nachfolger.

 

Treffen nur einige dieser Punkte auf das zu verkaufende Unternehmen zu, bietet es für einen Nachfolger vermutlich keine reizvolle Option, dieses weiterzuführen. Hier besteht dringender Handlungsbedarf, um die Attraktivität des Unternehmens zu erhöhen und so doch einen geeigneten Kaufinteressenten zu finden.

 

 

Tipps für eine erfolgreiche Nachfolge

Die erwähnten Stolpersteine können mithilfe verschiedener Vorkehrungen umgangen werden, um den gesamten Nachfolgeprozess letztlich zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Zu diesen Vorbereitungen zählen beispielsweise folgende Punkte:

 

  • Eine frühzeitige Beschäftigung mit dem Thema der Nachfolge wirkt sich immer positiv aus. Auf diese Weise kann nicht nur ein höherer Verkaufspreis erzielt werden, sondern auch die Übergabe möglichst reibungslos gestaltet werden.
  • Eine professionelle und realistische Unternehmensbewertung schützt vor überzogenen Vorstellungen, die sich negativ auf die Suche nach Kaufinteressenten auswirken können.
  • Sollte das Unternehmen stark abhängig von einem sehr kleinen Kundenkreis sein, ist es ratsam, weitere Kunden zu akquirieren und langfristig an sich zu binden. So verkleinert sich einerseits das unternehmerische Risiko und erhöht sich andererseits die Attraktivität des Unternehmens für potenzielle Käufer.
  • Gleiches gilt für die Abhängigkeit vom bestehenden Eigentümer. Je stärker diese reduziert wird und sowohl Firmenwissen als auch Verantwortung auf weitere Mitarbeiter übergehen, desto bessere Chancen hat das Unternehmen auch unabhängig vom Vorbesitzer erfolgreich zu sein.
  • Wer in den Prozess des Unternehmensverkaufs einen erfahrenen M&A-Berater einbindet, genießt eine Vielzahl von Vorzügen. Sowohl in der strategischen Planung, was Verkaufspreis und Verkaufszeitpunkt angeht, als auch im Bereich der gezielten und diskreten Kommunikation kann ein Berater den entscheidenden Vorteil bringen.

 

 

In der Praxis stehen Unternehmer regelmäßig vor der Herausforderung, welcher der über 300 Nachfolgeberater in Deutschland der Richtige für die individuelle Situation und Zielsetzung ist. Die Deutsche Unternehmensverkauf steht Ihnen daher in Fragen rund um die eigene Nachfolge diskret zur Seite und wählt angepasst auf Ihre Vorstellungen und Unternehmensbesonderheiten den passenden Nachfolgeberater für Sie aus. Nehmen Sie dazu vertraulich Kontakt mit unserem neuen Mitglied >>Deutschen Unternehmensverkauf<< auf.