Die Jugend hat Heimweh nach Zukunft

Jobcenter und St.-Thomas-Realschule plus veranstalten regionale Jobbörse.

Unter dem Motto „Azubi-Begeisterung anders“ führten das Projekt Inka-MYK (Innovation, Netzwerk und Kompetenz für Arbeitgeber in MYK) des Jobcenters Landkreis Mayen-Koblenz in Kooperation mit dem Bundesverband Mittelständische Wirtschaft (BVMW) und der St.-Thomas-Realschule plus eine regionale Jobbörse in der Andernacher Schule durch. Christoph Kretschmer, Bereichsleiter Projekte im Jobcenter MYK, eröffnete die Jobbörse der etwas anderen Art mit den Worten von Sartre: „Die Jugend hat Heimweh nach Zukunft!“, und lud die Schüler, Betriebe, Eltern und Vertreter der Schule sowie des Jobcenters MYK ein, an diesem Abend in einen engen Austausch miteinander zu treten. 420 Schüler hat Martin Leupold, Leiter der St.-Thomas-Realschule plus, an seiner Schule, die er in eine gesicherte Zukunft entlassen möchte.

Die sogenannte praxistagorientierte Ausbildungsgarantie, eine Art Pakt, den Schüler und ein Betrieb für ein Jahr eingehen, hat er sich daher von der ADD absegnen lassen. Innerhalb dieses Jahres wird der Schüler von der Schule freigestellt für einen wöchentlichen Praxistag, der im Betrieb verbracht wird. Ziel ist die anschließende Übernahme in ein Ausbildungsverhältnis.

Welche Voraussetzungen aus Arbeitgebersicht erfüllt sein müssen, stellte Martin Neudecker, Regionalgeschäftsführer der IHK, in einem Impulsvortrag dar: Neben schulischen Leistungen seien die sozialen Kompetenzen wie Team und Konfliktfähigkeit, Toleranz, Pünktlichkeit und gute Umgangsformen entscheidend. Sechs Betriebe aus der Region präsentierten an Infoständen ihre Berufsbilder. Mit dabei waren die Andernacher Betriebe Steuerberatungsbüro Schwickert, Roch Friseure, Aiconetworks, Waurig Bedachungen, SHD, ZA Pflege. Ein erstes Ergebnis des Abends kann sich bereits jetzt sehen lassen: Insgesamt fünf Jugendliche konnten in ein Berufsorientierungspraktikum vermittelt werden.