MITTELSTAND. MOTOR DER ENERGIEWENDE.

Energiepolitische Forderungen des Mittelstands.

Der Finanzausschuss des Bundestags hat erneut eine Senkung der #Stromsteuer abgelehnt. ❌ 
Dabei ist eine Senkung längst überfällig, würde die Wettbewerbsfähigkeit mittelständischer Unternehmen verbessern und auch den #Klimaschutz unterstützen. 
Unsere Erergiepolitischen Forderungen HIER:
https://bvmw.info/2Gi4MEr

DEZENTRALE  MITTELSTÄNDISCHE ENERGIEWENDE

Energiewende umsetzen: „so dezentral wie möglich, so zentral wie nötig“
Eine dezentrale, verbrauchsnahe Erzeugung aus Erneuerbaren Energien nach dem Prinzip „so dezentral wie möglich, so zentral wie nötig“ begrenzt die Kosten des Netzausbaus, verbessert das Verhältnis von Energiegewinnungskosten zu Infrastrukturkosten und stärkt den Wettbewerb auf dem Energiemarkt. Eine dezentrale Energiewende verringert somit die Kosten der Energiewende. Zudem verbleibt bei einer verbrauchernahen Energiegewinnung und Eigenverbrauch die Wertschöpfung in der Region. Dies stärkt auch den Mittelstand vor Ort. Das dezentrale Prinzip hat sich in der Strom- und Wärmeversorgung bereits bewährt. So werden Herausforderungen immer auf der niedrigsten möglichen Spannungsebene gelöst. Nur selten wird die nächsthöhere Spannungsebene zur Problemlösung hinzugezogen. Der Photovoltaik und der Windkraft kommt dabei aufgrund ihrer Dezentralität und der direkten Gewinnung von elektrischer Energie bei Gestehungskosten von weniger als 5 Cent/ kWh besondere Bedeutung zu. Neue Technologien wie die Power-to-Gas-Technologie können einen Ausgleich der Volatilität bei der Gewinnung erneuerbaren Stroms ermöglichen und somit eine Abschaltung oder Abregelung von Stromerzeugungsanlagen verhindern. Die bestehende, flächendeckende Gasinfrastruktur könnte zur Unterstützung einer versorgungssicheren, dezentralen Energieversorgung für den Transport von CO2-freiem, synthetischem Gas genutzt werden.

2. Mittelstand als Motor der Energiewende stärken
Die Notwendigkeit, den Klimawandel auf einen Temperaturanstieg von unter zwei Grad zu begrenzen, wurde vom Mittelstand erkannt. Die kleinen und mittleren Unternehmen unterstützen deshalb die Umstellung der Wirtschaft auf einen nachhaltigen Wachstumspfad. Der Mittelstand ist der Motor der Energiewende, denn es sind vor allem mittelständische Unternehmen, die für Innovationen im Energiebereich sorgen und tagtäglich vor Ort den Umbau der Energieversorgung durch ihre Produkte und Dienstleistungen vorantreiben. Die Zahl der Arbeitnehmer in der Erneuerbaren-Energien-Branche lag bereits 2015 bei über 330.000 Beschäftigten und übertraf damit die Zahl der Arbeitnehmer in der konventionellen Stromerzeugung um das Dreifache.  
Der Großteil der Arbeitnehmer in diesen Branchen wird von mittelständischen Unternehmen – vom Handwerksunternehmen bis zum Industriebetrieb – beschäftigt. Die Weltmarkt- und Technologieführerschaft Deutschlands im globalen Wachstumsmarkt der Erneuerbaren Energien muss deshalb weiter gestärkt werden. Dafür dürfen allerdings die Standortvorteile Deutschlands nicht durch zu hohe Energiepreise gefährdet werden. Das energiepolitische Zieldreieck aus Bezahlbarkeit, Umweltverträglichkeit und Versorgungssicherheit muss weiter das zentrale Maß der Energiepolitik  bleiben. Daher muss die Vielfalt der Akteure, die Beteiligung der Bürger und mittelständischer Unternehmen an der der Energiewende gewahrt bleiben. Eine nachhaltige, klimaneutrale und wettbewerbsfähige Wirtschaft kann  nur durch die Kombination der drei Ziele sowie die Förderung der Akteursvielfalt erreicht werden.