Afrika - Markt ohne Grenzen

Die neue Afrikanische Kontinentale Freihandelszone (AfCFTA) verhilft Afrika zu Wachstum und stärkt seinen Status als Akteur im internationalen Handel.

Seit dem 1. Januar 2021 haben die afrikanischen Länder offiziell den Handel im Rahmen der Afrikanischen Kontinentalen Freihandelszone (AfCFTA) aufgenommen. Durch die Covid- 19-Pandemie sind Lieferketten unterbrochen und das Wohlergehen der afrikanischen Bevölkerung bedroht. Weltweite Geschäftsschließungen, Unterbrechungen der nationalen und internationalen Lieferketten und Reisebeschränkungen haben zu einem erheblichen Rückgang des weltweiten Wachstums geführt.

Perspektiven für die Wiederbelebung der afrikanischen Wirtschaft

Die Pandemie hat gezeigt, dass Afrika zu sehr vom Rohstoffexport und von globalen Lieferketten abhängig ist. Afrika ist auf dem Weg, Reformen umzusetzen, um das Geschäftsklima auf dem gesamten Kontinent zu verbessern, seine Industrialisierung zu beschleunigen und die Produktion anzukurbeln, besonders durch die Entwicklung regionaler Wertschöpfungsketten, damit das verarbeitende Gewerbe und die Agrarindustrie den kontinentalen Markt beliefern. Die AfCFTA ermöglicht es, die starke Abhängigkeit des Kontinents von anderen Wirtschaftszonen der Welt zu verringern. Die Afrikanische kontinentale Freihandelszone wird langfristig die Zölle senken und den Handel mit Dienstleistungen liberalisieren, was Afrika zu einem attraktiveren Ziel für ausländische Investitionen macht.

Marktchancen für den deutschen Mittelstand

Die neue Freihandelszone wird einen einheitlichen afrikanischen Markt für Waren und Dienstleistungen schaffen, der 1,2 Milliarden Menschen mit einem Bruttoinlandsprodukt von 2,5 Billionen US-Dollar umfasst. Nach Angaben der Weltbank wird die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter in Afrika bis 2035 um voraussichtlich 450 Millionen Menschen, also um fast 70 Prozent wachsen. Der Binnenmarkt wird nicht nur den Handel, sondern auch die Mobilität der Menschen auf dem gesamten Kontinent fördern. Die AfCFTA wird es ausländischen Unternehmen ermöglichen, ihre Lieferketten an die sozioökonomischen Bedürfnisse Afrikas anzupassen. Kleine und mittlere Unternehmen finden in der Freihandelszone nicht nur Nischenmärkte, sondern können sich auch als Teil der Lieferkette von größeren Unternehmen spezialisieren.

Der innerafrikanische Handel wird mit der AfCFTA ein bedeutendes Wachstum erfahren. Zudem wird die Freihandelszone es Afrika ermöglichen, eine tiefere Integration in die globale Wertschöpfungskette zu erreichen und ein wichtiger Akteur in der Weltwirtschaft zu werden.

Der deutsche Mittelstand sollte die Vorteile der AfCFTA nutzen, um seine Aktivitäten auf dem Kontinent weiter auszubauen.

 

Gut zu wissen

Die Mittelstandsallianz Afrika des BVMW ist ein deutsch-afrikanisches Unternehmensnetzwerk, das zahlreiche Vertreter und Partnerverbände in Afrika dabei unterstützt, sich mit afrikanischen Unternehmen zu vernetzen und die Besonderheiten des afrikanischen Marktes kennenzulernen.

Mehr Informationen zu unseren Auslandsbüros in Afrika finden Sie auf der Website www.maa-bvmw.de

Andreas Jahn
BVMW Mitglied der Bundesgeschäftsleitung, Ressort Politik, Außen- und Volkswirtschaft
andreas.jahn@bvmw.de

Mor Diop
BVMW Referent Afrika und frankophone Länder
mor.diop@bvmw.de

Foto: © koya979 von www.stock.adobe.com

 


 

eu africa summit

EU-African SME Summit 2021 | Live & Online | 21. - 22. Oktober 2021

Ein Fahrplan für den gemeinsamen Erfolg - das ist das Ziel des EU-African SME Summit 2021! Seien Sie dabei, vor Ort oder virtuell und gestalten Sie die Zukunft zweier Kontinente mit.

Wir laden Sie herzlich zum EU-African SME Summit am 21. und 22. Oktober 2021 ein. Ein ideales Forum, um mit hochrangigen afrikanischen und europäischen Wirtschafts- und Politikvertretern ins Gespräch zu kommen. Nutzen Sie Ihre Chance und treffen Sie afrikanische Unternehmer in separaten B2B Sessions.

Zu den Gästen zählen u.a.:

 S.E. Macky Sall | Staatspräsident Senegal
 S.E. Robert Dussey | Außenminister Togo
 I.E. Amira Elfadil Mohammed | Kommissarin für Humanitäre Angelegenheiten der Afrikanischen Union