Nachgefragt: Roland Tichy

In dieser Reihe stellen wir Ihnen jeweils eine Persönlichkeit vor, die einige Fragen zu ihrer Person und ihrer Karriere beantwortet. Dieses Mal den Publizisten Roland Tichy.

roland tichy

Welche Person in Ihrem Leben hat Sie am meisten beeinflusst?

Der Nobelpreisträger James Buchanan. Sein „Calculus of Consent“ zeigt, wie fehleranfällig, willkürlich und korruptionsanfällig Mehrheitsentscheidungen sind.

Haben Sie ein Lebensmotto?

Ein jedes hat seine Zeit, Buch der Prediger 3; 1-11.

Haben Sie Vorbilder?

Die Sprache von Joseph Roth.

Gibt es ein Buch, das Sie besonders beeindruckt hat?

„Das Fest des Ziegenbocks“ von Mario Vargas Llosa, der zeigt, wie schwer es ist, eine Diktatur abzuschütteln.

Ohne welche App könnten Sie nicht leben?

Die nutze ich nur.

Was ist Ihr Lieblingsort?

Das Grandhotel in Rimini.

Was essen Sie am liebsten?

Semmelknödel mit Speck und Pilzsauce.

Bier oder Wein?

Derzeit Ingwertee.

Was war Ihr Berufswunsch als Kind?

Journalist.

Musterschüler oder Wildfang?

Ich hatte gute Noten, um unanfechtbar die Lehrer ärgern zu können.

Haben Sie jemals an Ihrer beruflichen Entscheidung gezweifelt?

Jeden Tag.

Was machen Sie in Ihrer Freizeit?

Das, was ich sonst auch mache: schreiben.

Wie gehen Sie mit Rückschlägen oder Niederlagen um?

Jammern und aufstehen.

Wie stark sind Sie mit Ihrem Heimatort Bad Reichenhall verbunden?

Mit der Region sehr eng.

„Tichys Einblick“ hat 100.000 Abonnenten bei YouTube, wie fühlt sich das an?

Es sind schon über 125.000. Toll, oder?

Visitenkarte

Roland Friedrich Tichy hat in München und New Orleans Volkswirtschaftslehre, Politik und Kommunikationswissenschaften studiert. Er war von 1983 bis 1985 Mitarbeiter im Planungsstab des Bundeskanzleramtes. Anschließend war er als Bonner Korrespondent für die Wirtschaftswoche tätig. Er war folgend Chefredakteur der Magazine Impulse, Euro und Wirtschaftswoche und arbeitete für viele weitere etablierte Zeitungen und Magazine. Seine politisch ausgerichtete Online-Zeitung „Tichys Einblick“ gründete er 2015. Diese erscheint seit 2016 auch im Printformat, und seit 2021 existiert auch der wöchentliche TV-Talk „Tichys Ausblick“ bei dem Lokalsender TV Berlin.