Türkei - bereit für die globale Wirtschaft

Als widerstandsfähige, schnell wachsende Wirtschaft bietet die Türkei eine unternehmensfreundliche Politik, einen agilen Talentpool und einen globalen Marktzugang an der Schnittstelle zwischen Europa, Asien und Afrika.

Istanbul, Türkei

Die Türkei passt sich den Herausforderungen und Veränderungen in der Weltwirtschaft an und entwickelt sich nach der Pandemie zu einem Knotenpunkt für Angebot und Nachfrage in der globalen Wertschöpfungskette. Mit einem Wachstum von 21,7 Prozent im zweiten Quartal 2021 ist sie eine der sich am schnellsten erholenden Volkswirtschaften der Welt nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie. Die Impfung in der Türkei hat sich im Juli dieses Jahres beschleunigt, und Ende September hatten etwa zwei Drittel der Bevölkerung mindestens eine Dosis eines Impfstoffs erhalten – einer der höchsten Werte in der Region. Da sich die Wirtschaft von der Pandemie erholt, nimmt auch die Qualität des Wirtschaftswachstums in der Türkei zu, wobei die Nettoexporte in den Euroraum aufgrund der gestiegenen Auslandsnachfrage, die Industrieproduktion und die Investitionen erheblich dazu beitragen.

Im dritten Quartal blieben die Auftragseingänge für Exporte solide, und die Touristenankünfte stiegen an, obwohl der internationale Tourismus im Vergleich zu den Werten vor der Pandemie nach wie vor schwach ist. Für 2021 wird ein Wachstum von neun Prozent erwartet.

 

  • 8597 US-Dollar betrug das BIP pro Kopf 2020, 2002 lag es noch bei 3608 Dollar
  • 169,9 Milliarden US-Dollar betrug das Exportvolumen (2020)
  • 21,7 Milliarden US-Dollar betrug die Summe der Importe der Türkei aus Deutschland 2020
  • 15,9 Milliarden US-Dollar betrug die Summe der Exporte aus der Türkei nach Deutschland 2020
  • 287 Millionen Dollar investierten deutsche Geldgeberinnen und Geldgeber 2020 in die türkische Wirtschaft

Positive Corona-Effekte

Die robuste Wirtschaft der Türkei war während der Pandemie ein beliebtes Ziel für Investoren, wie auch schon in den vergangenen 20 Jahren. Internationale Unternehmen, die im Ausland tätig sind, standen unter dem Druck, ihre geografischen und sektoralen Aktivitäten zu diversifizieren oder zu ändern, um die Pandemie mit minimalen Auswirkungen zu überstehen. Mit der Einführung neuer Technologien gaben viele Branchen ihre Investitionen in konventionelle Standorte auf und begannen, diese Technologien für Effizienz und intelligente Lösungen zu nutzen. Die Türkei hat diese Ereignisse aufmerksam verfolgt und war in der Lage, sich zu modernisieren, um mit den Veränderungen in der Weltwirtschaft Schritt zu halten und ihre Vorteile zu stärken. Dank der staatlichen Unterstützung ist die türkische Produktionsbasis vielfältig und robust.

Guter Standort

Mit massiven Investitionen in den letzten zehn Jahren hat die Türkei eine technologiegestützte Logistikinfrastruktur entwickelt. Dank der Nähe zu den Herkunfts- und Zielmärkten haben internationale Unternehmen die Türkei bereits zu ihrer Heimat gemacht, um ihre Geschäfte in der Region zu betreiben, indem sie den Standort als Produktions-, Export-, F&E- und Managementzentrum nutzen. Die einheimischen Arbeitskräfte in der Türkei gehören zu den dynamischsten in der Region. Außerdem verfügt das Land über einen produktiven Pool an qualifizierten Ingenieuren und kompetenten Führungskräften mit internationaler Erfahrung. Schließlich verfügt die Türkei über ein liberales Investitionsklima mit einem umfangreichen internationalen Handelsnetz, wie der Zollunion mit der EU und Freihandelsabkommen mit über 28 Ländern.

Eine diversifizierte Wirtschaft, eine junge Bevölkerung, von der die Hälfte unter 32,7 Jahre alt ist, und ein durch Reformen gefördertes unternehmerisches Ökosystem sind attraktive Vorteile für Unternehmen, die ihr Engagement in der Türkei verstärken und ihre Investitionen in der Region ausbauen wollen und dabei die Türkei als Sprungbrett nutzen.

 

Gut zu wissen

 

  • Bevölkerung: 84,34 Millionen (2020)
  • Fläche: 783.562 km², damit ist die Türkei fast doppelt so groß wie die Bundesrepublik
  • Die Hauptstadt der Türkei ist Ankara (3,6 Millionen Einwohner)
  • Türkisch ist zwar die Amtssprache, jedoch werden in weiten Teilen des Südostens und Ostens auch verschiedene kurdische Dialekte gesprochen
  • In der Türkei werden Chrom, Steinkohle, Braunkohle, Eisen und in geringeren Mengen Blei, Zink, Gold, Kupfer und Silber gefördert
  • Es bestehen zwölf Jahre Schulpflicht seit der Bildungsreform in 2005
  • Im Studienjahr 2018/19 betrug die Gesamtzahl der Studierenden an den türkischen Universitäten 7.740.502

Faruk Kurtulmuș
Projektberater, Investitionsbüro der Präsidentschaft der Republik Türkei

www.turkpidya.com/de/investitionsburo

 


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