Klimaneutrale Masken und Matratzen

Mit Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020 machte die Breckle Matratzenwerk Weida GmbH von sich reden. Doch nicht mit ihrem Hauptprodukt medizinische Matratzen, sondern mit den schlagartig im ganzen Land nachgefragten medizinischen Masken.

masken auf förderband
oto: © Breckle GmbH

Seit 20 Jahren ist die Breckle Matratzenwerk Weida GmbH zertifizierter Medizinprodukte-Hersteller für medizinische Matratzen. Doch mit Beginn der Corona-Pandemie hat das Unternehmen mit der Produktion von Masken begonnen. Drei Millionen Euro wurden in eine hochmoderne, vollautomatische Maskenlinie investiert. „Ohne einen Euro Fördermittel“, unterstreicht Geschäftsführer Gerd Breckle. „Aktuell fertigen 20 unserer Mitarbeiter eine Million Masken pro Woche.“ Parallel dazu hat das Unternehmen, das als einer der ersten Hersteller bundesweit eine deutsche Zertifizierung für OP-Masken und FFP2-Masken erhielt, ein Qualitätssicherung-System mit höchstem Standard eingeführt. Momentan wird für die Masken ein deutschlandweiter Vertrieb aufgebaut, um Großabnehmer wie Krankenhäuser direkt versorgen zu können.

Klima ohne Grenzen

Zum hohen Qualitätsanspruch gehört für Breckle untrennbar das Thema Nachhaltigkeit. „Unser gesamtes Team steht für eine konsequent nachhaltige Strategie, sowohl bei Matratzen als auch bei den Masken“, berichtet die Tochter des Firmeninhabers Corina Breckle, die als Entwicklungsleiterin im Unternehmen tätig ist. Keine Frage, dass die Masken von Breckle klimaneutral gefertigt werden, und die gesamte Maskenproduktion über „Klima ohne Grenzen“ kompensiert wird. „Wir denken und arbeiten nachhaltig in beiden Produktgruppen – von der Entwicklung bis zum Recycling“, betont Corina Breckle. Bald kommt der erste komplett recycelbare Matratzenbezug zum Einsatz, inklusive Füllung und Reißverschluss. Dieser hochwertige Kompost wird wieder zu einem neuen Faden verarbeitet und daraus ein neuer Bezugsstoff gestrickt. „In den kommenden zwei bis drei Jahren werden wir dazu auch die logistischen Fragestellungen gelöst haben, die Matratzen der Wiederverwertung zuzuführen“, erklärt Gerd Breckle. Das Thema ist eng verbunden mit einer europäischen Forderung, dass ab 2025 keine Matratzen mehr in der Müllverbrennung entsorgt werden dürfen.

Matratzen recycelbar

Schon heute sind Breckle-Matratzen CO2 -neutral, ein Novum in Europa. „Mit unserer Entwicklung ist es uns gelungen, den CO2 -Ausstoß im Schäumprozess in der eigenen Schäumerei auf ein technisch mögliches Minimum zu reduzieren. Den Rest kompensieren wir“, sagt Gerd Breckle. Im letzten Jahr hätte Gerd Breckle mit seinen 300 Mitarbeitern gern auf 30 erfolgreiche Jahre an den Standorten Weida, Bietigheim und Seelbach anstoßen wollen. Das hat die Pandemie verhindert. Aber: „Im nächsten Jahr feiert unsere Unternehmensgruppe 90-Jähriges.“ Dann wird man zu Recht auch wieder über Breckle in Weida sprechen.

 

Ringo Siemon
BVMW Pressesprecher Thüringen
ringo.siemon@bvmw.de

Visitenkarte

Breckle Matratzenwerk Weida GmbH

Gründung: 1990
Firmensitz: Weida (Thüringen)
Geschäftsführer: Gerd Breckle
Mitarbeiter: 300

BVMW-Mitglied

www.breckle-weida.de