Die Lausitz: Von der Braunkohle zum grünen Gewerbegebiet

Für ein klimaneutrales Industrie- und Gewerbegebiet muss bei der Planung vieles berücksichtigt werden. Es gilt, Energie aus erneuerbaren Ressourcen zu gewinnen und nachhaltige Mobilität zu fördern.

Geplantes Gewerbegebiet in der Lausitz: Hier sollen sich in wenigen Jahren diverse Unternehmen und Institute klimaneutral ansiedeln.
Fotos: © Euromovement

Im Unterschied zu herkömmlichen Ansätzen wurden beim Green Areal Lausitz (GRAL) die Sektoren Strom, Wärme und Verkehr zusammengedacht, sodass ein integriertes Konzept entstand. 

Der Industrie- und Gewerbepark GRAL auf dem ehemaligen Militärflugplatz Drewitz im südbrandenburgischen SpreeNeisse-Kreis soll auf mehr als 200 Hektar der Ansiedlung von Unternehmen dienen, die den Anspruch haben, ökologisch und CO2 - neutral zu arbeiten und zu produzieren. „Das ist echter Strukturwandel. Wir vereinbaren Ökologie und Ökonomie“, so Jochem Schöppler von der Euromovement GmbH, der das Projekt GRAL entwickelt. „Um diesem Konzept konsequent gerecht zu werden, werden alle heute bekannten Techniken zur klimaneutralen Energieversorgung wie zum Beispiel Windenergie, Photovoltaik, Erdwärme, begrünte Dächer, Fassaden mit PV-Anlagen sowie die Rückgewinnung und Wiederverwendung der Prozessenergie – einschließlich Wasser und Abwasser – zum Einsatz kommen. Hier wird nichts verschwendet.“

Dazu entwickelt Euromovement in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern wie dem Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität ein nachhaltiges Energiekonzept. Um diesen Anspruch konsequent umzusetzen, ist ein Güterbahnhof von 800 Meter Länge geplant, der die CO2 -neutrale Logistik für den Waren- und Güterverkehr vornehmlich erneuerbar, also elektrisch, umsetzt. Für die Planung wurden durch das Land Brandenburg bereits Mittel aus dem Strukturstärkungsgesetz bewilligt. Der Projektentwickler sieht sogar Chancen, langfristig auch eine eigene Wasserstoffproduktion zu integrieren.

Ein zukunftsfähiges Projekt

Die Region befindet sich im Wandel, und die Politik unterstützt Unternehmen, die sich hier ansiedeln wollen. So können Firmen mit einer Förderung von bis zu 40 Prozent rechnen. GRAL erhält allein für die Bahnanbindung drei Millionen Euro aus Strukturstärkungsmitteln. In Drewitz könnten zukünftig strukturfördernde Gesamtinvestitionen von einer Milliarde Euro umgesetzt sowie 2.500 Arbeitsplätze geschaffen werden. „Mit GRAL entsteht ein moderner, umweltfreundlicher Gewerbepark, der unsere Strategie für die Lausitz weg von der Braunkohle hin zur klimaneutralen Industrie sehr gut umsetzt“, bestätigt Ministerin Kathrin Schneider, Chefin der brandenburgischen Staatskanzlei, die Zukunftsfähigkeit des Projekts. Zwei Topinvestoren sind bereits bereits gefunden: Die energy4future baut eine Kohlenstoffproduktionsanlage, die aus Naturrohstoffen CO2 binden und speichern wird. Und die Hy2gen AG plant Investitionen mit einem Gesamtvolumen von rund 500 Millionen Euro.

 

Jörg Tudyka
Pressesprecher Brandenburg
joerg.tudyka@bvmw.de 

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