Serientipp: Modern Family

Die US-amerikanische Sitcom „Modern Family“ begleitet über elf Staffeln das Leben und den Alltag von Jay Pritchett und seiner Patchworkfamilie. Sie greift in komödiantischer Weise die zeitgenössischen Kernthemen vielfältiger und moderner Lebensweis...

Foto: © Kathy Hutchins von www.shutterstock.com
Foto: © Kathy Hutchins von www.shutterstock.com

Wer Serien wie „Stromberg“ oder „Die Discounter“ mag, hat das Genre der Mockumentary bereits kennen- und lieben gelernt. Das Stilmittel der fiktiven Dokumentarserie ist elementar für die Sitcom „Modern Family“. Die hier porträtierte moderne Familie wird in ihrem Alltagsleben mit Themen wie Herkunft, Vielfalt und sexuelle Orientierung konfrontiert, an denen sich wiederum ihre Generationenunterschiede abzeichnen.

Die Patchworkfamilie

Jay Pritchett (Ed O‘Neill) ist als Familien- und Großvater das Oberhaupt der Familie. Er hat zwei erwachsene Kinder aus erster Ehe und ist mit der deutlich jüngeren und äußerst attraktiven Kolumbianerin Gloria (Sofia Vergara) verheiratet. Mit ihnen zusammen wohnt Glorias Sohn Manny (Rico Rodriguez), der sich für sein jugendliches Alter übermäßig erwachsen verhält. Jays Tochter Claire (Julie Bowen) stellt die stereotypische Hausfrau und Mutter mit Kontrollzwang dar, die die Organisation einer fünfköpfigen Familie meistert. Sie ist mit Phil (Ty Burrell) verheiratet, der dagegen die Rolle des verträumten Vaters einnimmt und von seinen Kindern am liebsten als der „coole Dad“ wahrgenommen werden will. Ihre Kinder sind: die hübsche, aber nicht sehr kluge Tochter Haley (Sarah Hyland), die überdurchschnittlich intelligente Tochter Alex (Ariel Winter) und der chaotische Sohn Luke (Nolan Gould). Jays Sohn Mitchell (Jesse Tyler Ferguson) bildet mit seinem gleichgeschlechtlichen Partner Cameron (Eric Stonestreet) die dritte Familie im Bunde. Gemeinsam adoptieren sie das vietnamesische Baby Lily (Aubrey Anderson-Emmons), das man im Verlauf der Serie aufwachsen sieht. Mitchells Vater Jay kommt mit der Homosexualität seines Sohnes nicht gut zurecht, weshalb ihr Verhältnis zueinander distanziert ist.

Die Vielfalt macht es besonders

Das Genre der Mockumentary wird in dieser Serie bewusst als humoristisches Mittel eingesetzt. So wird etwa mit einem triumphierenden oder verschämten Blick in die Kamera auf amüsante Weise die „vierte Wand“ zum Publikum durchbrochen, und die Zuschauer werden ins Geschehen einbezogen. Was die Sitcom sehenswert macht, ist, dass sie vielfältige Lebensmodelle in den Vordergrund stellt und diese positiv besetzt. Mit Unterschiedlichkeiten aufgrund von Herkunft, Alter oder sexueller Orientierung kann nicht nur ein harmonisches Miteinander stattfinden, sie können das Leben sogar besonders bereichern. Nicht zuletzt ist „Modern Family“ die perfekte Serie, um mal abzuschalten und den eigenen Alltagsstress zu vergessen. Nicht umsonst wurde die Serie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Julia Rotsztyn
BVMW Duale Studentin Presse und Öffentlichkeitsarbeit
julia.rotsztyn@ bvmw.de