Energieeffizienz: So sichern Sie sich Fördermittel

Noch nie waren die Fördertöpfe für Energieeffizienz so voll, sie anzuzapfen wird aber immer aufwendiger. Das hindert mittelständische Unternehmen am Wettbewerbsvorteil. Spezialisierte Dienstleister leisten Abhilfe.

In den letzten fünf Jahren hat sich im Bereich der Zuschüsse für Investitionen in Energieeffizienzmaßnahmen sehr viel getan. Waren am Anfang noch große Unternehmen über 500 Mitarbeiter und Konzerne ausgeschlossen, ist heute die Unternehmensgröße nur noch ausschlaggebend für die Höhe der Fördermittel. Auch die Förderhöchstbeträge sind beispielsweise für Einzelmaßnahmen von hocheffizienten Querschnittstechnologien (Druckluftkompressoren, IE4-Motoren, Pumpen, Dämmung, Frequenzumrichter, Ventilatoren, Wärmerückgewinnung u. v. m.) auf 200.000 Euro Zuschuss pro Standort gestiegen. Hier bekommen KMU 40 Prozent Förderung und Nicht-KMU 30 Prozent auf Neu- und Ersatzinvestitionen und Installation.

Energieeffizienz und Prozesswärme

Das gab es noch nie und gibt es erst seit dem 1. Januar 2019 im neuen Programm „Energieeffizienz und Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien in der Wirtschaft“ der KfW (mit Kredit und Tilgungszuschuss) und der BAFA (ohne Kredit). Der Name ist etwas sperrig, aber das Programm ist auch extrem vielfältig. So beinhaltet es neben den oben aufgeführten Technologien unter anderem auch noch Mess-, Steuer- und Regeltechnik im Rahmen der DIN EN ISO 50001 und einen technologieoffenen Teil, in dem etwa Abwärmeverstromung und sogar energiesparende Produktionsmaschinen gefördert werden. Trotz vielfältiger Förderungsmöglichkeiten werden diese leider noch nicht ausreichend genutzt. Das größte Manko ist sicherlich der geringe Bekanntheitsgrad und die verwirrende Vielfalt der Möglichkeiten.

Dienstleister liefern Lösungen

Doch der Markt bietet Lösungen. So gibt es Energiedienstleister, die Mittelständlern helfen, Fördermittel zu erlangen, die Förderfähigkeit zu prüfen, die Kommunikation mit Behörden zu übernehmen, Einsprüche und Ablehnungen zu bearbeiten, Fristen zu wahren – bis die Fördermittel ausbezahlt sind. Und das sogar schon etwa vier Wochen nach der digitalen Antragstellung.

Neben der finalen Entscheidung für Investitionen ist es essentiell, dies auf Basis einer soliden Datenlage zu tun. Auch hier gibt es Fördermöglichkeiten. So kann ein mittelständisches Unternehmen eine geförderte „Energieberatung Mittelstand“ mit 80 Prozent Zuschuss durchführen lassen und erhält dabei eine aufgeschlüsselte Energiebilanz, die für die Maßnahmenpriorisierung ausgesprochen hilfreich ist.

Wird dieses Know-how noch systematisch erweitert durch weitere energierelevante Themen wie unabhängiger Messstellenbetrieb und Unterstützung bei Entgelten-, Steuern- und Abgabenerstattung, ergeben sich weitere Einsparpotenziale für Unternehmen.

Gut zu wissen

 

  • Der Autor ist ausgebildeter Energiemanager und -auditor und betreut mittelständische Unternehmen und Konzerne in allen energetischen Fragen, vor allem hinsichtlich des Erkennens von Wechselwirkungen und Mehrwertgenerierung.

  • Das Programm „Energieberatung Mittelstand“ – zu 80 Prozent gefördert – finanziert komplette Energie-Analysen bis zur konkreten Auszahlung von Fördermitteln.

 

https://bvmw.info/prozesswaerme

https://bvmw.info/bafa-energie

 

Bernd Hesse

Senior Projektmanager

Energiedienstleistungen bei der wattline GmbH

BVMW-Mitglied

www.wattline.de

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