Was Unternehmen vom Vogelflug lernen können

Vor über 500 Jahren studierte Universalgelehrter Leonardo da Vinci den Vogelflug und versuchte, die Erkenntnisse auf Flugmaschinen zu übertragen. Auch heute können Unternehmen in der Führung ihres Betriebes viel vom Formationsflug der Vögel lernen.

Wer dieser Tage in den Himmel schaut, wird des Öfteren ein „V“ sehen können. Dabei handelt es sich nicht um eine Halluzination, sondern um Zugvögel, die von ihren Winterquartieren zurückkehren. Diese Formation beim Vogelflug erfolgt keinesfalls willkürlich. Vielmehr bilden die Vögel mit diesem „V“ ein Team, in dem sie voneinander profitieren.

„Ein Team, in dem sich die Mitglieder gegenseitig unterstützen, Ressourcen effizient einsetzen und sich auf die Zusammenarbeit einlassen, kann große Schritte gehen."

Warum profitieren?

Bis auf den ersten Vogel, der die Formation anführt, fliegen alle darauffolgenden Vögel im Auftrieb des vorausfliegenden Tieres. Dadurch verringert sich der Luftwiderstand, und es können größere Reichweiten zurückgelegt werden. Die Tiere reisen im Team also auch noch energieeffizient! Aus diesem Teamgeist kann man einiges für Führungsqualitäten und die Gemeinschaft im Unternehmen ableiten:

Erstens: Wenn man eine gemeinsame Vision hat, und sich alle gegenseitig nach Kräften unterstützen, erreicht man das Ziel schneller und leichter. Genau genommen formuliert man als Mannschaft ein Ziel, z. B. das Unternehmen voranzubringen oder in eine bestimmte Richtung zu lenken. Wenn man dabei nicht gegeneinander, sondern miteinander arbeitet, summiert sich der Einsatz zum Erfolg für alle. Man könnte auch sagen, es zahlen alle auf das gleiche Konto ein und haben am Ende mehr anstatt weniger.

Zweitens: Einer allein kommt nicht so weit wie viele als Team gemeinsam. Zugvögel sparen durch den Luftauftrieb der anderen wertvolle Kräfte. Nur so ist es den Tieren möglich, weite Entfernungen zurückzulegen. Im Unternehmen gilt das Gleiche: Einer allein kann kraft- und zeitzehrende Aufgaben nicht so gut bewältigen wie mehrere gemeinsam. Ein Team, in dem sich die Mitglieder gegenseitig unterstützen, Ressourcen effizient einsetzen und sich auf die Zusammenarbeit einlassen, kann große Schritte gehen.

Drittens: Von Stärke an der Spitze profitiert das ganze Team. Für das Tier ganz vorn erfolgt der größte Kraftaufwand, da es den (Luft-)Widerstand in voller Stärke zu spüren bekommt und nicht von Vorausfliegenden profitiert. Daher bietet sich auch in der Teamarbeit an, Verantwortlichkeiten zu teilen. Wer auch Aufgaben abgeben kann und dem Team vertraut, kann seine Kraft gezielter einsetzen.

Viertens: Das Team ist nur so gut wie das schwächste Glied. Daher muss man besonders darauf achten, Stärken und Schwächen zu erkennen, um das Team insgesamt positiv zu entwickeln. Dazu zählen auch die gegenseitige Motivation und der Teamgeist. Wenn man Erfolg haben will, müssen auch die Menschen um einen herum erfolgreich sein. Für diesen Ansatz finden wir ein weiteres Bild aus der Natur. Stellen Sie sich vor, Sie nehmen einen Bambusstock und brechen ihn durch. Sie werden feststellen, wie einfach das ist. Nehmen Sie nun mehrere Stöcke und versuchen Sie, das Bündel durchzubrechen. Sie haben keine Chance, da jeder einzelne Stock den nächsten stabilisiert. Zusammenhalt macht das Team stark und im Sinne der Zugvögel auch effizient.

Fünftens: Ein starkes Team tritt stark nach außen auf. So machen Sie Ihre Mitarbeiter zu „Corporate Influencern“. Wenn sich die Beschäftigten im Team integrieren, alle gemeinsam an einem Strang ziehen, und man dadurch erfolgreich ist, ergibt sich eine Wertschätzung für das gesamte Unternehmen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können sich so mit dem Unternehmen identifizieren. Agieren Sie also als Unternehmerin oder Unternehmer wie die Zugvögel: Deren Team ist das Aushängeschild, der Erfolgsgarant, das Fundament.

 

Markus Jerger

BVMW-Bundesgeschäftsführer

mittelstand@bvmw.de

X
Soli muss weg für alle!

 

#Soliweg


Das Soli-Gesetz der GroKo benachteiligt Millionen Steuerzahler, ein klarer Verstoß gegen das Grundgesetz. Der Soli gehört deshalb vollständig und für alle ab dem 1. Januar 2020 abgeschafft.

Dafür kämpft der Mittelstand BVMW – notfalls per Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe.