Sparen durch Prävention

Wenn das BVMW-Mitglied sanosense AG Unternehmen bei der Reduktion von hohen Fehlzeiten unterstützt, kommt alles auf den Prüfstand: vom Betriebsklima bis zur Führungskultur. Denn nur 40 Prozent aller Fehltage sind tatsächlich krankheitsbedingt.

Einmal pro Jahr erstellt das Wissenschaftliche Institut der AOK den Fehlzeiten-Report. Für den Report 2018 wurden in einer repräsentativen Studie 2.030 Beschäftigte zwischen 16 und 65 Jahren befragt. Danach hatten die Befragten im Jahr zuvor durchschnittlich 12,1 Tage krankheitsbedingt gefehlt. Arbeitnehmer, die sich wohl im Betrieb fühlen und Sinn in ihrer Arbeit sehen, kamen auf nur 9,4 Fehltage, während Beschäftige, die ihre Tätigkeit als nicht sinnstiftend erleben und eher ungern zur Arbeit gehen, mit 19,6 mehr als doppelt so viele Fehltage hatten.

„Mitarbeiter, die mit ihren Chefs zufrieden sind, haben signifikant weniger Beschwerden."

– Thomas Heidenreich

 

„Fehlzeiten sind nicht immer auf Krankheiten zurückzuführen“, sagt Thomas Heidenreich, Vorstandsvorsitzender der sanosense AG, „aktuell geht man sogar davon aus, dass lediglich 40 Prozent der Fehlzeiten in Deutschland aufgrund von Krankheiten entstehen, die Arbeitsunfähigkeit zur Folge haben.“ Die sanosense AG mit Sitz in Forchheim (Oberfranken) gehört als BVMW-Mitglied der BVMW-Task Force Betriebliches Gesundheitsmanagement in der Metropolregion Nürnberg an, wo die dort vorhandene Expertise gezielt zur Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen zusammengebracht wird. „Wir entwickeln passgenaue Lösungen für unsere Kunden“, sagt Heidenreich, „weil Betriebliches Gesundheitsmanagement längst zu einem Wettbewerbsfaktor geworden ist.“ Denn erfolgreich sei man nur mit gesunden und motivierten Mitarbeitern.

Spitzenreiter Rücken- und Gelenkbeschwerden

Der gelernte Sozialversicherungsfachangestellte, der vor der Gründung von sanosense im Jahre 2008 bei einer Krankenkasse gearbeitet und sich intensiv mit dem Thema Krankenstand in Unternehmen beschäftigt hatte, weiß aus langjähriger Erfahrung, dass Fehlzeiten häufig andere Ursachen haben als gesundheitliche Beeinträchtigungen. „Das können Probleme in der privaten und sozialen Lebenswelt eines Mitarbeiters sein – aber auch ein schlechtes Betriebsklima oder das Gefühl, nicht wertgeschätzt zu werden und austauschbar zu sein, kann ,krank‘ machen.“

Wer tatsächlich krank ist, leidet laut Fehlzeiten-Report 2018 am häufigsten unter Rücken und Gelenkbeschwerden (52 Prozent). Dahinter rangieren Erschöpfung (45 Prozent), Kopfschmerzen (35 Prozent), Nervosität und Reizbarkeit (32 Prozent), Schlafstörungen (31 Prozent) und Burn-out (30 Prozent). „Muskel- und Skelett-Beschwerden sind immer noch Spitzenreiter bei Krankschreibungen“, sagt Thomas Heidenreich, „aber auch psychische Erkrankungen – die meist nicht als solche ausgewiesen werden – führen immer mehr zu Fehlzeiten.“ Deshalb sei Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) vor allem auch als Unterstützung zu verstehen, um aktuelle und künftige Herausforderungen in Unternehmen zu lösen.

Fehlzeiten lösen Domino-Effekt aus

„Zu unseren Leistungen gehören zum Beispiel die Stärkung der Eigenverantwortung der Beschäftigten, wenn es um deren Gesundheit geht, die Implementierung eines Employer Brandings, damit die Mitarbeiter wissen, was sie an ihrer Firma haben und umgekehrt, oder aber auch die Organisations-, Personal- und Führungskräfte-Entwicklung.“ Das optimale BGM stärke die  Leistungsbereitschaft und -fähigkeit sowie die Eigenverantwortung der Mitarbeiter, schaffe eine Unternehmenskultur, in der Motivation und Loyalität hoch sind und zu einem guten Umgang miteinander führen. „Ein effektives BGM“, sagt Thomas Heidenreich, „steigert die produktive Anwesenheit der Mitarbeiter sowie die Bereitschaft und Lust auf Verbesserung – der wirtschaftliche Nutzen liegt daher weit über der Reduktion von Fehlzeitenkosten.“ Diese Kosten, so hat man bei sansosense errechnet, betragen bei einem Brutto-Monatsgehalt von 2.500 Euro etwa 300 Euro pro Fehltag. „Tatsächlich sind die Aufwendungen jedoch deutlich höher, da die Fehlzeiten einen Domino-Effekt auslösen – Unzufriedenheit und Konflikte, weil die Arbeit auf Kollegen verteilt werden muss, ein höherer Organisations- und Planungsaufwand, mögliche Termin-Probleme, Unzufriedenheit bei Kunden.“

Eine zentrale Rolle im sanosense-BGM-Konzept spielen Führungskräfte, weil sie mit den höchsten Einfluss auf Fehlzeiten haben. „Durch unsere Analysen können wir aus rund 400.000 Daten belegen, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen Führung und Gesundheit gibt“, sagt Thomas Heidenreich. „Mitarbeiter, die mit ihren Chefs zufrieden sind, haben signifikant weniger Beschwerden.“ Heute rät er deshalb oft Unternehmen an, sich zunächst um das Thema Führung zu kümmern, bevor gesundheitliche Angebote ausgebreitet werden.

Gut zu wissen:

 

  • 60 % der Fehlzeiten in Deutschland werden nicht durch Krankheiten verursacht, die zu Arbeitsunfähigkeit führen.

  • 40 Millionen Fehltage entfallen pro Jahr in Deutschland auf Rückenschmerzen.

  • 4,28 % betrug der durchschnittliche Krankenstand 2018 in Deutschland. Praktische Hilfe für Arbeitgeber der Initiative Gesundheit und Arbeit

  • (iga): https://bvmw.info/iga

 

Almut Friederike Kaspar

Journalistin

mittelstand@bvmw.de

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