BVMW-Mitglied erhält Deutschen Umweltpreis

Der Deutsche Umweltpreis geht dieses Jahr an unser langjähriges Mitglied Reinhard Schneider, Inhaber von Werner & Mertz. Die Firma stellt die Marke „Frosch“ her. Der Preis wird am 27. Oktober von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreicht.

Reinhard Schneider, Stephanie Mattivi, Timothy Glaz (v.li.). © P!ELmedia / Herbert Piel

Unser Mitglied Reinhard Schneider (51) aus Mainz, der mit seiner Firma Werner & Mertz in der Wasch- und Reinigungsmittelbranche auf ganzheitliche nachhaltige Produktion setzt und die Bodenwissenschaftlerin Prof. Dr. Ingrid Kögel-Knabner (60) von der Technischen Universität München werden 2019 je zur Hälfte mit dem mit 500.000 Euro dotierten Deutschen Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) ausgezeichnet. Reinhard Schneider ist Mitglied im Bundeswirtschaftssenat und Vorsitzender der BVMW Energiekomission. 

DBU Generalsekretär Alexander Bonde hob hervor, die Preisträger seien „Schrittmacher im Umweltschutz, die Zukunftslösungen liefern für die enormen ökologischen Herausforderungen der Gegenwart. Wir brauchen fundamentale ökonomische, politische und technologische Veränderungsprozesse auf allen Ebenen, um zu einer wirklich nachhaltigen Entwicklung zu finden.“

Zu Schneider stellte Bonde heraus, er habe mit seiner „unternehmerischen Rundum-Nachhaltigkeitsstrategie und hohem persönlichen Engagement“ den Weg dafür geebnet, dass in einer kompletten Wirtschaftsbranche Umweltinnovationen auf immer höherem Standard hätten etabliert werden können. Er habe konsequent ökologische Produkte in einem Massenmarkt mehrheitsfähig gemacht, lebe Nachhaltigkeit in allen unternehmerischen Entscheidungen und sichere sich so das Vertrauen der Verbraucher. Mit zahlreichen Initiativen zum Umweltschutz und zur nachhaltigen Entwicklung habe er Neuland betreten: konsequentes Wiederverwerten von Altplastik 3 etwa aus dem Gelben Sack für neue Verpackungen, umwelt- und gesundheitsfreundlich bedruckte Etiketten, heimische Pflanzenöle für seine Wasch- und Reinigungsmittel statt des umstrittenen Palmkernöls aus tropischen Regionen, freiwillige Umweltbetriebsprüfungen des Unternehmens nach den Vorgaben der Europäischen Union – der gelebte Nachhaltigkeitsgedanke sei „national wie international sichtbar“, so Bonde.

„Ein Mittelständler mit Haltung, der mit seiner erkennbaren und durchgängigen Einstellung für das Thema Umweltschonung steht.“

Schneider kämpfe für eine energieschonende Kunststoff-Wiederverwertung in einem geschlossenen Kreislauf. Als „Pionier der Kreislaufwirtschaft“, der Circular Economy, akzeptiere er nicht, dass nur ein geringer Teil der Kunststoffe aus den Gelben Säcken werkstofflich wiederverwertet werde. Trotz erhöhter Produktionskosten des recycelten Plastiks habe Schneider 2012 eine Rezyklat-Initiative mit Partnern aus Industrie, Handel und Nichtregierungsorganisationen ins Leben gerufen, an der sich jeder beteiligen könne. So solle der Anteil an Recyclingprodukten schnell erhöht und im Massenmarkt etabliert werden. Rund 293 Millionen Flaschen rein aus Altplastik seien in der von ihm in Mainz geschaffenen RezyklatFlaschen-Fertigung produziert worden. Bei den Rezepturen für die Waschund Reinigungsmittel der Dachmarke „Frosch“ setze er seit 2013 auf heimische Pflanzen als Rohstoffbasis, also auf in Europa gewonnene Öle aus Flachs, Hanf oder Oliven. Die ersetzten zunehmend das umweltkritische Palmkernöl aus tropischen Regionen. Bonde: „Ein Mittelständler mit Haltung, der mit seiner erkennbaren und durchgängigen Einstellung für das Thema Umweltschonung steht.“

 

Quelle: Pressemitteilung DBU vom 13.9.2019

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