Braucht der Mensch ein Update?

Nach Industrie 4.0 und Digitalisierung 4.0 kommt jetzt auch der Mensch 4.0? In einer Zeit, in der wir durch Emojis fühlen, „danke, Alexa“ sagen und nicht „danke, Schatz“, Siri fragen und nicht Mama, muss es wieder mehr „menscheln“.

Illustration: Anna-Friederike Charlotte Pöschel

Wenn wir über erfolgreiche Positionierung reden, müssen wir in allererster Linie über uns selbst reden – über die eigene Persönlichkeit, mit all ihren Schwächen und Stärken. In Zeiten der Digitalisierung wird die Individualisierung immer wichtiger. Dass manche Menschen die Digitalisierung fürchten, ist durchaus verständlich. Viele Jobs fallen weg, jedoch ist dies auch eine Chance. Wer aufgrund eines Fortschritts Stillstand erlebt, hat im Grunde genommen den Zug verpasst.
Unsere kommunikative Welt funktioniert immer mehr mit Algorithmen. Eine Sprache, die die meisten Menschen weder kennen noch beherrschen. Aus diesem Grund ist es die dringende Aufgabe von Arbeitgebern, ihre Mitarbeiter an die digitalisierte Kommunikation und den richtigen Umgang mit ihr heranzuführen, sie in den beruflichen Alltag einzubauen.

Innovationsfaktor Mensch
Der Mensch ist in der Lage, neue Wirklichkeiten zu schaffen und eigenständig Lösungen anzubieten. Ohne Kreativität und Fantasie gibt es keine Lösungskompetenz. Angst ist fehl am Platz. Respekt und Wertschätzung sind gefragt. In den kommenden zehn Jahren wird jeder seinen eigenen digitalen Assistenten haben. Wichtig ist immer nur der richtige Einsatz, um den
entsprechenden Nutzen und Mehrwert zu erzielen. Die Verschmelzung von Mensch und Maschine ist dann erfolgreich, wenn sie den Menschen in seinem Handeln und Sein unterstützt, ohne ihn in Frage zu stellen.

Nicht jeder Job ist gleich stark bedroht
Laut Studien sind nach aktuellem Stand bis zu 50 Prozent der aktuellen Arbeitsplätze bedroht, von Systemen Künstlicher Intelligenz ersetzt zu werden. Jedoch können nur fünf Prozent der Berufe auch vollständig automatisiert werden. Menschen mögen es, mit Menschen zu interagieren. Im Handwerk oder der Pflegebranche sind Menschen gefragter denn je. Natürlich gehen durch Automatisierung Arbeitsplätze verloren. Der Einsatz von Hightech macht Unternehmen jedoch auch wettbewerbsfähiger und schafft somit durch das reine Wachstum neue Arbeitsplätze.
Die Aufgabe der Politik ist es, die kommenden Gesellschaften frühzeitig mit dem Thema Künstliche Intelligenz in Kontakt zu bringen, um Angst und Barrieren abzubauen. Als produzierendes Unternehmen darf der technische Fortschritt zwar nicht missachtet werden, jedoch machen die Individualität und das Human Branding in vielen Fällen den kaufentscheidenden Unterschied. Gerade in Branchen, in denen viel mit und für Menschen gearbeitet wird, darf es wieder mehr „menscheln“. Der Mensch bleibt Erfolgs- und Innovationsfaktor Nummer eins.

Gut zu wissen

 

  • Künstliche Intelligenz ersetzt alte und schafft neue Arbeitsplätze

  • Durch die Automatisierung kann sich der Mensch wieder mehr auf seine Individualität konzentrieren

  • Die Politik muss einen innovationsfreundlichen Rahmen schaffen

 

Nadine Dlouhy

Geschäftsführerin BrandLite GmbH

Dozentin für Digitale Innovation und Strategisches Marketing

BVMW-Mitglied

www.brandlite.de

X
Soli muss weg für alle!

 

#Soliweg


Das Soli-Gesetz der GroKo benachteiligt Millionen Steuerzahler, ein klarer Verstoß gegen das Grundgesetz. Der Soli gehört deshalb vollständig und für alle ab dem 1. Januar 2020 abgeschafft.

Dafür kämpft der Mittelstand BVMW – notfalls per Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe.