Künstliche Intelligenz für den Arbeitsmarkt von morgen

Die Digitalisierung hat Jobprofile und Arbeitsalltag rasant verändert. Die Künstliche Intelligenz (KI) sorgt nun für weitere Umbrüche in Unternehmen und Branchen.

Seit der Industriellen Revolution übernehmen Maschinen immer mehr Jobs von Menschen. Tätigkeiten fallen technischen Entwicklungen zum Opfer, aus denen wieder neue Aufgaben entstehen. In Zukunft könnte durch den Einsatz von benutzeroptimierten Informationen, intelligenten Assistenten und lernenden Robotern die Arbeit ganzer Branchen wegfallen. Schon 2025 sollen laut einer Studie des Weltwirtschaftsforums Maschinen mehr Arbeitsstunden leisten als Menschen.

Terminator bleibt Fiktion

Doch Künstliche Intelligenz kommt nicht als Science-Fiction-Roboter in unsere Welt gestapft und übernimmt alles. Aktuelle Entwicklungen zeigen, dass der arbeitende Mensch nicht überflüssig wird. Vielmehr entstehen neue Jobprofile. In den nächsten sechs Jahren sollen 1,6 Millionen Arbeitsplätze in Deutschland verschwinden, aber 2,3 Millionen neue Jobs entstehen. Es sind vor allem einfache und Routinearbeiten, die zunehmend Maschinen erledigen. Tätigkeiten, die Flexibilität, emotionale Intelligenz, Kreativität, Führungskompetenz und Urteilsvermögen benötigen, werden nach heutigem Forschungsstand in der Hand des Menschen bleiben.

Bisher macht vor allem die „schwache KI“ immense Fortschritte. Sie kann so trainiert werden, dass sie eine spezielle Aufgabe tatsächlich besser erledigt als der Mensch. Doch eine „starke KI“, die mit den intellektuellen Fähigkeiten des Menschen insgesamt vergleichbar ist, ist noch nicht in Sicht.

Mensch und KI kooperieren

Unternehmen setzen lernende Algorithmen bereits indirekt ein, wenn beispielsweise ihr IT-Dienstleister das Rechnungswesen mit Deep-Learning-Algorithmen effizienter macht. Auch in der Fertigung wird KI schon seit längerem für körperlich schwere oder sich wiederholende Arbeit eingesetzt.

Inzwischen übernehmen Algorithmen aber vermehrt auch essentielle Aufgaben klassischer Bürojobs. Versicherungen setzen KI ein, damit diese Dokumente des Kunden liest und Auszahlungssummen berechnet. Auch für Juristen und Steuerberater gibt es Software, die aus großen Mengen Klauseln die passenden ausliest. KI kann Routinearbeit von persönlichen Assistenten, Buchhaltern, Übersetzern, Ärzten und Pflegern erledigen. Trotzdem braucht die Technologie den Menschen. Ein neues Jobprofil könnte deshalb der KI-Trainer sein, der KI anlernt, mit den richtigen Daten füttert und optimiert.

Ob sich KI positiv auf den Einzelnen und die ganze Gesellschaft auswirkt, hängt davon ab, wie Wirtschaft und Politik jetzt gezielt in Aus- und Weiterbildung investieren. Deshalb bietet _Gemeinsam digital, das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Berlin, finanziert vom Bundeswirtschaftsministerium, kostenlose Unterstützung an.

Gut zu wissen

 

  • NEU: Unsere KI-Trainer unterstützen Sie kostenlos und konkret bei Ihren unternehmerischen Fragen und Anliegen zu KI. Nutzen Sie die persönliche Sprechstunde, einführende und weiterführende Workshops oder besuchen Sie KI-Vorreiterunternehmen

  • Im _Gemeinsam digital Blog veröffentlichen KI-Experten regelmäßig hilfreiche Beiträge zum Thema

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Marie Landsberg

BVMW Projektreferentin _Gemeinsam digital 
marie.landsberg@bvmw.de