Anforderungsmanagement – die unterschätzte Disziplin

Vom Berliner Flughafen über Bundeswehrbeschaffungen bis hin zum Mautsystem: Viele Großprojekte haben durch Mängel, Kosten- und Zeitüberschreitungen für Schlagzeilen gesorgt. Leider sind diese Vorkommnisse auch im privaten Sektor keine Ausnahme.

Statistiken belegen, dass auch in der Wirtschaft rund 70 Prozent aller Beschaffungs- oder Entwicklungsprojekte ihren Zeit- und Kostenrahmen überziehen oder gar vollständig scheitern. In 60 Prozent der Fälle liegen die Gründe hierfür in Fehlern, die direkt zu Projektbeginn gemacht wurden. Aspekte, die bei der Planung unzureichend berücksichtigt werden, führen unweigerlich zu kosten- und zeitintensiver Nachbesserung.

Kein Erfolg ohne klare Anforderungen

Den Anforderungen, also den gewünschten Eigenschaften und Fähigkeiten eines Produktes – ob es sich dabei um Maschinen, Gebäude, Software, oder etwas anderes handelt –, kommt daher bei Beschaffungs- oder Entwicklungsvorhaben eine zentrale Rolle zu. Spricht man Verantwortliche auf das Thema an, hört man dennoch oftmals die Fehlannahme, dass man ja wisse, was der Kunde wolle, und sich nicht mit einer systematischen Anforderungsanalyse zu beschäftigen brauche.
Es ist seit langem belegt, dass der schwierigste Teil in einem Projekt ist, festzulegen, was genau entwickelt werden soll. Oftmals stehen nicht artikulierte Annahmen, unrealistische Erwartungen oder unpräzise und lückenhaft formulierte Wünsche im Raum.

Verschwendung von Zeit und Geld

In den letzten 15 Jahren hat sich aus diesem Grund die Disziplin des Anforderungsmanagements (auch „Requirements Engineering“) herausgebildet, die mit speziellen Vorgehensweisen versucht, typische Probleme zu Beginn von Projekten zu vermeiden. Auch wenn sich diese Disziplin einer zunehmenden Beachtung in unterschiedlichsten Branchen erfreut, tun sich viele Unternehmen schwer, entsprechende Verfahren mit der gebotenen Sorgfalt in ihren Projekten anzuwenden.
Dies beginnt mit organisatorischen Gründen wie mangelnden Ressourcen oder Erfahrungen bis hin zu einer Verweigerung der Beteiligten, gewohnte Vorgehensweisen zu ändern. Durch ein entsprechend ineffizientes Arbeiten verschwenden Unternehmen Unmengen an Zeit, Geld und Nerven.

Anforderungsmanagement lohnt sich

Anforderungsmanagement ist ein breites Feld, und es ist nicht notwendig, jeden Aspekt im Projektalltag zu beherzigen. Dennoch sollte man zumindest die grundlegenden Prinzipien in den Teilbereichen Ermittlung, Dokumentation, Überprüfung und Verwaltung berücksichtigen.

 

  • Mit einer richtigen Ermittlung kann man sicherstellen, dass nichts Wichtiges übersehen oder Unnötiges umgesetzt wird.
  • Mit guter Dokumentation schafft man ein gleiches Verständnis bei allen Beteiligten und vermeidet problematische Missverständnisse.
  • Die Überprüfung hilft sicherzustellen, dass das gelieferte Produkt wirklich leistet, was man erwartet.
  • Die Verwaltung beschäftigt sich schließlich mit der zielgerichteten Verwendung von Anforderungen für die eigentliche Produktentwicklung und -abnahme.

 

Signifikante Effizienzsteigerungen sind jedoch nur durch den Einsatz assistierender Softwarewerkzeuge möglich, die Projektbeteiligte gezielt in den genannten Teilbereichen unterstützen.

Gut zu wissen:
OSSENO hat sich auf das Anforderungsmanagement spezialisiert und bietet neben Beratungsdienstleistungen hierfür intelligente Softwareunterstützung an. Damit können nicht nur kostspielige Projektnacharbeiten um bis zu 40 Prozent reduziert, sondern auch eine leichte Durchführbarkeit des Anforderungsmanagements selbst ermöglicht werden.

Dr. Sebastian Adam

Geschäftsführer OSSENO Software GmbH

BVMW-Mitglied
www.osseno.com

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