Starke Frauen, starker Mittelstand

Der BVMW hat es sich zur Aufgabe gemacht, Unternehmerinnen und die Arbeit von weiblichen Führungskräften sichtbarer zu machen, sie zu vernetzen und neue Angebote für Frauen in der Wirtschaft zu schaffen.

Begriffe, die man mit dem Mittelstand assoziiert, sind leicht zu finden. Man denkt schnell an Tradition, Ausbildung, Hidden Champions und das Rückgrat unserer Wirtschaft. Und oft wird mit dem Mittelstand auch das Attribut „männlich“ verbunden. Das wollen und können wir so natürlich nicht stehen lassen. Fakt ist, dass zwar tatsächlich noch viele mittelständische Betriebe von Männern geleitet werden. Nicht einmal zwanzig Prozent werden von einer Unternehmerin geführt. Nichtsdestotrotz gibt es sie, die erfolgreichen mittelständischen Unternehmerinnen. Keine Frage, da besteht viel Luft nach oben, aber die Tendenz ist bereits steigend. Diese Unternehmerinnenpersönlichkeiten sind aber oftmals weniger präsent als ihre männlichen Kollegen. Deshalb hat es sich der BVMW zur Aufgabe gemacht, genau diese Unternehmerinnen und Frauen im Mittelstand stärker in den Fokus zu rücken: Sie zu zeigen, zu vernetzen und als Vorbilder für andere Frauen besser sichtbar zu machen. Der BVMW hat sich dafür erfahrene und tatkräftige Unterstützung ins Haus geholt. Neben der Leiterin für politische Netzwerke und Strategie, Diana Scholl, die bereits seit 2014 für den BVWM tätig ist, werden die Aktivitäten von Brigitte Zypries, der ehemaligen Bundeswirtschaftsministerin, und Lencke Wischhusen, der Fraktionsvorsitzenden der FDP Bremen, begleitet und unterstützt. Gemeinsam wird man herausragende Unternehmerinnen in verschiedenen Regionen auszeichnen sowie ihre Arbeit und ihr Wirken in diversen Publikationen u. a. im BVMW-Magazin DER Mittelstand. vorstellen. Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen des BVMW möchten wir Aktivitäten von und für Frauen im Mittelstand sichtbar machen und mehr Angebote für sie schaffen.

Brigitte Zypries setzt sich seit Beginn ihrer politischen Karriere aktiv für den Mittelstand ein: Anfangs als Abgeordnete aus Darmstadt, später als Bundesministerin der Justiz und zuletzt bis 2018 als Bundesministerin für Wirtschaft und Energie. Zur 19. Wahlperiode hat sie nicht mehr für den Bundestag kandidiert, sondern sich auf diverse Aktivitäten in der Privatwirtschaft fokussiert. Zypries ist Herausgeberin des DUB-Unternehmer-Magazins. Ihr Engagement für Unternehmerinnen begann sie bereits während ihrer politischen Laufbahn: In ihrer Zeit als Bundesministerin für Wirtschaft und Energie rief sie beispielsweise die Initiative „Starke Frauen, starke Wirtschaft“ ins Leben. Den BVMW begleitet sie ebenfalls schon seit längerer Zeit: Sie war Gründungsmitglied des Politischen Beirats des BVMW, dem sie nach längerer Pause jetzt wieder beigetreten ist. 2018 wurde sie vom BVMW mit dem Ehrenpreis des Deutschen Mittelstands ausgezeichnet.
Lencke Wischhusen ist gebürtige Bremerin und im eigenen Familienbetrieb mit mittelständischen Werten aufgewachsen. Sie wirkte im Unternehmen der Familie bis hin zur Geschäftsführung mit und war auch als Bundesvorsitzende der Jungen Unternehmer aktiv. Ihr großer Einsatz für junge Gründer und Unternehmensnachfolger führte sie zu der Gründershow bei VOX „Die Höhle der Löwen“ als Jurymitglied. Dort hat sie zwei Jahre lang fantastische Gründerinnen und Gründer kennengelernt und ihnen geholfen, ihre Idee umzusetzen. 2014 wechselte sie als Spitzenkandidatin für die FDP Bremen in die Politik und zog prompt in die Bürgerschaft ein. Seit Mai 2015 ist sie Fraktionsvorsitzende in der Bremischen Bürgerschaft und Mitglied des FDP-Bundesvorstands.

 

"Es gibt sie, die starken Frauen in der Wirtschaft. Schön, dass der BVMW sie jetzt sichtbar macht und damit Role Models für viele weitere Frauen schafft, die sich hoffentlich ermutigt fühlen, ebenfalls eine Führungsposition zu übernehmen."

Brigitte Zypries, Bundesjustiz- und Bundeswirtschafts- ministerin a. D.

 

Diana Scholl ist seit 2014 beim Bundesverband mittelständische Wirtschaft und vornehmlich im Bereich Politik und Volkswirtschaft aktiv. Seit diesem Jahr hat sich ihr Aufgabenbereich um die Leitung der Mittelstandsallianz erweitert. Als weibliche Führungskraft im Verband möchte sie Kolleginnen und Kollegen bei dem Thema unterstützen sowie auch die weibliche Stimme des Mittelstands verstärkt in den politischen Diskurs mit einbringen. Beim BVMW ist sie Hauptansprechpartnerin zum Thema und übernimmt die Koordination der Aktivitäten.

BVMW mit hoher Frauenquote

Wirtschaft gilt ja oft als Domäne der Männer. Beim BVMW jedoch haben die Frauen erheblich aufgeholt: Der Anteil der weiblichen Beschäftigten beträgt im Verband 59 Prozent (Stand Juni 2019). Und 47 Prozent der Führungspositionen sind mit Frauen besetzt (Stand Juni 2019). Cathleen Roeder, Personalleiterin im Mittelstandsverband BVMW, ist überzeugt: „Flexible Arbeitszeiten und Arbeitszeitmodelle wie Teilzeit- oder Home-Office-Lösungen spielen in Hinblick auf Mitarbeiterzufriedenheit eine große Rolle.“
Bienvenue Angui ist Leiterin von Le Mittelstand-BVMW und Geschäftsführerin der Mittelstand Alliance Africa. In dieser Funktion setzt sich sie sich erfolgreich für die Stärkung der deutsch-frankophonen und deutsch-afrikanischen Wirtschaftsbeziehungen ein.

Auch der Vorstand des BVMW ist seit der Bundesversammlung am 27. November durch zwei Unternehmerinnen bereichert worden.


Dr. Ute Bergner, VACOM Vakuum Komponenten & Messtechnik GmbH

Die promovierte Physikerin hat 1992 in Jena mit zwei Mitarbeitern VACOM gegründet. Mittlerweile zählt das Unternehmen mit rund 300 Mitarbeitern zu einem der führenden europäischen Unternehmen für Vakuumtechnik. Zudem engagiert sich Dr. Ute Bergner in gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Gremien wie IHK, DPG und DVG. Seit 2014 setzt sie sich auch im Mittelstandsbeirat des Bundeswirtschaftsministeriums aktiv für die Interessen des Mittelstands ein. Nach der Landtagswahl im Oktober 2019 zog sie für die FDP in den Thüringer Landtag ein.

Katja Pampus, WDI– Westfälische Drahtindustrie GmbH

Die gelernte Industriekauffrau führt den größten, konzernfreien Qualitätsdrahtproduzenten Europas in zweiter Generation erfolgreich fort. Sie stammt aus einer westfälischen Unternehmerfamilie. Seit 2009 ist sie geschäftsführende Gesellschafterin und leitet die WDI mit 15 Standorten und fast 1.300 Mitarbeitern. Zum Thema „Industriestandort Deutschland – Chancen und Herausforderungen für KMU“ referiert sie am Institut der Norddeutschen Wirtschaft e. V

Gut zu wissen


Der Anteil der Unternehmerinnen/Geschäftsführerinnen im Mittelstand beträgt derzeit 17,1 Prozent

Je kleiner das mittelständische Unternehmen ist, desto höher ist der Frauenanteil

Weniger als ein Drittel der Führungspositionen in deutschen Unternehmen werden von Frauen besetzt.

Wichtig für SIE: Sie wollen mit gutem Beispiel vorangehen und Ihre Geschichte erzählen? Sie kennen tolle Netzwerke, mit denen man sich austauschen sollte? Sie sind selbst aktiv und/oder interessiert und möchten Ihre Ideen einbringen oder Formate vorstellen? Dann melden Sie sich bei uns:  diana.scholl@bvmw.de

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