Best practices: Wie Mitglieder in der Krise gewinnen

Seit dem Shutdown zur Eindämmung der Corona-Pandemie kämpfen viele Unternehmen mit ihrer Liquidität. Wir haben Mitgliedsunternehmen gefragt, die in der Krise Kraft geschöpft und zielstrebig modellhafte Lösungen gefunden haben.

Taskforce Covid-19

Die Ausbreitung des Coronavirus beschäftigte uns operativ bereits seit Ende Januar, da wichtige Zulieferer in China, Südkorea und Italien sitzen. Wir kämpften also schon mit Corona um unsere Business Continuity, als es noch ein asiatisches Problem war. Somit waren unsere Krisenpläne sehr weit, als die Lage in Deutschland an Dynamik gewann, und daher auch vorbereitet, essenzielle Unternehmensprozesse am Laufen zu halten. Anfang März haben wir eine Taskforce Covid-19 gegründet und Lagebesprechungen eingeführt, um unsere Mitarbeiter auf dem Laufenden zu halten. Unsere Produktionsschichten wurden zeitlich getrennt, um einen Totalausfall auszuschließen. Für die Verwaltung stand Homeoffice an, was sich als großes IT-Projekt herausstellte.

Carsten Bovenschen
Vorstand Akasol AG
Darmstadt (Hessen)
www.akasol.com

Mit YouTube-Kursen einparken lernen

Corona hat die schnellste Fahrschule Deutschlands ausgebremst. Eines stand für uns fest: Wir werden keinen Mitarbeiter entlassen, damit wir nach der Krise sofort wieder startklar sind. Und wir haben Gas gegeben – mit Führerschein-Theorie. Dazu haben wir unser bestehendes Online-Programm um spezielle Lerninhalte und Konsultationszeiten erweitert. Auf dem YouTube-Kanal „Fischer Academy – Die Fahrschule“ wurden täglich im Live-Stream Fragen rund um die Führerscheinausbildung beantwortet. So waren die Fahrschüler mit der Unterstützung unserer Fahrlehrer in der Lage, sich von zu Hause aus auf ihre Prüfung vorzubereiten, größtenteils sogar kostenfrei.

Mike Fischer
Geschäftsführer Fischer Academy
Gera (Thüringen)
www.fischer-academy.de

Keine Kurzarbeit dank Produktinnovation

Wir sind mit einer Produktinnovation in die Offensive gegangen. Mit der schnellen Einführung eines flexibel einsetzbaren Holzgriffs „Schubsi“, der auf alle Einkaufswagen passt, ist es uns gelungen, unser Geschäft zu stabilisieren. Kunden von Supermärkten oder Baumärkten setzen auf diesen Hygieneartikel. Nach drei Tagen war der erste Prototyp auf dem Markt, und die Resonanz war unglaublich positiv. Durch „Schubsi“ haben wir unseren Lieferanten, Kunden und uns eine Möglichkeit gegeben, auf die aktuelle Situation zu reagieren und Kurzarbeit zu umgehen. Wir hoffen, dass sich das auf lange Sicht positiv auf unsere eigene Marke und das Vertrauen in unser Unternehmen auswirken wird.

Michael Molitor
Prokurist Haromac
Werkzeugfabrik GmbH & Co. KG
Hückeswagen (Nordrhein-Westfalen)
www.haromac.de

Autokauf per Onlinevertrag

Auch wenn vor einigen Wochen kaum daran zu denken war, haben wir es geschafft, interne Prozesse umzustellen: viele davon einfacher und deutlich digitaler. Wir sind jetzt mit unserer Verkaufsmannschaft dazu in der Lage, Kunden online zu beraten und auch Fahrzeuge in diesem Rahmen zu präsentieren. Ebenfalls ist ein Onlinekaufvertrag mittlerweile problemlos möglich. In Bezug auf Homeoffice, digitale Schulungsformate und kontaktlose Serviceprozesse hat sich der Arbeitsalltag bei der BMW Niederlassung Göttingen ebenso nachhaltig verändert. Höchste Sicherheitsvorkehrungen, Desinfektionsstationen und Einlasskontrollen geben auch unseren Kunden absolute Sicherheit. Die Akzeptanz all dieser Formate wächst täglich.

Alexander Bieling
Leiter BMW Niederlassung Göttingen
Göttingen (Niedersachsen)
​​​​​​​www.bmw-goettingen.de

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