Mit UV-Licht gegen die Pandemie

Innovative Startups sind das Salz in der Suppe eines starken Wirtschaftsstandorts. Ein junges Düsseldorfer Unternehmen setzt seit einem Jahr auf einen speziellen Luftreiniger, um Bakterien und Viren zu töten.

smart air gerät in wohnzimmer

Die Corona-Pandemie hat uns gezeigt, dass vor allem die durch den Atem verbreiteten Aerosole den Innenraum zum kritischen Bereich des Infektionsgeschehens machen. Schul- und Fabrikschließungen waren die Folge dieser Erkenntnis – sie führten zu schwerwiegenden ökonomischen und sozialen Konsequenzen.

UVC-Licht tötet Keime ab

Doch lässt sich der Kampf gegen Corona, oder ganz allgemein gegen Viren und Bakterien, nicht auch mit smarter Technologie gewinnen, ohne gleich die Lockdown-Keule auszupacken? Dass Technologie weiterhelfen kann, davon ist der Unternehmer Johannes Gresser überzeugt. Der Gründer und Geschäftsführer der Düsseldorfer Smart Air Technologie GmbH setzt im Kampf gegen Viren und Bakterien auf UVC-Technologie, auf einen Luftfilter, der die Raumluft ansaugt und durch einen Korpus mit ultraviolettem Licht im kürzesten Wellenbereich strömen lässt. Die Bestrahlung mit UVC-Licht dieser Art tötet Krankheitserreger ab, indem es das Erbgut der Keime beschädigt und die Reproduktion verhindert.

Bekannte Methode in neuem Gewand

"UVC-Technologie wurde bereits vor der Corona-Pandemie im Kampf gegen Viren und Bakterien im Innenraumbereich mit Erfolg eingesetzt. Die Aufbereitung von Trinkwasser fußt im Wesentlichen auf dem Effekt der UVC-Bestrahlung. Allerdings war Corona ein massiver Beschleuniger der technologischen Entwicklung dieses Marktsegments", so Gresser. Die Firma verspricht einen Wirkungsgrad von mindestens 90 Prozent und empfiehlt den Einsatz in Räumen von bis zu 40 Quadratmetern. Seit November 2020, nach gerade einmal sechs Monaten intensivster Entwicklungszeit, gelang der Markteintritt. Die etwa ein Meter hohen Filter werden bislang vor allem von Arztpraxen, Betrieben mit Büroflächen, Hotels und Gastronomiebetrieben sowie von Friseursalons oder Fitnessstudios nachgefragt; 2.500 Euro kostet ein Gerät, das sich auch für Schulklassen und Privathaushalte eignet. "Betrachtet man die Anschaffungskosten als langfristige Investition in die Gesundheit, ist mit knapp über einem Euro am Tag bei einer Nutzungsdauer von zehn Jahren pro Gerät zu kalkulieren. Das wiederum sollte unsere Gesundheit wert sein", so Gresser.

Wachsende Nachfrage

Den Vertrieb hat Gresser über einen eigenen Online-Shop und markterprobte Vermarktungspartner auf die Beine gestellt. "Die Zahl der Bestellungen ist in den letzten Monaten angezogen, und da die Filter grundsätzlich auch über die aktuelle Pandemie hinaus die Luftqualität signifikant verbessern, schauen wir optimistisch in die Zukunft", berichtet Gresser.

 

Thomas Kolbe
BVMW Pressesprecher Nordrhein-Westfalen
thomas.kolbe@bvmw.de

Visitenkarte

Smart Air Technologies GmbH
Gründung: 2020
Firmensitz: Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen)
Geschäftsführer: Johannes Gresser
BVMW-Mitglied
www.smartair.de