Nachfolger gesucht!

Den passenden Nachfolger zu finden - das ist ein komplexes und zeitaufwendiges Unterfangen.

symbolbild person mit fernglas bricht durch gelbe wand

Ob Sie ein etabliertes Unternehmen erstehen wollen oder für Ihre Firma nach einem Käufer suchen, der in Ihre Fußstapfen tritt: Auf Deutschlands größter privater Unternehmensbörse DUB.de werden Sie fündig.

Dass der Eigentümer eines Unternehmens wechselt, ist kein ungewöhnlicher Vorgang. Knapp 260.000 Unternehmensübergaben stehen bis Ende 2022 an. Das geht aus dem "Nachfolge-Monitoring Mittelstand 2020" von KfW Research hervor. Die Übergabe kann innerhalb der Familie, an einen langjährigen Mitarbeiter oder einen externen Manager erfolgen. Auch Wettbewerber halten gern Ausschau nach Unternehmen, in denen sich der Seniorchef in den wohlverdienten Ruhestand verabschieden will. Welche Nachfolge-Optionen grundsätzlich infrage kommen – diese Frage muss jede Unternehmerin und jeder Unternehmer für sich selbst beantworten. Es gilt zudem, sich darüber im Klaren zu sein, dass ein Nachfolgeprozess ein komplexes Unterfangen ist. Und da man meist nur einmal im Leben eine Firma abgibt, fehlen Erfahrungswerte. "Die Nachfolge ist eine der kritischsten Situationen für ein Unternehmen", sagt Rainer Krumm, geschäftsführender Eigentümer der Unternehmensberatung axiocon. "Umso erstaunlicher ist es, dass sie teilweise unbekümmert und fast arglos angegangen wird. Dabei geht es doch darum, sein Lebenswerk sicher und unbeschadet zu übergeben." Worauf gilt es bei der Nachfolge also zu achten?

1. Langfristige Planung:

Eine Nachfolgeabwicklung ist ein Marathon und kein Sprint. Der Prozess sollte gut geplant sein und vor allem frühzeitig angegangen werden. Fünf Jahre und länger kann es dauern, bis der perfekte Nachfolger gefunden ist. Bei der Suche hilft die Deutsche Unternehmensbörse DUB.de. Auf dem Portal finden sich Unternehmen, die zum Verkauf stehen, aber auch Käufer, die gezielt suchen.

2. Objektiv sein:

Nicht selten lassen sich Unternehmer bei der Suche nach einem Nachfolger von ihren Gefühlen leiten. Sein Lebenswerk zu verkaufen – dieser Schritt fällt schließlich nicht leicht. Da ist es wenig überraschend, dass zunächst einmal niemand – ob innerhalb oder außerhalb der Familie – der passende Nachfolger zu sein scheint. Objektivität fehlt oftmals auch bei der Ermittlung des Firmenwerts. Zwischen dem "gefühlten" Unternehmenswert des Alteigentümers und der Realität können mitunter Welten liegen. Dabei ist eine solide Bewertung des Unternehmens eine enorm wichtige Voraussetzung für einen erfolgreichen Verkauf. Ist die Bewertung zu hoch, schreckt sie Käufer ab. Eine zu niedrige Bewertung lockt falsche Käufer an. Die KMU-Multiples helfen dabei, den Unternehmenswert objektiv zu bestimmen.

3. Fähigkeiten im Check:

Welche Qualifikationen braucht ein Nachfolger, um das Unternehmen vernünftig führen zu können? Für die Beantwortung dieser Frage ist eine Stärken-Schwächen-Analyse des Unternehmens unabdingbar. Gibt es Geschäftsmodelle und Strategien, die auch in Zukunft weiterverfolgt werden müssen? Und: Könnten sich durch die Nachfolge vielleicht Chancen eröffnen – gerade mit Blick auf die Megatrends Digitalisierung und Nachhaltigkeit? Dadurch könnten zum Beispiel neue Märkte oder Zielgruppen erschlossen und Innovationen vorangetrieben werden. Generell gilt: Wer weiß, was er sich für die Zukunft seines Unternehmens wünscht, findet schneller den passenden Nachfolger.

4. Auch die Werte müssen stimmen:

Neben den Fähigkeiten ist ein gemeinsames Fundament an Werten entscheidend. Der Senior sollte klar definieren, welche Werte und Philosophie die künftige Chefin oder der künftige Chef teilen sollte. Die Überprüfung des "cultural fit" sorgt dafür, dass es später zu keiner bösen Überraschung kommt. Klaffen die Vorstellungen zu weit auseinander, lautet die Empfehlung: Weitersuchen!

5. Gründliche Einarbeitung:

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Die Nachfolgerin beziehungsweise der Nachfolger benötigt genügend Zeit zur Einarbeitung. Im Idealfall vollzieht sich diese noch während der aktiven Zeit des scheidenden Eigentümers. Alternativ kann dieser nach seinem Rückzug noch in beratender Funktion tätig sein. Für die Übertragung der Gesamtverantwortung ist es wichtig, dass ein Nachfolger Einblicke in alle Bereiche erhält sowie externe Dienstleister und Kunden kennenlernt.

6. Loslassen lernen:

Schneller Ausstieg des Altinhabers oder sanfter Übergang: Für welchen Weg sich Verkäufer und Nachfolger entscheiden, hängt von vielen Faktoren ab. Aber irgendwann heißt es Abschied nehmen. Besonders langjährige Firmenchefs tun sich schwer damit, wirklich loszulassen. Doch das ist wichtig. Denn: Die Einmischung in das Tagesgeschäft sorgt für Unruhe bei der neuen Führung und schadet unter Umständen dem Unternehmen.

 

 

Der Beitrag "Nachfolger gesucht" erschien im Magazin "DUP UNTERNEHMER", Ausgabe April 2021. Das DUP Unternehmer-Magazin ("Deutsche Unternehmer Plattform") hat eine Auflage von mehr als 270.000 Exemplaren. Der Schwerpunkt liegt auf den Themen Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Die Plattform bietet eine Unternehmens-, Insolvenz-, Franchise- und Beraterbörse.

Weitere Information unter www.dup-magazin.de