Energie in Afrika

  • Wasserkraftanlagen in Afrika verfügen über eine Leistung von rund 36 Gigawatt

  • Afrikas Strombedarf steigt jährlich um circa 6%

  • Die Afrikanische Union und die Afrikanische Entwicklungsbank investieren bis 2040 fast 400 Milliarden US-Dollar in die Infrastruktur.

Der Zugang zu Energiedienstleistungen ist sowohl eine Voraussetzung für menschliche Entwicklung und Wohlergehen als auch wohlhabende wirtschaftliche Entwicklung und Schaffung von Arbeitsplätzen.

Subsahara-Afrika hat eine der niedrigsten Stromzugangsraten der Welt. Große Teile des ländlichen Afrikas sind nach wie vor nicht elektrifiziert, und die derzeitigen Erzeugungskapazitäten sind oft nicht in der Lage, die Nachfrage in schnell wachsenden städtischen Zentren und Stadtrandgebieten zu decken. Infolgedessen besteht ein dringender Bedarf an Zugang zu Energie durch eine rasche und groß angelegte Ausweitung sowohl der Elektrizität-Erzeugungskapazitäten – netzgebundene und netzunabhängige – als auch der Lieferung anderer Energieformen. Dazu kommt ein wachsender Energiebedarf durch die voranschreitende wirtschaftliche Entwicklung innerhalb des Kontinents.

Dieses Problem bietet Chancen von hohem wirtschaftlichem Potenzial, vor allem, weil Afrika die nötigen Voraussetzungen hat, um dieses effizient zu lösen. Afrikanische Länder sind bereits Energierohstofflieferant für Industrieländer und verfügen zudem über ein Potenzial bei erneuerbaren Energiequellen wie keine andere Region der Erde. Dazu zählen zum Beispiel einige der wasserreichsten Flüsse der Welt wie der Kongo und Nil, die zur Gewinnung von grünem Wasserstoff genutzt werden können, als auch das enorme Potenzial der Solar- und Windenergie.

Außerdem bieten Projekte zum Ausbau der Stromnetze Afrikas eine weitere Investitionsmöglichkeit. Energie ist eine Grundvoraussetzung, um die produktiven Sektoren sowohl im lokalen als auch im nationalen Kontext zur Schaffung von Arbeitsplätzen, zur wirtschaftlichen Entwicklung und zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit anzuregen.