Gesundheit in Afrika

  • 6,7% mehr Nachfrage von Medizintechnik (2019)

  • Die Anzahl der Menschen über 65 Jahre steigt bis 2050 auf 16 Millionen

  • Deutsche Exporte von Medizintechnik im Wert von über 477 Millionen Euro

Das Thema Gesundheit ist omnipräsent auf dem afrikanischen Kontinent. Eine der häufigsten Krankheitsursachen ist Armut. Sie gilt als mitverantwortlich für einen großen Teil aller Todesfälle. Armut verhindert, dass Kranke medizinisch versorgt werden. In den afrikanischen Staaten südlich der Sahara liegt die Lebenserwartung mit 60 Jahren deutlich unter dem weltweiten Durchschnitt.

Auch wenn der politische Wille zu Umstrukturierungen vorhanden ist: Den meisten Entwicklungsländern fehlt es sowohl an finanziellen Mitteln als auch an Personal, um ein funktionierendes und flächendeckendes Gesundheitssystem aufzubauen. Allein in Afrika fehlen aktuell rund drei Millionen Gesundheitsfachkräfte.

Angeknüpft an dieses Problem entstehen Chancen, vor allem für den deutschen Mittelstand:

Der Gesundheitssektor ist in vielen Ländern Afrikas durch einen Investitionsstau gekennzeichnet. Um dem entgegenzuwirken, bauen die Regierungen auf die Zusammenarbeit mit privaten Partnern oder investieren in die öffentliche Gesundheitsinfrastruktur. Ein wichtiges Thema ist der Ausbau der Krankenversicherungssysteme. Eine wachsende Mittel- und Oberschicht fragt zunehmend medizinische Dienstleistungen vor Ort nach. Der hohe Importbedarf bei Medizintechnik und Pharmazeutika wird perspektivisch weiter steigen.

Afrika bietet einen Zukunftsmarkt für die deutsche Gesundheitswirtschaft aufgrund eines enormen Nachholbedarfs. Gleichzeitig ist die Entwicklung tragfähiger Gesundheitssysteme eine zentrale Komponente für die Entwicklung der Länder. Private Investoren springen vermehrt ein und bauen die Gesundheitsinfrastrukturen aus, auch weil staatliche Mittel begrenzt sind. Gerade hier steigt die Nachfrage nach explizit deutschen Technologien.

Um dieser Nachfrage weiterhin nachkommen zu können, unterstützt Sie die Mittelstandsallianz Afrika beim Wissenstransfer mit den afrikanischen Regierungen durch ein starkes Netzwerk oder beim Markteintritt selbst.

Gerade in dieser schwierigen Zeit der Covid-19-Pandemie ist das Thema Gesundheit präsenter denn je. Covid-19 und seine Auswirkungen drohen das Wachstum Afrikas stark zu verlangsamen. Afrikanische Länder sind gerade deshalb zusätzlich interessiert an Investitionen und Hilfe im Gesundheitssektor.