Networking Treffen mit der tunesischen Botschaft und FIPA

Im Rahmen unserer vorgesehenen Projekte in Tunesien trifft sich die Mittelstandsallianz Afrika mit dem Wirtschaftsattaché der tunesischen Botschaft und der Geschäftsführerin der Foreign Investment Promotion Agency.

(v.l.n.r. Reinhold von Ungern-Sternberg, Tarek Almbrok, Lena Pahlenberg, Hanna Hodel, I.E. Saida Kahouli (FIPA), Mor Diop, Yasmine Maalej, S.E. Chiheb Chaouch, Andreas Jahn)

Im Mittelpunkt des Gesprächs zwischen der Mittelstandsallianz Afrika (MAA) des BVMW, Herrn Chiheb Chaouch und Frau Saida Kahouli von FIPA standen die Potenziale des tunesischen Marktes für deutsche KMU. Insbesondere im Automobilbereich gibt es interessante Geschäftsmöglichkeiten für den deutschen Mittelstand.

Wirtschaftsumfeld Tunesien

Als eine der wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaften Afrikas und der arabischen Welt bietet die tunesische Wirtschaft ausländischen Unternehmen ein vielversprechendes Umfeld. Das Land zeigt sich krisenresilient und wächst im Jahr 2021 um voraussichtlich 4 Prozent.

Über 3.600 ausländische Unternehmen haben sich in Tunesien niedergelassen und bieten über 400.000 Arbeitsplätze. Deutschland ist traditionell unter den Top 5 der ausländischen Investoren in Tunesien und einer der wichtigsten Handelspartner Tunesiens. Mehr als 280 deutsche Unternehmen sind heute in Tunesien aktiv. Die große Mehrheit (80 Prozent) von ihnen exportiert in die EU.

Das Bildungsniveau der erwerbstätigen Bevölkerung, das solide makroökonomische Management, der lukrative Standort, günstige Transportkosten nach Europa sowie die hohe Qualität der öffentlichen Einrichtungen sind für die Geschäftstätigkeit der Unternehmen in Tunesien besonders günstig.

Der Automobilsektor – ein vielversprechender Sektor für deutsche KMU

Seit Jahrzehnten ist Tunesien ein Standort für deutsche Kfz-Zulieferer. Tunesien profitiert von seiner geografischen Nähe zu den europäischen Ländern, verfügt über Fachkräfte, tiefe Lohnkosten und hat Freihandelsabkommen mit den Märkten in Subsahara-Afrika, dem Nahen Osten und der Europäischen Union unterzeichnet. Dies begünstigt den Automobilsektor enorm. Heute ist Tunesien der drittgrößte Automobilhersteller in Afrika. Hauptsächlich werden elektronische und mechanische Kfz-Komponenten in Tunesien gefertigt, auch die E-Mobility Branche wird immer wichtiger.

Die MAA unterstützt deutsche KMU beim Markteintritt

Beim kürzlichen Treffen der MAA mit der tunesischen Botschaft und FIPA wurden die Geschäftsmöglichkeiten, die der tunesische Markt für deutsche KMU bietet, deutlich. Durch ein gebündeltes Beratungs- und Begleitungsangebot unterstützt die MAA deutsche Unternehmen, die auf dem afrikanischen Kontinent aktiv werden wollen. Auch in Tunesien verfügt die MAA über ein starkes Netzwerk und gute Kontakte mit der Regierung.