Rockware – Jordanien

Ein „Best-Practice-Beispiel“ aus Jordanien von unserem Mitglied „Rockware“ Bereits vor Corona hat Rockware in Jordanien ein weiteres Unternehmen gegründet – die Rockware Jordanien LLC „Munich Software Development Company LLC“. Das Büro befindet ...

Rockware – Jordanien

Ein „Best-Practice-Beispiel“ aus Jordanien von unserem Mitglied „Rockware“

Bereits vor Corona hat Rockware in Jordanien ein weiteres Unternehmen gegründet – die Rockware Jordanien LLC  „Munich Software Development Company LLC“. Das Büro befindet sich auf dem Campus der Deutsch-Jordanischen Universität (German Jordanian University, GJU). Damit ist Rockware auch das erste Unternehmen, das die Erlaubnis erhalten hat, dort Büroräume zu beziehen.

In einem Kooperationsvertrag wurde das Unternehmen dazu verpflichtet, Werkstudenten der GJU in Deutschland aufzunehmen. Im Gegenzug dafür gibt die GJU Zugriff auf die komplette Infrastruktur der Universität. So können die Mitarbeiter vor Ort sogar die Sporteinrichtungen, sowie die Busse der GJU nutzen.

Drei der Werkstudentinnen waren so überzeugend, dass Rockware den Damen unmittelbar nach ihrem erfolgreichen Abschluss Arbeitsverträge in Jordanien anbieten konnte. Die Leistungen stellten auch die Kunden so zufrieden, dass der Entschluss gefasst wurde, das Büro weiter auszubauen.

Während Corona konnten über zwei Jahre lang keine passenden Aufträge für Jordanien generiert werden, noch hatten die Geschäftsführer die Möglichkeit selbst vor Ort zu sein, um sich um das Büro zu kümmern. 2022 hat sich die Lage sichtlich entspannt, ein neuer Kunde war gefunden und so wurde die GJU kontaktiert und einen Besuch vor Ort angekündigt, da der neue Kunde großen Ressourcenbedarf hat.

Besuch der GJU im Mai 2022

Nach einer Begrüßung vom Präsidenten (Prof. Ala'aldeen Al-Halhouli), Vizepräsidenten (Prof. Ralf Rosskopf), dem Dekan der Fakultät für Innovation und Entrepreneurship (Dr. Nidal Al-Shwawreh) und Frau Britta Kähler (Dean Assistant) fand die feierliche Inaugurationsfeier für das neue Dekanat Deanship of Innovation, Technology Transfer and Entrepreneurship (DI-TECH) statt. Im Zuge der Feierlichkeiten, unter Anwesenheit des Deutschen Botschafters, durfte Rockware mit Prof. Al-Halhouli die Neuauflage der Kooperation schriftlich besiegeln. Anschließend fand eine Podiumsdiskussion zum Thema Innovation und Unternehmertum statt.

Folgende Personen nahmen teil:

 

  • Dr. Iyad Abu Haltam, Amman Chamber of Industry
  • Dr. Abdelrahman Zuraik, Advisor to the GJU President for Innovation and Entrepreneurship
  • Raed Madanat, Ministry of Digital Economy and Entrepreneurship (MoDEE)
  • Ghaleb Hijazi, Chairman of Business Development Center
  • Oliver Gebert, Rockware
  • Dr. Ziad Abuelrub (Moderator), GJU

 

Es gab die Gelegenheit, dort über das Vorgehen (Werksstudenten in Deutschland weiter ausbilden, dann in Jordanien beschäftigen) zu berichten. Was großen Anklang fand, da das Konzept nicht versucht jordanische Arbeitskräfte ins Ausland zu ziehen, sondern ihnen vor Ort Stellen zu schaffen.

Daher wurde Rockware von Herrn Madanat zum MoDEE eingeladen. Das Ministerium wollte die aktuelle Situation in Jordanien und die vielen Unterstützungsmaßnahmen des Staats besprechen.

Am nächsten Tag fand unter anderem ein Treffen mit Dina Batshon im HQ der SOS Kinderdörfer Weltweit (ebenfalls BVMW Mitglied) in Amman statt. Dina ist National Youth Care Advisor und berichtete über die Programme der SOS Kinderdörfer Weltweit in Jordanien. Ein besonderes Anliegen von Rockware ist es, diese Programme so gut es geht zu unterstützen – durch Weiterbildung der Teilnehmer und natürlich auch durch entsprechende Arbeitsverträge.

Der 25. Mai ist der Unabhängigkeitstag in Jordanien. Hier gab es eine Einladung in das Ministry of Digital Economy and Entrepreneurship. Jordanien benötigt dringend Arbeitsplätze für die größtenteils sehr gut ausgebildeten jungen Menschen. Die von Raed Madanat und Odeh Haddadin geschilderten staatlichen Förderungen und Programme haben verdeutlicht, dass der Staat erkannt hat, wie er den Einstieg für ausländische Investoren aber auch für junge jordanische Unternehmer erleichtern kann.

Briefing im Juni 2022

Unmittelbar nach Rückkehr von der ersten Reise, hat die GJU Rockware darum gebeten, bei einem Empfang an der Universität anwesend zu sein. Der Vizekanzler, Robert Habeck, war wegen des MENA Europe Future Energy Dialogue (MEFED) in Amman und wollte am 8. Juni die GJU besuchen. Neben einer Fragerunde mit Studenten der GJU stand das Unterzeichnen eines MoU zwischen der GJU und der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FHWS) zum Thema Robotik / KI. Oliver Gebert konnte Robert Habeck anlässlich eines Briefings die Zusammenarbeit von GJU und Rockware darstellen.

Beim Briefing waren – neben der deutschen Presse und den Gästen der deutschen Botschaft – folgende Personen anwesend:

 

  • Dr. Robert Habeck, Bündnis 90/Die Grünen, Vizekanzler der BRD
  • Bernhard Kampann, Deutscher Botschafter in Jordanien
  • Prof. Ala'aldeen Al-Halhouli, Präsident der GJU
  • Prof. Dr. Robert Grebner, Präsident der FHWS
  • Dr. Nidal Al-Shwawreh, Dekan DI-TECH
  • Oliver Gebert, Sebastian Stein, Sief Muffarrej, Rockware

 

Resümee

Oliver Gebert von Rockware ist klar geworden, welche Chancen Jordanien für Europa bietet. Ein Überfluss an sehr gut ausgebildeten jungen Menschen, eine stabile Wirtschaft und Währung, ein aufgeschlossenes Umfeld (spezielle Förderprogramme für female Empowerment oder Sustainability) und im Zusammenspiel mit der GJU sogar noch Studenten und Absolventen, die die deutsche Sprache sprechen und die Kultur kennengelernt haben. Ein Abschluss an der GJU ist nur nach einem Aufenthalt in Deutschland und einem Mindestlevel in der deutschen Sprache (B2) möglich.

Als Dienstleister möchte Oliver Gebert mit seinem Unternehmen in Zukunft europäische Firmen beim Einstieg in Jordanien begleiten oder sogar in ihrem Namen in Jordanien tätig sein. Bei dem akuten Mangel an Arbeitskräften in Europa ist das eine echte Option zur teuren und mühsamen Kandidatensuche.