Der Münchner Wirtschaftsbericht 2019

Wie immer einen (oder mehrere) Blick(e) wert: Der Münchner Jahreswirtschaftsbericht 2019. Zahlen, Daten, Fakten zur Wirtschaft in München, Bayern und Deutschland.

München weiterhin an der Spitze

Im nationalen und internationalen Vergleich nimmt München auch im Zeitraum 2018, den der aktuelle Wirtschaftsbericht betrachtet, in vielen Bereichen Spitzenplätze ein.

So findet man unsere Stadt in vielen Studien – wenn nicht sogar an erster Stelle – unter den Top 5: Lebensqualität, Digital-Standort, Wirtschafts-Wachstum, größtes Entwicklungspotential. Alles hervorragend.

Allerdings nimmt München auch einen Spitzenplatz (3. Platz hinter Frankfurt und Stuttgart) bei den Lebenshaltungskosten ein. Hier schlagen weiterhin und immer mehr die hohen Wohnkosten in der Landeshauptstadt zu Buche.

Auch bei der Verteilung der Unternehmen nach Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Mitarbeiter gab es leichte Verschiebungen.

So nahm die Anzahl der Kleinstunternehmen (0 – 9 MA) ab, während die KMU (10 – 249 MA) und Großunternehmen (über 250 MA) leichten Zuwachs vermelden können.

„Verlierer“ der Digitalisierung“

Auch zu den Auswirkungen der Digitalisierung macht der Wirtschaftsbericht Angaben. Demnach gehören Versicherungen und Hersteller von Druckerzeugnissen dazu. Aber auch in anderen Branchen wie dem Einzelhandel verschieben sich die Verhältnisse.

Ein paar Auszüge aus dem Wirtschaftsbericht

(Quelle: Münchner Jahreswirtschaftsbericht 2019; Landeshauptstadt München, Referat für Arbeit und Wirtschaft, externer Downloadlink): 

"Für die Stadt München weist das Unternehmensregister des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung 91.202 Unternehmen (aktueller Stand: 2018) aus. Die Aufteilung der Unternehmen nach Beschäftigtengrößenklassen (vgl. Tabelle 5) zeigt, dass die überwiegende Mehrzahl der Unternehmen (90,7 %) Kleinstunternehmen sind, die bis zu neun SV-Beschäftigte haben. 8,8 % der in München ansässigen Unternehmen zählen zu den kleinen oder mittleren Unternehmen (KMU), während rund ein halbes Prozent bzw. 472 der in München ansässigen Unternehmen Großunternehmen mit mehr als 250 SV-Beschäftigten sind. "

Mehr Gewerbeanmeldungen….

„Die Zahl der Gewerbeanmeldungen stieg in München um 1,9 % auf 17.496 Anmeldungen an. Allerdings stiegen auch die Gewerbeabmeldungen und lagen um 1,3 % über dem Vorjahr. Der resultierende Saldo zeigt einen jährlichen Nettozuwachs an Unternehmen in München, dieser lag im vergangenen Jahr bei 3.084 Unternehmen.

München grenzt sich damit, wie einige andere Großstädte auch, vom bayern- und bundesweiten Trend ab, wo Rückgänge von -0,4 % (Bayern) bzw. -1,2 % (Deutschland) für das Jahr 2018 verzeichnet wurden. Den Hauptgrund für die seit längerem zu beobachtenden, tendenziell rückläufigen Gewerbeanmeldungen stellt die positive Arbeitsmarktentwicklung der letzten Jahre dar: Werden vom Arbeitsmarkt in hohem Umfang Arbeitskräfte nachgefragt, sinkt in der Regel die Gründungsneigung.

… aber auch mehr Insolvenzen.

„Ergänzt wird das Bild durch die Entwicklung der Insolvenzen […]. Im Jahr 2018 stieg die Zahl der von Insolvenz betroffenen Unternehmen in München um 1,3 % an. Die Zahl der betroffenen Arbeitnehmer verdoppelte sich deutlich und lag bei 2.045. Im Bundesdurchschnitt hingegen sank die Zahl an Unternehmensinsolvenzen um -3,9 %, in Bayern sogar um -4,5 %.“

München führender Standort für Künstliche Intelligenz

„München hat sich in den letzten Jahren zu einem wichtigen, um nicht zu sagen dem Standort für Künstliche Intelligenz (KI) in Deutschland entwickelt. Gerade die Ansiedlung von IBM – Watson und das Entwicklungszentrum von Google Deutschland haben diesen Prozess voran getrieben. Laut einer Studie der UnternehmerTUM beschäftigen sich auch immer mehr junge Unternehmen mit künstlicher Intelligenz. In München haben sich mehr als 20 Prozent aller bundesdeutschen KI-Startups niedergelassen. 280 Millionen Euro investiert außerdem der Freistaat Bayern, um bei der Forschung für Künstliche Intelligenz nicht den Anschluss zu verlieren.“

Aber lesen Sie am besten selbst im  Münchner Jahreswirtschaftsbericht 2019 der Landeshauptstadt München, Referat für Arbeit und Wirtschaft (externer Downloadlink, PDF).