Für den Mittelstand vernetzt

Die Bundestagung des BVMW in Stuttgart (06. - 08. September 2019) war wie gewohnt der Hotspot der Mittelstands-Vernetzung. Eine kurze Zusammenfassung mit Einblicken "hinter die Kulissen".

3 Tage trafen sich rund 200 Repräsentanten des BVMW in Stuttgart in der alten Reithalle - für den Mittelstand.

Wie immer nicht als Selbstzweck, sondern um durch die Vernetzung untereinander und mit hochkarätigen Gästen aus den Bereichen Politik, Bildung und Wirtschaft den Vorsprung für den Mittelstand auszubauen.

Weiterbildung der Repräsentanten, direkte Kontakte auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene, politische Statements und konkrete Arbeit an Konzepten standen im Mittelpunkt der Tagung, um dem Mittelstand unter den Zeichen der drohenden Rezession Stabilität und Vorteile zu verschaffen.

Gäste wie Prof. Dr. Wolfgang Reinhart, Vorsitzender der CDU Landtagsfraktion in Baden-Württemberg,  Thomas Strobl, stellv. Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg und Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration, Jürgen Böhm, der Bundes-Vorsitzende des Verbandes Deutscher Realschullehrer, die erst kürzlich mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnete Sprecherin der Initiative Differenziertes Schulwesen, Ingrid Ritt, Thiemo Fojkar, Vorsitzender des Vorstands des Bundesverbandes der Träger beruflicher Bildung (Bildungsverband) e. V.und noch viele weitere stellten sich dem Mittelstand und seinen Fragen zu Themen wie Innovationsförderung, Wirtschaftsentwicklung und nicht zuletzt zur Zukunft der Bildung in Deutschland.

Der Präsident des BVMW, Mario Ohoven, gab seinen Ausblick zur Frage "Quo Vadis Wirtschaft", der durchaus Anlass zur Sorge gab. Bereits drei aufeinander folgende Phasen der Abschwächung deuten auf eine Rezession hin, die nur durch sofortige und gezielte Maßnahmen der Politik abgemildert werden kann. 

Es gibt gute Nachrichten für den Mittelstand:  

Die Mittelstandsallianz wächst und wächst. Das ist ein gutes Zeichen, weil sich immer mehr  Verbände und Vereine der Stimme des Mittelstands anschließen. So kann die Mittelstandsallianz immer lauter für die mittelständischen Unternehmen in Deutschland und Europa sprechen und Gehör in der Politik finden. 

Die neu gegründete Bildungsallianz wird zukünftig das Thema des Fachkräftemangels "an der Wurzel" packen und über bundesweite Aktivitäten vor Ort zusammen mit Schulen, Bildungsträgern und Mittelstand daran arbeiten, nicht nur kurzfristige, punktuelle Lösungen zu finden. Bildung ist für die Zukunft unseres Landes zu wichtig. Der Fachkräftemangel der Zukunft, fehlender unternehmerischer Geist, mangelnde Innovation und die bereits spürbaren technologischen Umbrüche können nur durch Maßnahmen jetzt und heute adressiert werden. 

Im Verlauf der Bundestagung wurden natürlich Themen wie die europäischen und internationalen Leistungen des BVMW (u.a. LeMittelstand, Afrika-Allianz), neue Projektangebote für Mitgliedsunternehmen, Aktivitäten des JungenMittelstand, Angebote des Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0 (Gemeinsam_Digital) vorgestellt.

Aber es ging auch ganz "hands on" in Workshop Sessions und "best practices" Vorstellungen darum, wie in den Regionen noch erfolgreicher für den Mittelstand gearbeitet werden kann. Damit soll auch erreicht werden, dass in weiteren Regionen so erfolgreiche Aktivitäten wie z.B. die CSR-Initiative des BVMW im Landkreis München oder das Mitarbeiter-Wohnungsbau Projekt des BVMW Berlin-Süd mit den Unternehmern umgesetzt werden können. 

3 Tage voller Kontakte, Gespräche, Informationen und Austausch endeten am Sonntag Nachmittag mit der Abschlußrede des Präsidenten des BVMW zur Bundestagung.