Alarmstufe Rot - Initiative im BVMW Bayern gestartet

In Bayern steht eine ganze Branche vor dem Abgrund, die besonders stark durch die Corona-Krise betroffen ist. Die Veranstaltungswirtschaft ist der drittgrößte Wirtschaftszweig im Freistaat und steht seit Monaten praktisch still.

#AlarmstufeRot BVMW Bayern

Veranstaltungswirtschaft drittgrößte Branche in Bayern

Die Veranstaltungswirtschaft gehört mit all ihren Messen, Ausstellungen, Festen, Kulturvorstellungen, Kongressen und Konzerten zu den bedeutendsten Wirtschaftsbranchen in Deutschland. In Bayern steht sie hinter der Automobil- und der Gesundheitsbranche an dritter Stelle und schafft vergleichbare sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und Bruttowertschöpfung. Landesweit finden jährlich rund drei Millionen professionelle Veranstaltungen mit fast einer halben Milliarde Besucher statt.

Doch die momentane Situation des Verbotes für Großveranstaltungen ist für viele Unternehmen und Selbstständige dieser Branche eine Katastrophe.

Der BVMW in Bayern hat nun zusammen mit Vertretern der Branche eine Initiative gestartet, um den Dialog zwischen Veranstaltungswirtschaft und Politik zu verbessern. 

Termin mit Aiwanger: Gespräch zur Lage der Veranstaltungswirtschaft

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger empfing am 10. August 2020 eine Delegation des BVMW Bayern. Im gemeinsamen Gespräch ging es in erster Linie um die angespannte Situation in der Event-Branche.

Die gesamte Branche leidet unter dem coronabedingtem Ausfall von Großveranstaltungen und steht vor existenziellen Herausforderungen. Nach ersten Lockerungen stellt sich die Frage, wie es innerhalb der Veranstaltungswirtschaft weitergeht. So wurde beim Austausch im Bayerischen Wirtschaftsministerium auch über die Umsetzung konkreter Maßnahmen zum Infektionsschutz auf Events gesprochen. 

Ein ausführlicher Bericht zum Treffen folgt. 

Gesundheit geht vor, natürlich!

Selbstverständlich ist es allen Beteiligten der Initiative bewusst, dass Covid-19 und die damit einhergehenden Gefahren für die Gesundheit höchste Priorität haben. Allerdings muß durch ausgefeilte Hygienekonzepte für größere Veranstaltungen und begleitende Unterstützungsprogramme für die betroffenen Unternehmen eine Perspektive erarbeitet werden, wie und wann zumindest ein wenig Bewegung aus dem totalen Stillstand absehbar ist.

Ansonsten rollt die große Pleitewelle in der Veranstaltungsbranche mit unabsehbaren Folgen für Gesamtwirtschaft, Sozialsystem und Gesellschaft an. Und das ganz unabhängig davon, dass Kultur und Events für die Menschen gerade in diesen Zeiten wichtiger denn je sind.