Wasserstoff-Förderung in Bayern ab Oktober

Sie wollen Nutzfahrzeuge, Busse und Sonder­fahrzeuge in der Logistik mit Wasserstoff betreiben oder planen die Anschaffung eines Elektrolyseurs für die Wasserstoffproduktion? Dann könnte die Förderung ab 01.10. für Sie interessant sein.

Ist also Wasserstoff doch die Lösung?

Das bayerische Wirtschaftsministerium treibt seit einiger Zeit den Aufbau von Infrastrukturen für Wasserstoff energisch voran. Böse Zungen behaupten, diese Technologie sei der Bereich, in dem man - im Gegensatz zur Elektromobilität - nicht zu spät dran wäre. 

Man mag denken was man will, im Bereich der Nutzfahrzeuge, Schwerlasten, im Personenverkehr und vielleicht auch bald im Flugverkehr ist Wasserstoff als Treibstoff sicherlich die sinnvollere Option als Elektro-Antriebe. 

Hierzu sei auch nochmal auf unser Interview mit Dr. Christl aus dem September 2019 verwiesen ("Energie- und Mobilitätswende - ist Wasserstoff die Lösung?").

Zum 01.10.2020 soll nun ein breit angelegtes Förderprogramm starten, um die derzeit überschaubare Infrastruktur um 100 Wasserstoff-Tankstellen (öffentlich und innerbetrieblich) zu erweitern. 

Im Fokus stehen dabei Nutzfahrzeuge, Busse und Sonder­fahrzeuge in der Logistik.

Gefördert werden (Quelle: Bay. StMWi): 

 

  • Die Errichtung von (öffentlichen und betriebsinternen) Wasser­stoff­tankstellen für wasserstoffbetriebene Nutzfahrzeuge, Busse und Sonder­fahrzeuge in der Logistik in Bayern (Nummern 2.1 und 2.2 der Förderrichtlinie).
  • Die Anschaffung von bis zu 3 wasserstoffbetriebenen Nutz­fahrzeugen, Kraft­omnibussen und Sonderfahrzeugen in der Logistik oder die Umrüstung von konventionellen Nutz­fahr­zeugen, Kraftomnibussen und Sonderfahrzeugen in der Logistik auf Wasserstoffbetrieb. Dies jedoch jeweils ausschließlich im Zusammenhang mit der Förderung der nichtöffentlichen Betankungsinfrastruktur (Nummer 2.3 der Förderrichtlinie).
  • Klimaneutrale Wasserstofferzeugungsanlagen wie Elektrolyseure vor Ort zur bedarfsorientierten Erzeugung von Wasserstoff als Bestandteil der Betankungsinfrastruktur (Nummer 2.4 der Richtlinie).

 

Betreut und abgewickelt wird das Förderprojekt von der Bayern Innovativ. Wer sich für die Details interessiert, kann auf den Seiten des Bayerischen Wirtschaftsministeriums nachlesen.