US-Wahl: Mittelstand gratuliert Biden

Die politische Entwicklung in den USA ist für Bayerns Wirtschaft enorm wichtig. Die Unsicherheiten der vergangenen vier Jahre gehören hoffentlich der Vergangenheit an.

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Bidens vorläufiger Sieg stimmt bayerischen Mittelstand optimistisch 

München – Nachdem der Kandidat der Demokraten, Joe R. Biden, die USPräsidentschaftswahl nach Meldungen der US-Medien offiziell für sich entscheiden konnte und zum „President-elect“ ausgerufen wurde, hofft die Wirtschaft in Bayern nun auf einen friedlichen Machtwechsel und einen Wandel des angeschlagenen transatlantischen Verhältnisses.

„Wir gratulieren dem Herausforderer Biden, der aller Voraussicht nach der nächste USPräsident wird“, sagt Achim von Michel, Landesbeauftragter für Politik im BVMW Bayern. „Für die nächsten Jahre hoffen wir auf eine stabile Außenpolitik und eine Verbesserung des transatlantischen Verhältnisses. Wir würden uns wünschen, dass die EU und die bayerischen Exporteure wieder mehr als Handelspartner auf Augenhöhe denn als Konkurrenten gesehen werden“, so von Michel.

Seit vielen Jahren sind die USA der größte Absatzmarkt für Exporte aus Bayern. Im Jahr 2019 exportierten bayerische Unternehmen Waren im Wert von 21 Milliarden Euro in die Vereinigten Staaten, die Importe betrugen im selben Zeitraum rund elf Milliarden Euro. Doch auch Biden steht für eine eher protektionistische Handelspolitik nach US-Interessen, so der Landesbeauftragte.

„Auf eine komplette Abkehr von Strafzöllen und Handelskonflikten ist erstmal nicht zu hoffen. Vier Jahre Trump haben die weltweite Handelspolitik und mit ihr die zwischenstaatlichen Abkommen und internationalen Organisationen stark geprägt.“ Mit einer sofortigen Rückkehr in die Zeit des Freihandels vor Trump sei daher nicht zu rechnen.

Der Mittelstand blickt trotzdem optimistisch in die Zukunft:

„Unter Biden werden sich nun wieder vermehrt Spielräume bei der internationalen Kooperation und eine grundsätzlich verbindlichere Gesprächskultur eröffnen – sei es beim Kampf gegen den Klimawandel, beim Engagement der NATO-Partner, oder bei der Entwicklung und der Verteilung eines CoronaImpfstoffes“, so von Michel.

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