Digitale Bildung: Jetzt wird von unten Druck gemacht

Viel wird über Digitalisierung der Schulen geredet. In der Praxis ist davon oft sehr wenig zu sehen. Ein Unternehmer macht sich jetzt auf, das zu ändern. Zusammen mit Schulen, Schülern, Eltern und Lehrern.

Foto: Pixabay.com/de; RitaE, grass-3336700_1280.jpg

Pilot-Projekt „Mobile Schule macht Freude am Lernen“

Aufgrund der Corona-Situation dürfte es auch in absehbarer Zukunft immer wieder notwendig sein, den Präsenz-Unterricht in Schulen einzuschränken. Aber auch ohne Pandemie sind in Deutschland konkrete Konzepte und innovative Projekte für die digitale Bildung dringend notwendig.

Eine klare Strategie der Politik für „Digitale Schule“ oder „Home Schooling“ fehlt bisher. Finanzierung, technische Umsetzung, Internet-Zugänge, Geräte… der Top Down Ansatz über Bund und Länder ist bisher nicht im Alltag der Schüler, Lehrer und Eltern angekommen.

Graswurzelbewegung? Manche nennen es „Unkraut“

Wie wäre es, wenn die Schulen, also die Schüler, die Lehrer, die Eltern und die Schulleitung selbst die Digitalisierung des Unterrichts in die Hand nähmen? Die geplanten Geräte vom Laptop bis zum iPad müssen die Eltern sowieso meist selbst kaufen.

Die Kritiker könnten argumentieren, dass das nicht abgestimmt ist, dass da bis zum Kultus-Minister alle eingebunden werden müssen, dass das ja erstmal finanziert werden muss, dass man einen Expertenkreis bilden muss, etc.

Mag sein, aber dann bewegt sich genauso wenig wie in den vergangenen Monaten und Jahren.

Deswegen wird jetzt einfach mal angefangen

Whatzlearn mit Gründer und „Mastermind“ Professor Hansjörg Zimmermann versorgt bereits Unternehmen mit Micro-Learning Apps und Content-Services z.B. für die wichtigsten Schulungsprogramme für neue Mitarbeiter (Onboarding).

Das Chaos bei der Digitalisierung in der Bildung wollte sich Prof. Zimmermann nicht mehr länger ansehen. Er spricht Schulen direkt an und bietet die Umsetzung kostenloser Pilot-Projekte an.

Seine Hoffnung: Wenn Schüler, Lehrer und Eltern sehen, dass digitale Bildung auch einfach und ohne jahrelange Antragsprozesse und Abstimmungen mit der Politik funktioniert, dann setzen sich digitale Bildungsformate allgemein schneller durch.

Denn noch ein paar Jahre in diesem Bereich völlig zu verschlafen, kann sich Deutschland einfach nicht leisten.

Das Pilotprojekt

Wer kann mitmachen?

Schulen in Hessen, Baden-Württemberg und bald auch in Hamburg starten mit den ersten Piloten. In Bayern sollen 3 weitere Schulen aus unterschiedlichen Bereichen dazu kommen: Im Idealfall eine Realschule, ein Gymnasium und eine Fachoberschule.

Wie läuft der Pilot ab?

Zunächst bekommen die Schüler, Lehrer und Eltern der Pilotklasse den Zugang zur Schooling-App von WhatzLearn.

Technische Voraussetzung: ein handelsübliches Smartphone.

Die Schüler bereiten im Unterricht (und/oder auch von Zuhause aus) bereits vorhandene Übungsblätter oder Buchseiten in der App vor. Das heißt, sie müssen den ausgewählten Stoff (egal welches Fach) von 45 Minuten Unterricht in 3 Microlearning-Inhalte á 15 Minuten umwandeln. Eine Unterrichtseinheit wird also „zerlegt“ in 3 Teil-Lernmodule.

Pro Microlearning-Kurs entwickeln die Schüler mit den Lehrern je 10 Fragen und etwa 3 Minuten Video-Lernmaterial, das z.B. auch ein 3-minütiger Podcast oder eine animierte und besprochene PowerPoint Präsentation sein kann.

Was bringt das?

Allein beim Transformieren des Stoffes lernen die Schüler nach erstem Feedback mit mehr Freude am Lernen den Inhalt. Dieser kann jederzeit aktualisiert werden und an die anderen Klassengemeinschaften (innerhalb eines Bundeslandes) auch ausgerollt werden.

Wie seriös ist das?

Die Pilotprojekte werden wissenschaftlich begleitet, u.a. durch Prof. Dr. Kreulich, Vizepräsident der Hochschule München und oberster Qualitätswächter der bayerischen Hochschulen.

Und was kostet der Pilot?

Nichts. Nur den Aufwand und die Zeit, die Schüler, Lehrer und Eltern in das Pilotprojekt stecken. Bei gelungenem Experiment stellt Whatzlearn allen Schülern, Lehrern und Eltern an den ausgewählten drei bayerischen Pilot-Schulen einen Zugang für ein Jahr kostenfrei zur Verfügung.

So können sie als „Firstmover“ weiter ausprobieren und die Idee weiterentwickeln. Die Kosten für die Folgejahre schätzt Prof. Zimmermann derzeit auf etwa 20 – 40 Euro jährlich pro Zugang (Schüler, Lehrer; Eltern optional). Das ist auch davon abhängig, wie sich dieses „Graswurzel-Experiment“ verbreitet.

#wissenmachtstolz - Sie wollen mitmachen?

Kontakt:

Prof. Hansjörg Zimmermann

WhatzLearn, Founder & Managing Director

www.whatzlearn.com