Steuerlicher Verlustrücktrag - wieder nur halbe Sachen?

Im Koalitionsausschuss wurden wieder Maßnahmen zur Abmilderung der Corona-Situation beschlossen. Viel für Eltern, Ankündigungen für Künstler und etwas, was der BVMW schon lange fordert. Der Chef-Volkswirt des BVMW äußert sich zum Verlustrücktrag.

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BVMW: GroKo bleibt beim steuerlichen Verlustrücktrag auf halber Strecke stehen

Berlin – Zu den Beschlüssen des Koalitionsausschusses erklärt BVMW Chefvolkswirt Dr. HansJürgen Völz: „Mit der Verdoppelung des steuerlichen Verlustrücktrags geht die Große Koalition zwar in die richtige Richtung, bleibt aber auf halber Strecke stehen.

Angesichts der vielen Mittelständler, die durch staatlich verordnete Schließungen und nur zögerlich fließende Corona-Hilfen vor dem wirtschaftlichen Aus stehen, hätte der Rücktragszeitraum auf drei oder besser fünf Jahre verlängert werden müssen. Dies fordert der BVMW seit langem.

Dadurch würden nur Unternehmen mit einem funktionierenden Geschäftsmodell entlastet, die zudem ihre Gewinne in Deutschland versteuern. Dass die GroKo hier nicht mutiger entschieden hat, ist umso rätselhafter, wenn man weiß, dass dem Fiskus hierdurch kaum Steuerausfälle entstehen.“

Quelle: BVMW PM 06/21 vom 04. Februar 2021