Überbrückungshilfe III und Direktanträge für Soloselbständige

Seit 10. Februar 2021 ist nun die Antragstellung zur Überbrückungshilfe III bzw. November-/Dezember-Hilfe für Soloselbständige (auch per Direktantrag) möglich.

Foto: Pixabay.com/de; Dimitri Wittmann, lifebelt-1463427_1280.jpg

November-/Dezember-Hilfe Direktantrag

Gleich mal der Link zum Direktantrag für Soloselbständige. Denn die Seite des Bundeswirtschaftsministeriums ist etwas verschachtelt aufgebaut und der Antragslink nicht ganz schnell auffindbar.

Überbrückungshilfe III - immer noch nicht ganz unkompliziert 

Die wichtigsten FAQ zur Überbrückungshilfe III fassen kurz zusammen, wer wie was beantragen kann. 

Fixkosten-Begriff ausgedehnt

Mehr Fixkosten erstattungsfähig: z.B. auch bauliche Modernisierungs-, Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen bis zu 20.000 Euro pro Monat zur Umsetzung von Hygienekonzepten (auch rückwirkend bis März 2020); Investitionen in Digitalisierung (z.B. Aufbau eines Onlineshops, Eintrittskosten bei großen Plattformen) einmalig bis zu 20.000 Euro.

Was ist sonst noch neu?

Darauf gibt das Bundeswirtschaftsministerium folgende Antworten: 

 

  • Fixkostenzuschüsse für Monate mit Umsatzeinbußen von mindestens 30 Prozent zwischen November 2020 und Juni 2021
  • Auch größere Unternehmen (bis 750 Millionen Euro Jahresumsatz) haben Anspruch
  • Förderhöchstbetrag pro Monat: 1,5 Millionen Euro (bisher 50.000 Euro; Erhöhung auf 3 Millionen Euro für Verbundunternehmen in Vorbereitung), im Rahmen der Höchstgrenzen der EU-Beihilferegeln.
  • Zusatzregelungen für Reisebranche (Provisionen sowie Erstattung von externen Ausfall- und Vorbereitungskosten sowie eine Personalkostenpauschale für bestimmte Reisen rückwirkend ab März bis Dezember 2020), Kultur- und Veranstaltungsbranche (Erstattung von Ausfall- und Vorbereitungskosten rückwirkend ab März bis Dezember 2020), stationären Einzelhandel (Abschreibungskosten verderbliche Ware und Ware für Wintersaison 2020/2021, die vor 1. Januar 2021 eingekauft wurde und wegen des Lockdown nicht abgesetzt werden konnte und Unternehmen der pyrotechnischen Industrie (Transport- und Lagerkosten nach Verkaufsverbot von Silvesterfeuerwerk sowie Förderung von Fixkosten März bis Dezember 2020 bei Umsatzrückgang von mindestens 80 Prozent im Dezember 2020 gegenüber Dezember 2019).

 

Mein Fazit: 

Es bewegt sich also ein ganz klein wenig etwas.

Tatsache ist aber auch, dass man nicht wirklich von unbürokratischer Hilfe sprechen kann. Wem das "Wasser bis zum Hals steht", dem sollte man bitte einen Rettungsring zuwerfen, der leicht zu greifen ist. 

Alle Infos zur Überbrückungshilfe III auf den Seiten des Bundeswirtschaftsministeriums.