BVMW Bayern kritisiert Beschlussvorlage vor Corona-Gipfel

Nachdem vor der morgigen Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Merkel eine Vorlage für die Beratungen veröffentlicht wurde, kritisiert der BVMW Bayern das erneute Fehlen einer klaren Öffnungsperspektive für breite Wirtschaftszweige.

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BVMW Bayern: „Schluss mit Willkürentscheidungen und Salami-Taktik“

München – Nachdem vor der morgigen Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Merkel eine Vorlage für die Beratungen veröffentlicht wurde, kritisiert der BVMW Bayern das erneute Fehlen einer klaren Öffnungsperspektive für breite Wirtschaftszweige.

„Nur Buchhandlungen, Blumenläden und Gartenmärkte zu öffnen, wäre eine rein willkürlich getroffene Lockerung“, meint Achim von Michel, Landesbeauftragter für Politik im BVMW Bayern. Er bemängelt erneut, dass die Regierung den meisten betroffenen Unternehmen keine klare Aussicht und somit Planungssicherheit biete.

„Unsere Mitglieder sind viele kleine und mittlere Unternehmen aus den betroffenen Branchen wie Gastronomie, Einzelhandel, Hotellerie und Kultur. Nach Erkenntnissen des RKI besteht im Einzelhandel, in Hotels sowie in der Außengastronomie nur eine geringe Ansteckungsgefahr“, betont von Michel. Dass es in diesen Bereichen vermutlich bis Ostern zu keinen generellen Öffnungen kommen soll, versteht er nicht. „Viele unserer Mitglieder werden ihren Betrieb nach bald fünf Monaten des Lockdowns dann nicht mehr am Leben erhalten können. Steigende Insolvenzen und wachsende Arbeitslosigkeit zeichnen sich bereits jetzt ab“, sagt von Michel mit Blick auf die zunehmende Arbeitslosigkeit im Februar.

Der BVMW Bayern verweist darauf, dass schon länger klare Stufenpläne für Öffnungen existieren, die zudem nicht ausschließlich auf lokalen 7-Tages-Inzidenzzahlen basieren. „Zahlreiche Bundesländer sowie das RKI haben bereits vor Wochen grundlegende Konzepte für stufenweise Öffnungen erarbeitet. Vorsichtig öffnen ist richtig, aber dann auch generell“, fordert von Michel. „Die Regierung kann ihre Politik der Salami-Taktik bei den Lockerungen und einem gleichzeitigen Zeitlupentempo beim Impfen nicht mehr lange rechtfertigen“, warnt der Landesbeauftragte.

Der Mittelstand. BVMW – Bundesverband mittelständische Wirtschaft ist das größte Unternehmernetzwerk in Deutschland und mit mehr als 20 Geschäftsstellen in vielen Regionen in Bayern kompetenter Ansprechpartner und Impulsgeber für mittelständische Unternehmerinnen und Unternehmer.

Quelle: PM BVMW Bayern vom 02. März 2021

Kontakt BVMW Bayern  – Achim von Michel (Pressesprecher),  E-Mail: bayern@bvmw.de