Unternehmen nicht auf den letzten Metern allein lassen

Der BVMW in Bayern fordert eine Fortsetzung der Corona-Hilfsmaßnahmen für angeschlagene Unternehmen über den 30. Juni 2021 hinaus und eine zukünftig deutlich schnellere Auszahlung von Hilfsgeldern.

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BVMW Bayern: Unternehmen nicht auf den letzten Metern allein lassen

München – Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) in Bayern fordert eine Fortsetzung der Corona-Hilfsmaßnahmen für angeschlagene Unternehmen über den 30. Juni hinaus und eine zukünftig deutlich schnellere Auszahlung von Hilfsgeldern.

„Wir befürworten die Pläne des Bundeswirtschaftsministers, der notwendige Hilfs-Instrumente wie die Überbrückungshilfen möglichst bis zum Jahresende verlängern will“,

sagt Achim von Michel, BVMW Landesbeauftragter für Politik in Bayern.

Nach einem Vorstoß von Peter Altmaier (CDU) sollen Unternehmen auch im dritten und vierten Quartal 2021 staatliche Unterstützung erhalten, wenn sie aufgrund der Corona-Pandemie immer noch unter wirtschaftlichen Einbußen leiden.

„Viele Branchen haben massive Umsatzverluste erlitten und kämpfen immer noch um ihr Überleben. Allein im stationären Einzelhandel in Bayern gingen durch den Lockdown täglich bis zu 110 Millionen Euro Umsatz verloren, im bayerischen Gastgewerbe bewegen sich die Umsatzausfälle zwischen 40 und 70 Prozent. Dass die Nachholeffekte bei Lockerungen und Wiederöffnungen sofort wirken und in jedem Fall ausreichen, glauben wir nicht“, so von Michel.

„Das Wiederanlaufen ganzer Geschäftszweige nimmt durchaus Zeit in Anspruch, und die Auftragsbücher der Zulieferer werden auch bei ersten Lockerungen nicht über Nacht voll.“

Die Fortführung der bestehenden Hilfsprogramme sei daher aus Sicht des BVMW Bayern dringend geboten. Die Überbrückungshilfen könnten dabei wie bisher nur von Unternehmen beantragt werden, die monatlich mindestens 30 Prozent weniger Umsatz als im Vorjahr verzeichnen. Gerade bei vielen mittelständischen Betrieben aus den Branchen Gastronomie, Tourismus und der Eventbranche sei dies nach wie vor der Fall, sie bräuchten dringend weitere Unterstützung:

„Die Umsatzausfälle in den am stärksten betroffenen Branchen wie dem Gastgewerbe und der Veranstaltungsund Kulturbranche sind nach wie vor substanziell. Diese Unternehmen und Selbständigen dürfen nicht auf den letzten Metern der Corona-Krise allein gelassen werden“, so von Michel.

Der BVMW Bayern mahnt zudem an, dass die Abwicklung und Zahlung der Hilfen in Zukunft zügiger ablaufen müsse.

„Die Bearbeitung und Auszahlung der Corona-Hilfen muss ein schneller und schlanker Prozess werden. Trotz langer Prüfdauer wurden in der Vergangenheit Fehler gemacht und Betrügereien nicht effektiv genug unterbunden. Berechtigte Unternehmen haben dagegen teilweise viele Monate lang auf ihr Geld gewartet. So darf sich das auf keinen Fall wiederholen“, so von Michel.

Vor allem in der Anlaufphase der Hilfszahlungen sorgten Probleme mit der vom Bund bereitgestellten Software für mehrmonatige Verzögerungen, mittlerweile hat die zuständige IHK in Bayern rund 90 Prozent der Hilfsanträge abgeschlossen.

Der Mittelstand. BVMW – Bundesverband mittelständische Wirtschaft ist das größte Unternehmernetzwerk in Deutschland und mit mehr als 20 Geschäftsstellen in vielen Regionen in Bayern kompetenter Ansprechpartner und Impulsgeber für mittelständische Unternehmerinnen und Unternehmer.

Quelle: PM BVMW Bayern, 01.06.2021

BVMW Bayern Presse – Achim von Michel (Pressesprecher): Trautenwolfstr.3, 80802 München – E-Mail: bayern@bvmw.de, Tel: +49 89 2 878 878 – 40