Handelskriege, Staatskrisen, Zinswende

Weltwirtschaftliche Herausforderungen für den deutschen Mittelstand Trump, Zinswende, Brexit, Türkei- und Italienkrise - welche wesentlichen Entwicklungen prägen aktuell die Weltwirtschaft? Und vor allem: Welche Bedeutung haben diese Entwicklungen

für den deutschen Mittelstand? Welche Auswirkungen, welche Gefahren können damit verbunden sein? Worauf müssen sich deutsche Unternehmendiesbezüglich einstellen – egal ob außenwirtschaftlich oder nur im Binnenmarkt aktiv? Rund 70 Mittelständler informierten sich als Studierende im Hörsaal der FH Münster.

 

Über diese aktuellen Herausforderungen gab Prof. Dr. Manuel Rupprecht einen Überblick. Der promovierte Volkswirt war vor seiner Berufung an der Hochschule bei der Deutschen Bundesbank. In einem inhaltlich spannenden Vortrag und in launiger Form bewies Rupprecht, was seine Studierenden an ihm

schätzen: Er bringt die mitunter stark theoretischen Diskussionen schon im Hörsaal mit aktuellen Themen in Verbindung und analysierte beispielsweise, was die politischen Entscheidungen des US-Präsidenten Donald Trump für die Weltwirtschaft bedeuten könnten. Auf seiner virtuellen Weltreise landete er nach den USA in Europa. Beginnend in London (Brexit) ging es weiter nach Italien (Schulden- und EU-Krise). Eine kurze Visite in der Türkei zeigte deren Situation mit Wirkung auf die Welt, schlussendlich landete er in Frankfurt, um Geld- und Zinspolitik der Zentralbanken zu beleuchten. Die Botschaft für den Mittelstand: Alle Signale weisen auf ein Überschreiten des Zenits des Wachstums hin. Die längste konjunkturelle Hochphase flacht zumindest ab, Unternehmen sollten sich strategisch entsprechend aufstellen.