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Fachkräfte, Studie

Studie zum Fachkräftemangel: 44 Prozent der Unternehmen ohne Gegenrezept

Eschborn, 20.08.2014 - Vier von zehn Unternehmen in Deutschland haben derzeit Probleme, geeignete Bewerber zu finden. Immerhin 56 Prozent von ihnen verfolgen bereits Strategien, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Das sind zehn Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.
Die übrigen 44 Prozent sehen sich noch nicht zum Handeln gezwungen.
Nur jeder dritte betroffene Arbeitgeber hat nach eigenen Angaben seine Personalpolitik angepasst. Als Hindernis bei der Suche nach geeigneten Kandidaten erweisen sich zunehmend fehlende Sozialkompetenzen. Das sind Ergebnisse der Studie "Fachkräftemangel 2014" des Personaldienstleisters ManpowerGroup.
 
20 Prozent der vom Fachkräftemangel betroffenen Unternehmen suchen inzwischen außerhalb der eigenen Region nach Talenten oder kooperieren mit Bildungseinrichtungen. Fast ebenso viele reagieren, indem sie ihre Mitarbeiter weiterbilden. Das Einführen flexibler Jobmodelle, etwa Jobsharing oder Zeitarbeit, ist für 16 Prozent die Antwort auf den Bewerbermangel. 13 Prozent stellen inzwischen auch Kandidaten ein, die erforderliche Qualifikationen noch nicht haben, aber über das Potenzial verfügen, in den Job hineinzuwachsen. Neue Wege beim Recruiting gehen 11 Prozent, indem sie beispielsweise soziale Medien oder Karriere-Apps einsetzen.
 
"Wir beobachten, dass die Arbeitgeber allmählich aufwachen", sagt Herwarth Brune, Vorsitzender der Geschäftsführung der ManpowerGroup Deutschland. "Doch zu viele verharren angesichts des Fachkräftemangels immer noch tatenlos. So werden sie irgendwann von
der Konkurrenz abgehängt, die Talente aktiver sucht und fördert."    

Nach den Gründen gefragt, warum sie keine passenden Kandidaten finden, nennen 31 Prozent der Unternehmen mangelnde Fachkenntnisse.
18 Prozent der Betroffenen kritisieren, dass es Jobanwärtern an Soft Skills fehlt, etwa Teamgeist, Kritikfähigkeit oder Einfühlungsvermögen. Jeder zehnte Befragte sagt, den Kandidaten mangele es an Motivation und Enthusiasmus. Ebenso viele beklagen sich über zu wenig Berufserfahrung.

"Auf den perfekten Mitarbeiter zu warten, kann sich heute kein Unternehmen mehr leisten", sagt Herwarth Brune. "Wer einen hochqualifizierten Bewerber ablehnt, weil dieser Schwierigkeiten im Umgang mit Konflikten hat, vergibt eine Chance. Unternehmen sollten in solchen Fällen Angebote zur Schulung sozialer Fähigkeiten nutzen."
 
Personaldienstleister wie die ManpowerGroup bieten Unternehmen Zugang zu einem großen Netzwerk an Fachkräften, um die passenden Kandidaten zu finden - entweder im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung, oder mit dem Ziel, sie direkt in eine Festanstellung zu vermitteln. Das Tochterunternehmen ManpowerGroup Solutions übernimmt bei Bedarf auch den gesamten Rekrutierungsprozess, von der Stellenausschreibung über die Ansprache der Kandidaten bis hin zur Auswahl.

Über die Studie "Fachkräftemangel 2014"

Die Studie "Fachkräftemangel" der ManpowerGroup wird seit 2006 weltweit durchgeführt (international unter dem Titel "Talent Shortage Survey"). Mit 37.000 Teilnehmern aus 42 Ländern in 2014 zeigt die Studie, welche Stellen weltweit schwer zu besetzen sind. Für Deutschland wurden 1.000 Unternehmen befragt, die einen Querschnitt der deutschen Wirtschaft darstellen. Die Befragung wurde im ersten Quartal 2014 durch das Marktforschungsinstitut Infocorp durchgeführt.

Weitere Informationen zur Studie finden Sie hier:
https://www.manpower.de/index.php?id=1506
(PDF-Download der Studienbericht: unten auf der Seite)


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