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Konjunktur

Umfrage: Mittelstand startet optimistisch in das Jahr 2017 und will neue Jobs schaffen – Mehrheit der Unternehmer will Schwarz-Gelb oder Jamaika nach Bundestagswahl

Berlin, 29.12.2016 – „Der Mittelstand startet mit Optimismus in das neue Jahr. Die Unternehmen sichern auch 2017 in einer weltpolitisch schwierigen Lage Wachstum und Beschäftigung in unserem Land. Eine deutliche Mehrheit der Mittelständler will nach der Bundestagswahl 2017 eine andere Bundesregierung.“ Dies erklärte Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW), bei der Vorstellung einer aktuellen, repräsentativen Unternehmerumfrage bei der Bundespressekonferenz in Berlin.

Nach der Bundestagswahl 2017 bevorzugen 46 Prozent der Mittelständler eine schwarz-gelbe Koalition, 13 Prozent ein „Jamaika“-Bündnis aus Union, Grünen und FDP. Eine Fortsetzung der Großen Koalition wollen dagegen nur 12 Prozent. „Offenbar haben die Mittelständler kein Vertrauen mehr in die Reform- und Innovationskraft der Bundesregierung“, so Ohoven. Als vorrangige Aufgaben einer neuen Bundesregierung nannten die Unternehmer den Abbau bürokratischer Hemmnisse, die Senkung der Steuer- und Abgabenlast sowie eine Verbesserung der Infrastruktur. 

Trotz weltweiter Krisen erwarten wie im Vorjahr rund 62 Prozent der Mittelständler für 2017 einen anhaltenden Aufschwung in Deutschland. Dagegen sehen unverändert 38 Prozent unser Land auf dem Weg in die Rezession. „Der Mittelstand in Deutschland leidet vor allem unter dem akuten Fachkräftemangel“, warnte Ohoven. Laut Umfrage haben über 89 Prozent (2015: 87) Schwierigkeiten, offene Positionen zu besetzen. Jeder dritte Betrieb musste aus Personalnot sogar schon Aufträge ablehnen.    

Der BVMW Umfrage zufolge schätzen 95 Prozent (2015: 94) der Klein- und Mittelbetriebe ihre momentane Geschäftslage als befriedigend oder besser ein, 66 Prozent (2015: 63) sogar als gut und besser. Rund 39 Prozent (2015: 38) erwarten noch höhere Umsätze in den kommenden zwölf Monaten. 47 Prozent der Unternehmer (2015: 39) planen in 2017 ebenso hohe Investitionen wie in diesem Jahr, wie auch 2015 will gut ein Drittel sogar mehr investieren als in den vergangenen zwölf Monaten. 

Angesichts eines Investitionsstaus von über 100 Milliarden Euro forderte Ohoven mehr Zukunftsinvestitionen. Er befürchte jedoch, dass die Parteien stattdessen im Wahlkampf neue soziale „Geschenkpakete“ schnüren. Ohoven forderte eine neue Bundesregierung zu Reformen auf. Deutschland brauche endlich ein Wagniskapitalgesetz für innovative Klein- und Mittelbetriebe, eine steuerliche Forschungsförderung wie in 28 von 34 OECD-Ländern und die völlige Abschaffung der Erbschaftsteuer. 

Überaus positiv wird laut Umfrage die aktuelle Finanzierungssituation bewertet: 92 Prozent (2015: 90) der Mittelständler vergeben die Schulnoten befriedigend, gut oder sehr gut. Laut Umfrage planen 41 Prozent (2015: 39), im kommenden Jahr zusätzliche Mitarbeiter einzustellen. Wie schon 2015, wollen rund 53 Prozent die Mitarbeiterzahl halten. „Damit erfüllt der Mittelstand auch 2017 verlässlich seine Rolle als Wachstums- und Jobmotor in unserem Land. Ich erwarte von einer neuen Bundesregierung, dass sie die dafür erforderlichen investitionsfreundlichen Rahmenbedingungen schafft“, betonte Mittelstandspräsident Ohoven.

Hier geht es zu den Umfrageergebnissen.


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