Bildung in die Mitte der Gesellschaft führen

Bildungsallianz des Mittelstandes fordert Pakt für (Aus- und Weiter-)Bildung

Deutschland vernachlässigt sehenden Auges seinen wichtigsten Leistungsträger – den Mittelstand. Es fehlen Fachkräfte. Es gibt zu viele Schul- und Studienabbrecher und zu viele unbesetzte Ausbildungsplätze. Es mangelt an Lehrkräften, gerade im technisch / naturwissenschaftlichem Bereich, und die Bildungsinfrastruktur ist vielfach in einem desaströsen Zustand. Nicht zu vergessen: Es fehlt zunehmend die Wertschätzung für das Händische, den Blaumann, die Praxis, das Nichtakademische.

Deutschland braucht eine echte Wende in der Bildungspolitik für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit und das Wirtschaftswachstum. Eine Wende, die die föderale Bildungslandschaft in ihrer Vielfalt stärkt und weiterentwickelt. Wir fordern daher die kommende Bundesregierung auf, (Aus- und Weiter-)Bildung wieder in die Mitte der Gesellschaft zu führen. Wir brauchen einen anwendungsorientierten, vielfältigen, regional orientierten föderalen Bildungspakt, der dieser mittelstandsgeprägten Gesellschaft gerecht wird. Eine Orientierung der (Aus- und Weiter-)Bildung an den realen Anforderungen der Sozialen Marktwirtschaft und einer liberal-demokratischen Gesellschaft muss folgende Ziele aufweisen:

• Eine Dynamisierung der Entwicklung von (Aus- und Weiter-)Bildungsinhalten und eine verbesserte praxisbezogene Ausbildung besonders für (Hochschul-)Lehrerinnen und Lehrer
• Mehr nutzenstiftende Verbindungen (zwei Lernorte) zwischen beruflicher und akademischer (Aus- und Weiter-)Bildung
• Mehr gestaltende Eigenverantwortung für Schulen und Hochschulen
• (Weiter-)Bildung als lebenslanger Bestandteil der persönlichen, beruflichen und unternehmerischen Entwicklung
• Leistungsfähige digitale Infrastrukturen für alle Bildungseinrichtungen und ihre Mitglieder
• Gebäude, die einer hochentwickelten Industrienation gerecht werden, mit qualitativ hochwertiger Labor- und digitaler Ausstattung
• Mehr adäquate dynamisierte (Aus- und Weiter-)Bildungsmöglichkeiten

Um diese Ziele zu erreichen, fordern wir einen regional ausgerichteten föderalen Bildungspakt und mehr finanzielle Mittel für ein vielfältiges und auf die Bedarfe der Regionen ausgerichtetes Bildungssystem, in dem Durchlässigkeit und Anschlussfähigkeit in der Fläche für alle Jugendlichen erhalten bleiben. Dazu braucht es einen klugen Föderalismus mit mehr qualitativer Zentralisierung bei gleichzeitiger Dezentralisierung (Übernahme lokaler Eigenverantwortung) und mehr Beteiligung der Gesellschaft, insbesondere der Wirtschaft an der (Aus- und Weiter-)Bildungsgestaltung. Wir fordern eine aktive Strukturpolitik, die qualifizierte Fachkräfte in den Regionen hervorbringt, exzellente Karrierechancen für junge Menschen schafft und damit verlässliche Impulse an die Wirtschaftsunternehmen sendet. 

 

Prof. Dr. Martin Wortmann, Generalsekretär der Bildungsallianz des Mittelstands

Arthur Zimmerman, Vorstandsvorsitzender B@M

Jürgen Böhm, Stv. Vorsitzender B@M, Bundesvorsitzender des Verbandes Deutscher Realschullehrer

Joachim Maiß, Stv. Vorsitzender B@M, Bundesvorsitzender des Verbandes der Lehrkräfte für Berufsbildung.

 

*Die Bildungsallianz des Mittelstands (B@M) ist als Zusammenschluss von 22 Verbänden und Initiativen aus Bildung und Wirtschaft das größte Bildungsnetzwerk Deutschlands, dessen Mitglieder die Interessen von 380.000 Lehrerinnen und Lehrern, Erzieherinnen und Erziehern sowie Dozentinnen und Dozenten aus dem Bildungsbereich vertreten.

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Kontakt: Prof. Dr. Martin Wortmann
Generalsekretär Bildungsallianz
Telefon: (030) 533 206 -0
Mail: Martin.Wortmann@bvmw.de

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