Ukraine-Konflikt: Mittelstandsverband fordert Energiemoratorium

Berlin – „Angesichts des Kriegs in der Ukraine zeigt sich die Abhängigkeit und damit Verwundbarkeit Deutschlands in der Energieversorgung. Dies lässt zugleich weitere, massive Preissteigerungen für Privathaushalte und Unternehmen befürchten.

stromleitungen mit rot eingefärbten stahlseilen

Die Zeit des energiepolitischen Wunschdenkens ist vorbei. Die Bundesregierung muss ihre Energiepolitik den neuen Realitäten anpassen“, fordert BVMW-Verbandsvorsitzender Markus Jerger im Anbetracht des Ukraine-Konfliktes.

„Die Unternehmen brauchen jetzt Klarheit in der Frage der Energiesicherheit“, so Jerger weiter. „Der Mittelstand fordert von der Bundesregierung jetzt ein Energiemoratorium. Im Klartext heißt das, der staatlich forcierte Ausstieg aus der Kohle muss unverzüglich ausgesetzt werden, und es ist zu prüfen, ob die verbliebenen Kernkraftwerke aus diesem Grund über das Jahresende hinaus am Netz bleiben müssen.“

Andernfalls bestehe die reale Gefahr eines flächendeckenden Blackouts, betont der BVMW-Verbandschef. Eine hochindustrialisierte Volkswirtschaft wie Deutschland brauche eine verlässliche Energieversorgung mit einem Höchstmaß an Unabhängigkeit. Jerger: „Bei der Wahl unserer Energieträger zur Sicherung der Versorgung darf es deshalb keine ideologischen Denkverbote geben.“

Heute schon wissen, was den Mittelstand morgen bewegt.


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