Energieversorgung sichern

Angesichts einer zunehmenden Unsicherheit über eine sichere Energieversorgung, fordert Markus Jerger, Vorsitzender des Verbandes Der Mittelstand. BVMW, die Regierung auf, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um einen drohenden Blackout zu verhindern.

„Für die Industrienation Deutschland ist eine funktionierende Energieversorgung existentiell. Es ist daher ein Unding, dass wir uns in den vergangenen Jahrzehnten immer mehr von nur wenigen Energielieferanten abhängig gemacht haben. Und die Rechnung dafür kriegen wir gerade präsentiert. Die Wirtschaft leidet. Angesichts eines weiterhin drohenden Energieembargos für Gaslieferungen aus Russland ist es zu begrüßen, dass die Bundesregierung sich bereits um eine Diversifizierung der Gaslieferungen bemüht. Versorgungssicherheit ist das Gebot der Stunde! Eine nationale Rohstoffreserve für alle Notfälle muss jetzt als erstes angegangen werden.

Doch allein kurzfristige Maßnahmen zur Schadensbegrenzung, wie sie im Gasnotfallplan aufgeführt werden, reichen nicht – vor allem nicht den von Produktionsstopps bedrohten Unternehmen!

Perspektivisch müssen auch sämtliche Möglichkeiten in Betracht gezogen werden, wie Deutschland selbst einer einseitigen Abhängigkeit bei Energieimporten entgegenwirken kann: So sollte der Ausbau sowohl der Erneuerbaren Energien sowie deren Speicherinfrastruktur massiv vorangetrieben werden. Auch müsste die niedersächsische Politik ihre ablehnende Haltung gegen die heimische Erdgasförderung revidieren und den neuen geopolitischen Realitäten Rechnung tragen. Und wenn sich herausstellen sollte, dass auch die Laufzeitverlängerung der drei noch am Netz befindlichen Kernkraftwerke rechtlich und technisch umsetzbar ist, und dies einen Beitrag zu mehr Versorgungssicherheit leistet, darf auch dies nicht aus ideologischen Gründen verworfen werden. Es geht jetzt darum, einen drohenden Blackout zu verhindern, bis eine Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien wirklich möglich ist. Es darf jetzt keine Denkverbote geben.“

 

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