Parteien wollen wirtschaftliche Anforderungen angehen

BVMW-„Wahlcheck Mittelstand“ Schleswig-Holstein: Die Landtagswahltour 2022 macht den nächsten Halt: Am kommenden Sonntag (8. Mai 2022) wählen die Bürgerinnen und Bürger in Schleswig-Holstein eine neue Landesregierung.

schleswig holstein panorama

Insgesamt 16 Parteien stellen sich zur Wahl. Angesichts der aktuellen Herausforderungen fragen sich die kleinen und mittleren Unternehmen im Land, wie wirtschaftsfreundlich das nächste schleswig-holsteinische Landesparlament ist. Der „Wahlcheck Mittelstand“ des Bundesverbandes Der Mittelstand. BVMW gibt einen Überblick über die Anforderungen an die Parteien

„Etwa 123.000 Unternehmen gibt es in Schleswig-Holstein, nur knapp 400 Unternehmen gehören nicht dem Mittelstand an. Das zeigt, welche Bedeutung der Mittelstand für das wirtschaftliche Fundament des Landes hat“, erklärt Andreas Jahn, BVMW-Bundesgeschäftsleiter Politik und Außenwirtschaft. Entsprechend seien die Erwartungen der Unternehmerinnen und Unternehmer – vor allem auch, weil das Land sich rühme, das mittelstandsfreundlichste Land der Republik zu sein und zu bleiben. „Doch die Wahl in Schleswig-Holstein hat über das Bundesland hinaus Auswirkungen: Als die Region für Windenergie entscheidet sich hier, wie gut wir in Deutschland die Energiewende managen. Eine passende Unterstützung der bedeutenden Tourismusbranche nach zwei Jahren Krisenmodus kann zudem ein Vorbild für das ganze Land sein.“  

Entsprechend dieser Ausgangslage hatte der Mittelstandsverband zentrale Themen formuliert, um die jeweiligen Positionen der Parteien abzuklopfen: Bürokratie, Infrastruktur, Gründerfreundlichkeit, Bildung und Fachkräftesicherung, Entwicklung der Tourismuswirtschaft sowie der Ausbau der erneuerbaren Energie. „Um als Bundesland wirtschaftlich weiter voranzukommen, braucht es in jedem dieser einzelnen Kategorien klare Ideen und entschlossenes Handeln“, betont Hans Kemeny, Leiter der BVMW-Wirtschaftsregion Hamburg und Schleswig-Holstein.

Wie in jeder Region Deutschlands leiden auch die Unternehmen an der Küste an einer überbordenden Bürokratie. „Unsere Forderung als Vertreter des Mittelstandes ist es, kleine Unternehmen von Melde- und Berichtspflichten auszunehmen und Anträge jeglicher Art künftig auch in digitaler Form stellen zu können“, zählt der Leiter der BVMW-Wirtschaftsregion auf. Auch bei der Infrastruktur im Land gelte es, Versäumnisse aufzuholen. „Neben einem Ausbau der Verkehrsinfrastruktur gilt es gerade auch die noch bestehenden weißen Flecken in der Breitbandversorgung zu tilgen“, so Kemeny weiter.

Für den Mittelstand stellt eine qualitätsorientierte Bildungspolitik gleichzeitig Wachstums-, Beschäftigungs- und Standortpolitik dar. Besonders in Zeiten der Digitalisierung sind darum Investitionen in die Ausstattung der Schulen und die entsprechenden Aus- und Weiterbildungsprogramme unerlässlich. „Eine Verbesserung gründungsbezogener Ausbildung an Schulen und Hochschulen hätte zudem das Potenzial zur Förderung einer Kultur unternehmerischer Selbstständigkeit“, erläutert der Leiter der BVMW-Wirtschaftsregion Hamburg und Schleswig-Holstein.

„Alle Parteien, mit denen wir gesprochen haben, haben die von uns geschilderten Herausforderungen aufgenommen und versprochen, diese schnell anzugehen – dazu gehören der Ausbau der Autobahn A20 genauso wie das Repowering von Windkraftanlagen an bestehenden Standorten oder die Digitalisierung der Verwaltung“, so Kemeny in seinem Fazit. „Sollte dies wirklich so kommen, sind wir im Norden auf dem Weg.“ 

Weitere Informationen zum Mittelstand und zur Landtagswahl in Schleswig-Holstein finden Sie hier

 

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