Attraktiv für Fachkräfte

Bereits vor der Pandemie war der Mangel an Nachwuchs- und Fachkräften für viele Unternehmen deutlich spürbar. Auch wenn durch Corona das Thema kurzzeitig etwas aus dem Fokus geriet, ist es nun wieder omnipräsent und das Problem größer denn je.

hand mit smartphone vor laptop
Foto: © NicoElNino von stock.adobe.com

Die Pandemie war ein Katalysator für den Mangel an Nachwuchs- und Fachkräften. Ausbildungsstellen wurden gestrichen, und in den von Corona hart getroffenen Branchen haben sich viele Mitarbeitende beruflich umorientiert. Auch wenn die Situation vieler Unternehmen heute schon als bedrohlich empfunden wird, ist das erst der Anfang. Nach Berechnungen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz werden bis 2060 rund 16 Millionen Erwerbstätige weniger zur Verfügung stehen. Dies entspricht einem Drittel aller Erwerbstätigen und rund 400.000 pro Jahr.

Weniger Arbeitskräfte und neue Ansprüche

Neben der schwindenden Anzahl kommen auch noch geänderte Ansprüche der potenziellen Arbeitskräfte hinzu. Ein gutes Arbeitsklima, Spaß und Erfüllung sowie eine gute Work-Life-Balance sind besonders jungen Arbeitnehmenden wichtiger als Gehalt oder Zusatzleistungen. Diese Situation verschärft den Konkurrenzkampf um Talente. In der Entwicklung liegen jedoch auch Chancen für Unternehmen, ihre Recruiting-Strategie anzupassen und sich als attraktive Arbeitgebende zu präsentieren.

Authentische Online-Präsentation

Auf die Karriere-Homepage gehören selbstverständlich alle Vorzüge, die das Unternehmen zu bieten hat. Doch gerade hier tun sich viele schwer, die eigenen Benefits zu benennen. Es geht dabei gar nicht um den täglichen Obstkorb und den viel beschworenen Kicker. Wichtiger ist es, vorhandene Benefits zu erkennen und darzustellen, wie beispielsweise ein kostenfreier Parkplatz vor der Türe. Gleiches gilt für soziale Aktivitäten mit und für Mitarbeitende, Umweltschutz, Flexibilität der Arbeitszeitgestaltung, Familienfreundlichkeit uvm.

Ansprechbar sein

Darüber hinaus dient die Karriere-Homepage auch als Kommunikationsplattform. Ein wichtiger Punkt ist es, Ansprechbarkeit zu signalisieren. Die Benennung einer zentralen Ansprechperson mit persönlichen Kontaktdaten verringert Kommunikationsbarrieren und ermöglicht es Bewerbenden, schnell und unkompliziert Kontakt aufzunehmen. Das Angebot an Kommunikationswegen sollte dabei möglichst vielfältig und auf die Zielgruppe abgestimmt sein.

Aufmerksamkeit erhöhen

Dass alle Recruiting-Maßnahmen immer auch einen Hinweis auf die Karriere-Homepage brauchen, beispielsweise über einen QR-Code, versteht sich von selbst. Darüber hinaus können die auf der Karriere-Homepage veröffentlichten Stellenangebote auch in der Google eigenen Jobsuchmaschine Google for Jobs vollkommen kostenfrei mehr Reichweite erzeugen. Auch sollten die eigenen Mitarbeitenden motiviert werden, die zur Verfügung stehenden Inhalte über die eigenen Kanäle zu teilen.

 

Holger Aretz
Mitinhaber Agentur P3 Creation Group

BVMW-Mitglied

www.employer-branding-suite.com

Gut zu wissen

■ Eine authentische Homepage kann sich positiv auf Bewerber auswirken

■ Kontaktdaten einer direkten Ansprechperson verringern Kommunikationsbarrieren

■ Aufmerksamkeit und Reichweite können durch Jobsuchmaschinen erhöht werden

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