Mittelstand lehnt Heils Klimapaket ab

„Es gibt deutlich bessere und gerechtere Wege, Bürgerinnen und Bürger zu unterstützen“, kommentiert Markus Jerger, Vorsitzender des Bundesverbandes Der Mittelstand. BVMW, die Pläne des Bundesarbeitsministers zum „Klimageld“.

Der Bundesverband Der Mittelstand. BVMW lehnt die Entlastungsideen von Bundesarbeitsminister Heil, Bürger mit niedrigen und mittleren Einkommen mit staatlichen Zuschüssen gegen steigenden Energie- und Lebensmittelpreise zu schützen, als zu kurz gesprungen und ungerecht ab. „Natürlich müssen Härtefälle unterstützt werden. Aber generell Geld zu geben, ohne Lebensumstände, regionale Gefälle und familiäre Situationen zu bewerten, kann nicht funktionieren“, erklärt Markus Jerger, Vorsitzender des BVMW, jetzt gegenüber der Funke-Mediengruppe. Eine willkürliche Grenze von 4.000 Euro habe in München eine andere Bedeutung als im Osten von Mecklenburg-Vorpommern. „Es gibt deutlich bessere und gerechtere Wege, Bürgerinnen und Bürger zu unterstützen: Indem beispielsweise Rahmenbedingungen verbessert, Verordnungen abgeändert und ja, auch Wirtschaftszweige, die gerade in der aktuellen Krise sehr gut verdienen, abgeschöpft werden“, kommentiert Jerger die Pläne aus dem Bundesarbeitsministerium. „Statt teure Ansprüche an den Staat dauerhaft zu zementieren, könnte die Bundesregierung zudem das Steuersystem leistungsgerecht und konkurrenzfähig modifizieren und Steuern und Abgaben für alle senken. Das würde allen helfen, anstatt den Mittelstand und Leistungsträger wieder mal außen vorzulassen.“

 

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