Auswirkungen der Sanktionen auf Mittelstand nicht unterschätzen

Der Mittelstand. BVMW im Gespräch mit dem Kanzleramt: Gesprächsrunde mit dem Leiter der „Taskforce Russland-Sanktionen“ im Kanzleramt, Staatssekretär Dr. Jörg Kukies, über die Folgen der Russland-Sanktionen für den Mittelstand.

markus jerger und Staatssekretär Dr. Jörg Kukies
Markus Jerger, Vorsitzender des Bundesverbandes Der Mittelstand. BVMW (li.), und Staatssekretär Dr. Jörg Kukies, Leiter der „Taskforce Russland-Sanktionen“ im Kanzleramt. / Copyright: BVMW/Napoleon Schwan

Angesichts der zusehends angespannteren Lage der Weltwirtschaft steht der deutsche Mittelstand unter einem enormen ökonomischen Druck. Gerade auf den Energie- und Rohstoffmärkten hat sich die fragile Lage für die Unternehmen seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine und den von der Europäischen Union verhängten Sanktionen noch einmal drastisch verschärft.

„Klar ist, die Sanktionen waren angesichts des völkerrechtswidrigen Überfalls Russlands auf die Ukraine unumgänglich“, erklärt Markus Jerger, Vorsitzender des Bundesverbandes Der Mittelstand. BVMW. Dennoch dürften die Auswirkungen der Sanktionen auf die deutsche Wirtschaft nicht unterschätzt werden. „Insbesondere unser in den internationalen Handel eng verflochtener Mittelstand spürt die Folgen des Krieges tagtäglich. Inflation in Europa, kontinuierlich steigende Rohstoff- und Energiepreise, die Lieferkettenproblematik und natürlich die Import-Export-Sanktionen gegen Russland treffen viele kleine und mittlere Unternehmen schwer.“

Wie gravierend die Auswirkungen in vielen Fällen wirklich sind, konnten jetzt zahlreiche Mittelständler in einer vom BVMW initiierten Gesprächsrunde mit dem Leiter der „Taskforce Russland-Sanktionen“ im Kanzleramt, Staatssekretär Dr. Jörg Kukies, an konkreten Beispielen schildern. Für viele Teilnehmer der Runde, darunter auch Hidden Champions der deutschen Wirtschaft, war ihr Russland-Geschäft bis Kriegsbeginn im Februar substanzieller Teil des Unternehmenserfolges. Entsprechend gab es viele konkrete Fragen angesichts der derzeitigen Herausforderungen. Kukies, Europaberater, Wirtschaftsberater und Sherpa von Bundeskanzler Olaf Scholz, zeigte Verständnis für die Situation der Mittelständler und sagte zu, die Sanktionen auf ihre Wirkungen hin zu prüfen. Nicht vergessen werden dürfe, dass das Sanktionsregime Produkte aus dem Bereich Ernährung und Medizin komplett ausnehme.

Eine Übersicht über die EU-Sanktionen gegen Russland finden Sie hier (Stand 07. Juni 2022):

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