Mittelstand begrüßt Pläne zur Beschleunigung des Windkraft-Ausbaus

Erneuerbare Energiequellen wie Windkraft oder Photovoltaik regionalisieren die Energieversorgung, senken die Kosten und schaffen Investitionsmöglichkeiten für den Mittelstand und damit nachhaltige lokale Arbeitsplätze.

Berlin – Der Mittelstand begrüßt die Pläne der Bundesregierung, den Ausbau der Windkraft an Land zu beschleunigen. „Neben der Schaffung einer passenden Flächen- und Planungskulisse ist aus Sicht der kleinen und mittleren Unternehmen jedoch ein klares Bekenntnis zur Sicherung von industriellen Kapazitäten und technischem Know-how in Deutschland wichtig“, betont Markus Jerger, Vorsitzender des Bundesverbandes Der Mittelstand. BVMW, hinsichtlich des heutigen Beschlusses des Bundeskabinetts für das Wind-an-Land-Gesetz.

„Ähnlich wie bei der Photovoltaik haben wir bei der Windkraft bereits große Teile einer zukunftsfähigen Industrie verloren. Ein konsequentes Gegensteuern, um diesen Wirtschaftszweig nicht nur zu retten, sondern weiter auszubauen, ist dringend notwendig“, erklärt Jerger weiter. Die Belebung des Ausbaus der Windkraft an Land könne ein wichtiger Baustein zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen – besonders im Mittelstand – sein. Jerger: „Erneuerbare Energiequellen wie Windkraft oder Photovoltaik regionalisieren die Energieversorgung, senken die Kosten und schaffen Investitionsmöglichkeiten für den Mittelstand und damit nachhaltige lokale Arbeitsplätze.“

Bürokratischer Aufwand, regionale Abstandsregeln in den Bundesländern und Klagen von Anwohnern und Naturschützern haben den Ausbau der Windkraft an Land in den vergangenen Jahren massiv ausgebremst. „Planungs- und Realisierungsprozesse für Windkraftanlagen sind zum reinsten Bürokratie-Marathon geworden. Wie dringend notwendig eine Entschlackung des Regelwerks für die Windkraft ist, sieht man deutlich daran, dass die letzte Ausschreibungsphase zu mehr als einem Drittel unterzeichnet war“, ergänzt Professor Dr. Eicke Weber, Vorsitzender der BVMW-Kommission Energie und ehemaliger Leiter des Fraunhofer-Institutes für Solare Energiesysteme (ISE). „Nur, wenn schnell neue Flächen ausgewiesen werden, die Planungsverfahren deutlich einfacher gestaltet werden und Bürger wie Kommunen vom Ausbau der Windkraft in ihrer Region profitieren, werden wir dauerhaft mehr Projekte realisieren können.“

 

 

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