Mittelstand bei Gasversorgung nicht vergessen

Sollte die Gaspipeline Nord Stream 1 nach der anstehenden Wartung von Russland komplett zugedreht werden, könnte sich die Lage für kleine und mittelständische Unternehmen verschärfen, fürchtet BVMW-Chef Markus Jerger.

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„Der Mittelstand ächzt schon heute unter den horrenden Energiepreisen“, betont Jerger, der Vorsitzende des Bundesverbandes Der Mittelstand. BVMW. Dass in der Politik vor allem von Anreizen für industrielle Großversorger und wenig von einem Versorgungsplan für den Mittelstand zu hören war, besorgt den Verbandschef. „Die wenigsten Unternehmen wissen, was kommt, und sind entsprechend in Sorge“, äußerte er sich gegenüber der Bild am Sonntag.

In der aktuellen Situation müssten Mittelständler befürchten, im Winter ohne Energie dazustehen, dabei übten sie schon heute Verzicht. Jerger warnt: „Ein Gasmangel wird gravierende Folgen haben. Die wenigsten kleinen und mittleren Betriebe haben die finanziellen Mittel, eine solche Situation durchzustehen. Das bedeutet Insolvenzen und Arbeitsplatzverlust.“

Deshalb fordert der BVMW-Vorsitzende ein klares Bekenntnis von der Politik, dass nicht nur die finanzstarken Industriekonzerne im Winter, wenn Gas noch teurer sei, Nutznießer der mittelständischen Solidarität im Sommer würden, so Jerger.

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Städtebund rät zum Einrichten von Wärmeräumen im Winter (finanznachrichten.de)

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